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Nur sechs Staaten in Afrika haben Pressefreiheit

Drohungen gegen Journalisten

Die Pressefreiheit in Afrika ist ein Menschenrecht, das oft mit Füßen getreten wird. Journalisten und deren Angehörige sind im "schwarzen Kontinent" Unterdrückungen, Drohungen, Folter bis hin zu Mord ausgesetzt. Dies ist das Resümee des von der Journalismus-Schule in Bologna und dem Isf (Informazione senza frontiere) verfassten Jahresreports, der auf Daten des Internationalen Presse Instituts in Wien basiert.

Von 52 afrikanischen Staaten hätten nur sechs eine freie Presse, in 17 Ländern gebe teilweise freie Medienunternehmen, und der Rest lebe ohne freie Meinungsäußerung, teilte Isf-Sprecher Pino Rea auf einer Pressekonferenz in Rom mit. Der Bericht 2000 demonstriere, dass sechs von neun im Vorjahr getöteten Journalisten der Mafia, bewaffneten Rebellen oder dem Militär zum Opfer fielen.

Neben eklatanten Fällen wie beispielsweise Misshandlungen durch das Abschneiden der Zunge, Folterungen oder Stinkbomben-Anschläge auf Redaktionen seien vielmehr die täglichen Attacken und Bedrohungen, denen Medienleute ausgesetzt sind, eine enorme Belastung. Der Isf-Bericht kritisiert auch eine fehlende Bereitschaft der Polizei und nationaler Autoritäten zur Zusammenarbeit, um die Verantwortlichen der Verbrechen zu verurteilen.

In den ersten dreieinhalb Monaten des Jahres sind nach Angaben der Organisation "Reporter ohne Grenzen" weltweit bereits vier Journalisten bei der Ausübung ihres Berufes getötet worden. Im vergangenen Jahr hätten insgesamt 32 Pressevertreter ihren Beruf mit dem Leben bezahlt.

In Burma seien zur Zeit die meisten Journalisten (13) inhaftiert, gefolgt von China (zwölf), dem Iran (zehn) und Äthiopien (sieben). Allein in diesen vier Staaten werde insgesamt mehr als die Hälfte aller weltweit inhaftierten Journalisten festgehalten.

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