Sozialversicherung mit über zehn Milliarden Euro Überschuss

Statistisches Bundesamt

Die gesetzliche Sozialversicherung hat in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres einen Überschuss in Höhe von 10,6 Milliarden Euro verbucht. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte, lagen die Ausgaben in den ersten drei Quartalen bei 349,2 Milliarden Euro und blieben damit um 0,9 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahresniveau. Die Einnahmen erhöhten sich um 4,5 Prozent oder 15,5 Milliarden auf 359,8 Milliarden Euro. In den ersten neun Monaten 2005 hatte die Sozialversicherung noch ein Defizit von 8,1 Milliarden Euro ausgewiesen.

Die gesetzliche Sozialversicherung umfasst nach Angaben der Statistikbehörde Kranken-, Pflege-, Unfall- und Rentenversicherung, die Alterssicherung der Landwirte sowie die Bundesagentur für Arbeit.

Die Rentenversicherung "erwirtschaftete" von Januar bis September einen Überschuss von 4,4 Milliarden Euro gegenüber einem Defizit im Vorjahreszeitraum von 5,3 Milliarden Euro.

Bei der Bundesagentur für Arbeit fiel ein Überschuss in Höhe von 6,3 Milliarden Euro an im Vergleich zu 3,1 Milliarden Euro Defizit im Vorjahreszeitraum. Der Überschuss resultierte hier wie auch bei der Rentenversicherung aus höheren Beitragseinnahmen sowie aus der Vorverlegung der Fälligkeit der Beiträge 2006.

Ebenfalls aus dem Vorziehen der Fälligkeit erklärt sich den Angaben zufolge der Überschuss bei der Pflegeversicherung in Höhe von 0,3 Milliarden Euro.

Die gesetzliche Krankenversicherung wies für die ersten neun Monaten hingegen ein leichtes Defizit von 0,3 Milliarden Euro aus.