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Unfall verursacht Schaden in Millionenhöhe

Explosionen in Pullacher Chemiefabrik

In der Fabrik Peroxyd-Chemie in Pullach bei München hat es am frühen Dienstagmorgen mehrere Explosionen gegeben. Dabei flog eine Produktionshalle in die Luft. Die Polizei und das Unternehmen schätzten den Schaden auf "mehrere Millionen Euro". Menschen wurden weder im Werk noch bei den Löscharbeiten oder in der Nachbarschaft verletzt. Die Unfallursache blieb zunächst noch unklar. Ein Polizeisprecher sagte, es werde nicht von Brandstiftung, sondern von einem Unfall ausgegangen.

Ein Sprecher der Degussa-Tochter sagte, die in der Halle hergestellten organischen Peroxyde seien "von Natur aus sehr energiereich" und im Umgang "potenziell gefährlich". Dies sei eine "gewollte Produkteigenschaft" der Stoffe, die in der Kunststoffherstellung verwendet werden. Brandfahnder der Polizei versuchten vor Ort, zusammen mit Spezialisten der Firma die Ursache herauszufinden.

Die Explosionen begannen gegen 1.15 Uhr. Ein Fahrdienstleiter der Bahn hörte den Lärm und alarmierte die Rettungskräfte. Weitere Explosionen gab es noch, nachdem schon die ersten Einsatzkräfte vor Ort waren. Um 4.00 Uhr war der Brand unter Kontrolle. Eine große Rauchwolke zog auch über ein benachbartes Gebiet mit Werkswohnungen. Nach Polizeiangaben wurden 18 Menschen vorsorglich in Sicherheit gebracht. Messungen hätten jedoch keine giftigen Stoffe in der Luft ergeben.

Für das gesamte Werk existieren nach Angaben des Sprechers TÜV-Analysen, die selbst beim schwersten anzunehmenden Unfall "keine Auswirkungen über den Werkszaun hinaus" befürchten lassen. Deshalb werde auch nicht über eine Verlegung des Standortes nachgedacht. Im Jahr 1993 hatte es auf dem Gelände schon einmal eine schwere Explosion gegeben. Damals kamen drei Mitarbeiter ums Leben, sechs weitere wurden verletzt.

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