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Mehrere Krankenversicherungen erhöhen Beiträge

AOKs

Vielen gesetzlich Krankenversicherten drohen im kommenden Jahr höhere Beiträge. Mehrere Allgemeine Ortskrankenkassen (AOK) kündigten Anhebungen an. Die AOK Rheinland gab am Freitag eine Erhöhung ihres allgemeinen Beitragssatzes zum 1. Januar von 13,0 auf 13,4 Prozent bekannt. Auch die AOK Hessen und Schleswig-Holstein wollen ihre Beitragssätze steigern, von 13,9 beziehungsweise 13,6 Prozent auf jeweils 14,4 Prozent. Bereits am Donnerstag hatte der BKK-Bundesverband nicht ausgeschlossen, dass es bei einzelnen der über 200 Betriebskrankenkassen zu Erhöhungen kommt. Medienberichten zufolge planen mehr als zehn BKK eine Beitragserhöhung.

Der Vorstandschef der AOK Rheinland, Wilfried Jacobs, begründete die Erhöhung mit der allgemeinen Wirtschaftsschwäche und der damit verbundenen hohen Arbeitslosigkeit. Dadurch blieben die von den Krankenkassen eingeplanten Beitragseinnahmen aus. Zudem stiegen die Ausgaben der Kassen wieder höher als erwartet, besonders für Arzneimittel. Die AOK Rheinland ist mit 2,7 Millionen Versicherten die größte gesetzliche Krankenkasse in Nordrhein-Westfalen.

Die AOK Hessen mit 1,6 Millionen Versicherten und die Kassenärztliche Vereinigung des Landes (KV) machen sich gegenseitig für den höheren Beitragssatz verantwortlich. Hessens AOK-Vorstandschef Fritz Müller hatte erklärt, die Kosten für verordnete Arzneimittel lägen bereits im dritten Jahr über dem Wert, der mit der KV Hessen vereinbart worden sei. KV-Vorstandschefin Margita Bert nannte die Äußerungen Müllers "perfide". Die AOK stelle erst ein zu knapp bemessenes Arzneimittelbudget zur Verfügung, beklage dann "lauthals" dessen Überschreitung und attackiere schließlich die verschreibenden Ärzte.

Im Bundesgesundheitsministerium wurde daran erinnert, dass die AOK-Vorstände mit im Schnitt 130.000 Euro im Jahr ein hohes Gehalt bezögen. Dafür sei im Gegenzug ein "erstklassiges Kostenmanagement" zu erwarten.

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