821 Millionen Euro

Altersteilzeit steigt offenbar sprunghaft an

Die deutschen Unternehmen nutzen offenbar verstärkt das gesetzliche Instrument der Altersteilzeit, um ihre Belegschaften kostengünstig zu verkleinern. Wie die "Berliner Zeitung" aus Kreisen der Nürnberger Bundesagentur für Arbeit berichtet, steigt die Zahl der Altersteilzeitfälle sprunghaft an. Ende September förderten die Arbeitsagenturen demnach rund 90.000 Personen mit diesem Instrument. Ein Jahr zuvor waren es noch 10.000 weniger und zwei Jahre zuvor sogar 20.000 weniger. Auch die Ausgaben klettern dem Bericht zufolge kontinuierlich: Allein bis Ende September gab die Bundesagentur rund 821 Millionen Euro aus Beitragsmitteln für die Altersteilzeitförderung aus.

Bei der Altersteilzeit können Unternehmen Beschäftigte ab 55 Jahren in den Ruhestand schicken. Ursprünglich sollten damit Anreize geschaffen werden, um junge Kräfte einzustellen.

Faktisch benutzen aber viele Unternehmen die Altersteilzeit, um ihre Belegschaften mit Zustimmung der Betroffenen kostengünstig zu verkleinern. Die Arbeitsagenturen erstatten dem Arbeitgeber bei der Altersteilzeit zusätzliche Rentenbeiträge und einen Aufschlag auf das Entgelt des Arbeitnehmers.

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