Deutsche Bahn

Transnet versucht im Spitzengespräch bei Clement Bahnwerke zu retten

Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement plant nach Angaben der Gewerkschaft Transnet ein Spitzengespräch zur Zukunft der Instandhaltungswerke der Deutschen Bahn. Gemeinsam mit Verkehrsminister Manfred Stolpe (beide SPD), Transnet-Chef Norbert Hansen und dem Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Kuno Dreschmann sollen dabei Wege gesucht werden, sechs von der Schließung bedrohte Standorte zu erhalten, teilte die Bahngewerkschaft am Dienstag in Berlin mit. Konkret betreffe dies die Werke in Blankenburg, Chemnitz, Delitzsch, Nürnberg, Opladen und Zwickau mit insgesamt 2500 Arbeitsplätzen.

Gewerkschaftschef Hansen bewertete den Vorstoß positiv. "Das bringt neue Dynamik in den Prozess", betonte er. Die Politik müsse dem Bahnvorstand, der bislang auf einer "Verweigerungshaltung" beharre, endlich Grenzen aufzeigen. Vom Bahnmanagement würden Konzepte zum Erhalt der Werke "nicht ernsthaft untersucht", kritisierte Transnet. Dies schrecke mögliche Investoren ab. Hansen forderte die Bahn auf, im Instandhaltungsbereich die Kompetenz im Unternehmen zu stärken und auszubauen. So könne die Bahn beispielsweise als Dienstleister für Dritte auftreten.

"Ich zähle die Instandhaltung zum Kerngeschäft", hob der Transnet-Vorsitzende hervor. Von der Politik müsse erwartet werden, dass sie bei steigenden Arbeitslosenzahlen "nicht tatenlos zuschaut, wie bei einem bundeseigenen Unternehmen Tausende Arbeitsplätze vernichtet werden".

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