Wladimir Putin - zurück in den Kreml

Russland hat "gewählt"

Wladimir Putin hat es geschafft. Einzug in den Kreml Schon lange vor den Wahlen deuteten alle Prognosen darauf hin, dass Wladimir Putin die dritte Präsidentschaft antreten wird. Das hat sich nun erfüllt. Das offizielle Wahlergebnis bescheinigt mit 64%, dass Putin vom Volk als Präsident gewünscht wird. Nun werden viele Stimmen laut, die behaupten, dass die Wahlergebnisse der Präsidentschaftswahl wieder einmal gefälscht worden wären. Laut OSZE könne man davon ausgehen, dass es in jedem dritten Wahllokal Unregelmäßigkeiten gegeben hätte.

Die Befürchtung liegt nahe, dass die Opposition nicht nur durch friedliche Demonstrationen ihrer Verärgerung Raum verschafft, sondern man rechnet sogar mit Krawallen und Aufständen. Sicher ist, dass Wladimir Putin sich bestätigt und rechtsgültig gewählt sieht. Sechs Jahre sind eine lange Zeit. Voraussichtlich wird Putin diese Regierungszeit nutzen um seine Macht und Einfluss zu stärken und auszubauen.

Armut und Frust

Schon jetzt klagen Senioren, Kranke und Arbeiter über die schweren Bedingungen, die außerhalb der Metropolen in den abgelegenen Dörfern herrschen. Nur wenige hundert Kilometer von Moskau entfernt herrscht Armut und Frust. So berichten Gegner von Putin, dass sie Jahrelang im Stich gelassen wurden. Es fehle an Allem. Selbst bei eisigen Temperaturen reiche das Holz nicht aus, um wenigstens ein Zimmer heizen zu können. Kranke und Schwache beschweren sich, dass die ärztliche Versorgung in den Dörfern schon lange nicht mehr sicher gestellt sei. Aus diesen Gründen wandern die Jungen Erwachsenen in die Städte ab. Zurück bleibt die Hoffnungslosigkeit.

Wirbel um die Wahl ist Sturm im Wasserglas

Die Wahlen haben das Schicksal Russlands besiegelt. Es steht und fällt mit Wladimir Putin. Und was sagt der Westen zur Krönung Putins? Dieser hält sich noch zurück. Man möchte vermutlich abwarten, wie die Berichte der Wahlbeobachter ausfallen. Auf der anderen Seite wird der Wirbel um die Wahl im weit entfernten Russland bald verebbt sein. Viel zu sehr sind Europäische Politiker mit der Rettung des Euro und der zurück fallenden Konjunktur beschäftigt, so dass keine Zeit bleibt, um sich auch noch in Anderer Angelegenheiten einzumischen. Das ist verständlich, oder nicht? Angst macht nur, dass Putins Reich direkt vor unserer Europäischen Haustüre liegt. Was sind im Zeitalter der Globalisierung schon ein paar hundert Kilometer? Warten wir ab, wie sich alles entwickeln wird. Freuen wir uns doch lieber auf den Frühling, der sich in diesen Tagen ankündigt.

Peter Winkler