Deutsche Bahn
Fahrgastverband fordert Länder auf BahnCard-Pläne zu stoppen
Die neuen Tarife sollen ab Herbst 2002 eingeführt werden. Die DB wolle neben der neuen BahnCard mit 25 Prozent Preisnachlass übergangsweise das alte Ticket mit 50 Prozent Rabatt noch ein Jahr anbieten, heißt es weiter. Die neue BahnCard solle im Gegensatz zur gegenwärtigen Regelung auch bei Sonderangeboten gelte. Dies verbillige den Fernverkehr. Wer dort im voraus buche und sich auf eine bestimmte Zugverbindung festlege, bekomme künftig hohe Preisnachlässe.
Pro Bahn-Pressesprecher Andreas Barth bemängelte, dass nach allen bisher bekannt gewordenen Informationen für den Nahverkehr, in dem über 90 Prozent der Bahn-Reisenden unterwegs sind, keinerlei Vorausbucherrabatte geplant seien. "Damit bedeutet dies für viele Fahrgäste eine Preissteigerung von knapp 50 Prozent." Das sei "mehr als nur unverschämt". Es treffe vor allem viele Leute, die nur zweimal pro Woche unterwegs sind.
"Eine 630-Mark-Kraft muss mit den neuen Tarifen zukünftig bis zu einem ganzen Monatsgehalt im Jahr an die Bahn abgeben", kritisiert der Pro-Bahn-Sprecher. Der Fahrgastverband warnte davor, dass mit dem neuen Tarif Stammkunden vergrault werden. "Wer mehrere hundert Mark im Jahr mehr zahlen muss, überlegt sich vielleicht seine Verkehrsmittelwahl noch mal", sagte Barth.
Pro Bahn forderte die Länder auf, sich die Verschlechterung im Nahverkehr nicht für die von ihnen bestellten und bezahlten Züge gefallen zu lassen. Der Nahverkehrstarif unterliege der Genehmigungspflicht durch die Länder, betonte der Pro-Bahn-Sprecher. Hier bestehe "die Möglichkeit, die massiven Verschlechterungen zu stoppen".
Die Bahn möchte mit dem neuen System die Auslastung ihrer Fernzüge vorteilhafter steuern. Dies ginge aber nur, wenn viele Kunden frühzeitig buchten und sich so besser auf die einzelnen Züge verteilen ließen. Bei dem momentan hohen Rabatt mit der BahnCard gebe es aber wenig Anreiz, schon Tage vor der Reise ein preiswertes Ticket zu kaufen, argumentiere die Bahn. Sie habe ermittelt, dass in den überfüllten Zügen besonders viele Besitzer der BahnCard mitführen.
Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) setzt sich auch weiterhin für den Erhalt der BahnCard mit 50% Rabatt ein. Er fordert neben einer klaren Wachstumsstrategie ein einfaches, kundenfreundliches Preissystem. Bahn fahren müsse durch eine "Lichtung des Tarifdschungels" attraktiver werden. "Einfach, transparent, preislich attraktiv und bundesweit einheitlich" seien die richtigen Stichworte. Zudem sollten die Tickets durch großzügige Mitnahmeregelungen und Übertragungsmöglichkeiten aufgewertet werden. Die BahnCard mit 50% Rabatt entspreche einem Großteil dieser Ziele. "Sie ist einfach, verständlich und bietet ganz Deutschland für die Hälfte". Der VCD forderte von der DB AG, dass sie im Sinne der Kunden die genannten Anforderungen im neuen Preissystem berücksichtige.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 27. Jun. 2001 unter:
nachrichtenStichworte:
« Ministerpräsident Gabriel für neuen Anlauf
Über 4.000 Techno-Fans erwartet »

Suchmachinenoptimierung
Wir optimieren Ihre Webseite. Mehr relevante Besucher = Mehr Umsatz. Lesen Sie mehr über unsere Stärken
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- Fitness & Wellness durch Sport im Alter
- Coaching für Führungskräfte: Jürgen Klopp | Motivation und Erfolg
- Erneuerbare Energien als Zünglein in der Wahl
- Bremen: Schüler in die Camps
- Rot-Rot-Grün verhindern Steuerentlastung
- Nicos Farm: Hilfe für behinderte Kinder
- Muttertag und Vatertag | Kommerz, Bier und Familie
- BGE Grundeinkommen | Geld für Faule?
- ENERGIEWENDE AKTUELL - Zukunft made in Germany
- Hochzeitsmode exklusiv in Österreich
