Ministerpräsident Gabriel für neuen Anlauf

Tarifgespräche bei VW

Nach dem Scheitern der Tarifgespräche beim Autohersteller Volkswagen fordert der niedersächsische Ministerpräsident Sigmar Gabriel (SPD) einen neuen Anlauf. "VW und IG Metall sollten ihre Spielräume ausloten, dann wären neue Gespräche nach einem bestimmten Zeitraum sinnvoll", sagte Gabriel in einem Interview der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse" vom Mittwoch.

Er erwarte von VW Nachbesserungen in zwei Punkten. So müsse geprüft werden, ob für das neue Tarifmodell ein Lohnniveau möglich sei, dass die sonst in der niedersächsischen Metall- und Elektroindustrie gezahlten Löhne und Gehälter nicht "deutlich unterschreitet". Bei der Frage der wöchentlichen Arbeitszeit sollten zudem Lösungen gefunden werden, die nicht den Eindruck erwecken, "man wolle in Deutschland zurück zur 40-Stunden-Woche und darüber hinaus", sagte Gabriel.

Die Verhandlungen über das neue Tarifmodell von Volkswagen waren am Montagabend gescheitert. Darin sollten über 5.000 Arbeitsplätze in einem neuen Wolfsburger Werk für ein jeweiliges Monatsbruttogehalt von 5.000 Mark geschaffen werden.