Strom sparen - Hohe Kosten – geringe Wirkung

Raumklimageräte verbrauchen viel Strom und schaffen oft kaum Abkühlung

Mit Beginn des kalendarischen Sommeranfangs am 21. Juni steigen in der Regel auch die Temperaturen. Diese können in den eigenen vier Wänden jedoch schnell zur Belastungsprobe werden. Bei intensiver Sonneneinstrahlung kann die Innentemperatur auf über 35 Grad steigen. Spätestens dann locken viele Bau- und Elektromärkte mit Raumklimageräten zu niedrigen Preisen. „Wer sich für den Kauf eines Raumklimagerätes entscheidet, sollte genau hinsehen. Einige Geräte halten nicht das, was die Werbung verspricht und treiben mit ihrem hohen Verbrauch die Stromkosten in die Höhe“, informiert Juliane Dorn, Leiterin der Energieberatung der Verbraucherzentrale Sachsen. Im laufenden Betrieb zählen Klimageräte zu den größten Stromfressern im Haushalt. „Für ein typisches Gerät mit einer Leistungsaufnahme von 1.000 Watt kostet jede Betriebsstunde im Durchschnitt in Sachsen 28 Cent bei meist bescheidenem Kühleffekt.“ Im Laufe eines Sommers können so ca. 200 Euro zusätzliche Stromkosten zusammenkommen.

Einen guten Hitzeschutz bieten außen angebrachte Jalousien, Markisen, Rollläden oder Fensterläden. Aber auch innen liegende spezielle Rollos oder Fensterfolien, die das einfallende Sonnenlicht reflektieren, sind zu empfehlen. Ansonsten gilt bei Hitze: Tagsüber Fenster und Sonnenschutz geschlossen halten. Nachts lüften, früh morgens möglichst mit weit geöffneten Fenstern querlüften. So kann die in den Wänden gespeicherte Wärme wieder abgeführt werden.

Wer trotzdem ein Klimagerät anschaffen möchte, sollte sich vor dem Kauf beraten lassen. Verbraucher sollten beim Kauf unbedingt auf die Energieeffizienzklasse A achten und sich möglichst für ein vom Fachmann fest eingebautes Splitgerät entscheiden. Diese gibt es sogar schon in A+++-Qualität mit reduziertem Verbrauch. Mobile Kleinklimageräte verbrauchen dagegen nicht nur viel Energie, sie bringen auch nur einen geringen Kühleffekt. Durch den im Fenster eingehängten Abluftschlauch strömt nämlich unausweichlich warme Luft wieder zurück in den Raum.

Anbieterunabhängige Beratung bei Fragen zum Einsatz von Raumklimageräten und zu Fragen des Energieeinsparens und der Energieeffizienz bietet die vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch, mit einem Energie-Check vor Ort oder in einem persönlichen Beratungsgespräch. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auch auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de, Termine und Beratung unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei).