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Birthler-Behörde schließt drei Außenstellen

Stasi-Unterlagen

Der Birthler-Behörde steht eine deutliche Verkleinerung bevor. Nach internen Plänen sollen ab 2006 drei der dreizehn Außenstellen in den ostdeutschen Ländern geschlossen werden. Die Bundesbeauftragte für die Stasiunterlagen, Marianne Birthler, sagte am Dienstag in Berlin, die dezentrale Präsenz der Behörde stehe aber nicht grundsätzlich in Frage. Die Stasiunterlagen der jeweiligen Region werden den Plänen zufolge künftig in jeweils einer Außenstelle pro ostdeutschem Bundesland verwaltet.

Als Standorte sind Rostock, Halle, Frankfurt/Oder, Leipzig und Erfurt vorgesehen. Damit sollen mittelfristig Einsparungen vor allem bei den Verwaltungs- und Liegenschaftskosten erzielt werden. In einer weiteren, deutlich kleineren Außenstelle pro Land soll Akteneinsicht, Beratung und Öffentlichkeitsarbeit gewährleistet werden. Diese Filialen sollen in Schwerin, Magdeburg, Suhl, Dresden und Chemnitz angesiedelt werden. Die Standorte Neubrandenburg, Gera und Potsdam werden aufgegeben. Die dort beschäftigten Mitarbeiter werden, sofern sie nicht altersbedingt ausscheiden, an anderen Orten eingesetzt. Entlassungen schloss Birthler aus.

Als Gründe für die Verkleinerung ihrer Behörde nannte Birthler den Wandel in den Aufgaben sowie den altersbedingten Personalabbau. Die Überprüfung des Öffentlichen Dienstes laufe demnächst aus. Gleichzeitig gebe es aber nach wie vor ein hohes Interesse an der Aufarbeitung persönlicher DDR-Biografien und an der Geschichte des SED-Staates.

Ein Verzicht auf die Strukturveränderungen berge die Gefahr, dass die meisten Außenstellen mittelfristig 40 Prozent ihres Etats für Verwaltungsaufgaben ausgeben müssten, warnte die Behördenchefin und fügte hinzu: "Dies würde im Ergebnis die Behörde schwächen." Birthler versicherte, die Nutzer erwarteten an den verbleibenden elf Standorten einschließlich der Zentrale in Berlin ein besserer Service, zügigere Aktenvorlage und bessere Bildungsangebote.

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