Wie amnesty international für DDR-Häftlinge kämpfte

Ausstellung

Eine Ausstellung über die "Arbeit von amnesty international für die Menschenrechte in der DDR" ist ab heute in Berlin zu sehen. Die Schau im Haus der Demokratie und Menschenrechte in Prenzlauer Berg ist nach Veranstalterangaben ein Ergebnis mehrjähriger Recherchen der Berliner Politologin Anja Mihr. Sie dokumentiert die Möglichkeiten, welche die Menschenrechtsorganisation nutzte, um Druck auf die SED-Führung auszuüben.

In der DDR konnte die Menschenrechtsorganisation nicht arbeiten. Amnesty international galt den Machthabern als "Feindorganisation". Weltweit engagierten sich Gruppen von amnesty international aus 30 Ländern für die politischen Gefangenen in der DDR. Tausende ai-Mitglieder sandten bis 1989 über 50.000 Briefe und Appelle an die staatlichen Stellen in der DDR. Darüber hinaus organisierten die Menschenrechtskämpfer in vielen Orten des Auslandes Aktionen zugunsten der politischen Gefangenen des DDR-Regimes. Insgesamt betreute amnesty international rund 2.100 politische Häftlinge in Ostdeutschland.

Zu der Ausstellung gehören insgesamt 28 Tafeln sowie gefilmte Interviews mit Opfern der SED-Diktatur. Die Schau wird bis 28. Juni in Berlin zu sehen sein. Danach wird sie in Potsdam und anderen ostdeutschen Städten gezeigt.

Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin, Tram 2, 3, 4, Bus 200, Mo - Fr 9:00 - 20:00