Fukushima - Mehrfachkatastrophe in Japan jährt sich zum zweiten Mal

Evangelische Mission in Solidarität erinnert an die Betroffenen in Fukushima

Zum Jahrestag kehren die Bilder und Berichte von den Schrecken des 11. März 2011 in die Medien zurück. Für die Menschen in der Katastrophenregion sind die Folgen von Tsunami, Erdbeben und nuklearer Katastrophe jedoch Alltag. Ihrer will die internationale EMS-Gemeinschaft gedenken und ruft dazu auf, die Menschen von Fukushima nicht zu vergessen. „Die Kinder sind besonders von der erhöhten Radioaktivität bedroht“, erklärt Lutz Drescher, Ostasien-Verbindungsreferent der EMS. „Die Eltern fragen sich täglich, wo sie mit ihren Kindern hingehen, was sie ihnen zu essen geben und wie sie sie schützen können.“ Daher bieten verschiedene Organisationen Reisen für Mütter und Kinder an, um für eine Weile der Katastrophenregion zu entfliehen. „Wir sind so froh, an einen Ort zu kommen, an dem unsere Kinder gefahrlos draußen spielen können, ohne, dass wir uns ständig Sorgen machen müssen“, erzählt eine Mutter. Doch nicht nur diese Auszeit, sondern auch die medizinische Betreuung der Kinder ist besonders wichtig. Daher hat sich die EMS entschieden, Schilddrüsenkrebs-Vorsorgeuntersuchungen für Kinder im Radio Proof Center in Iwaki, 50 Kilometer von dem beschädigten Atomkraftwerk entfernt, finanziell zu unterstützen.

Dank der Spenden von Kirchen und Einzelpersonen hat die EMS in den vergangenen zwei Jahren eine Vielzahl von Projekten der Vereinigten Kirche Christi (KYODAN) und des Nationalen Christenrats in Japan unterstützt. So konnten beispielsweise ärztliche Untersuchungen für Pfarrer im Katastrophengebiet finanziert und Kindergartenbeiträge für Kinder aus betroffenen Familien gezahlt werden. Das Team im Seelsorge-Zentrum des KYODAN, einer Mitgliedskirche der EMS, kümmert sich besonders um die Menschen, die immer noch in Baracken und Notunterkünften leben. Neben seelsorgerlicher Begleitung vermittelt das Zentrum auch freiwillige Helfer. „Viele Organisationen haben ihre Hilfsprojekte und den Einsatz von Freiwilligen bereits beendet“, berichtet Makoto Iijima vom Nationalen Christenrat. „Doch wir haben uns entschieden, diese Arbeit fortzuführen, und sind dankbar für die Unterstützung und das Gebet unserer Partner weltweit.“