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Lafontaine fordert die Verstaatlichung der Commerzbank

861 Millionen Euro Verlust

Angesichts der erneuten Verluste der Commerzbank fordert Links-Fraktionschef Oskar Lafontaine eine Verstaatlichung der Großbank. Die mit staatlicher Finanzhilfe gestützte Commerzbank hat das erste Quartal des Jahres mit tief roten Zahlen abgeschlossen: Der Verlust betrug zum Jahresauftakt 861 Millionen Euro, wie das vom Staat gestützte Institut am Freitag (8. Mai) in Frankfurt mitteilte. Der Grund seien weitere Belastungen aus der Finanzkrise und Integrationskosten für die jüngst übernommene Dresdner Bank gewesen. "Die Verluste der Commerzbank zeigen, dass der Weg der Bundesregierung, der Commerzbank 18 Milliarden zur Verfügung zu stellen, ohne sich die Kontrolle zu sichern, falsch ist", so Lafontaine.

Eine Verstaatlichung nach dem Vorbild Schwedens würde nach Auffassung von Lafontaine sicherstellen, dass die Commerzbank nicht länger Geschäfte außerhalb der Bilanz tätigen und durch Geschäftstätigkeit mit Steueroasen in krimineller Weise zur Steuerhinterziehung beitragen könne.

"Darüber kann der Staat die Kreditversorgung der Wirtschaft sicherstellen und dafür sorgen, dass die Zinssenkungen der Zentralbank an die Kunden weitergegeben werden", so Lafontaine.

Die Commerzbank schloss das erste Quartal deutlich schlechter ab, als Analysten erwartet haben. Ein Vergleich mit dem Vorjahresquartal ist nach dem Zukauf der Dresdner Bank schwierig. Die damaligen Ergebnisse der Dresdner eingerechnet wäre man Anfang 2008 auf einen Proforma-Gewinn von 236 Millionen Euro gekommen, teilte die Commerzbank mit.

Das operative Ergebnis lag jetzt bei minus 591 Millionen Euro nach einem Gewinn von 470 Millionen Euro im Vorjahr. Dank der staatlichen Hilfe lag die Kernkapitalquote bei 10,2 Prozent.

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