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Bundespräsident Christian Wulff auf Abwägen

Wulff Affäre - neue Einsichten?

Bundespräsident Christian Wulff ist nicht gerade dafür bekannt durch Redebeiträge aufzufallen. Lediglich zu Beginn seiner Amtszeit, als er zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2010 davon sprach, dass der Islam genauso wie das Juden- und Christentum zu Deutschland gehören würde, erregte er gewisses Aufsehen. Ansonsten glänzte er eher durch Abwesenheit im Rahmen seiner unzähligen Reisen.

Sicherlich gehören repräsentative Empfänge im Ausland zu den Hauptaufgaben eines Bundespräsidenten, allerdings obliegt ihm auch die Macht des Wortes. Ein Mann des großen Wortes wird er wohl nicht mehr werden. Mittlerweile macht er fast nur noch durch Verfehlungen auf sich aufmerksam.

Wie nun bekannt wurde, hat Wulff sowohl bei der Bildzeitung als auch bei der Welt am Sonntag versucht Berichterstattungen über seine Person massiv zu verhindern. Dabei hat Wulff selbst vorgegeben die Pressefreiheit wertzuschätzen und diese als ein hohes Gut bezeichnet. Hier scheinen sein eigener Anspruch und die Wirklichkeit weit auseinander zu klaffen. Ein Bundespräsident der versucht Berichterstattungen auf diese Art und Weise - von Drohanrufen beim Chefredakteur der Bildzeitung ist die Rede - zu unterbinden ist untragbar geworden.

Wulff, der bereits in der Debatte über die Bezahlung von Managern überhaupt kein Geschichtsbewusstsein bewies und damals von einer Pogromstimmung gegen Führungseliten sprach, sollte endlich zurücktreten. Das Amt des Bundespräsidenten obliegt jemandem, der allgemein anerkannt werden kann und sich auch entsprechend verhält. Wulff gehört zweifelsohne nicht zu diesen Menschen. Ein Rücktritt besser heute als morgen ist die einzige Konsequenz für sein Fehlverhalten.

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