Krankenkassen sollen Zahnreparaturen nicht mehr bezahlen

Zahnärzte-Forderung

Deutschlands Zahnärzte fordern von der Bundesregierung eine radikale Reform des Gesundheitswesens mit deutlich höherer Kostenbeteiligung der Patienten. "Zahnreparaturen sollten künftig nicht mehr vollständig als Pflichtleistungen von der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt werden", sagte der Vorsitzende der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung, Karl Horst Schirbort, der "Berliner Zeitung" (Mittwochausgabe). Das vorhandene Geld müsse stärker auf die Gesundheitsvorsorge konzentriert werden. Es sei nicht Aufgabe der Versichertengemeinschaft, für selbst verursachte Zahnschäden aufzukommen.

Als Beispiel für mehr Eigenvorsorge nannte Schirbort die Finanzierung des Zahnersatzes. Derzeit werden bis zu 60 Prozent der Kosten von den Kassen übernommen. Die Zahnärzte können sich vorstellen, dass dieser Anteil deutlich abgesenkt und "auf Dauer ganz aus dem Leistungskatalog gestrichen wird".