Kölner Christopher Street Day zur Homo-Ehe

Am Wochenende

Die Forderung nach der staatlichen Anerkennung für homosexuelle Lebensgemeinschaften steht im Mittelpunkt des diesjährigen "Christopher Street Day" (CSD) in Köln. Am Wochenende werden über 350.000 Teilnehmer zu dem schwul-lesbischen Straßenfest in der Kölner Altstadt erwartet, wie die Organisatoren am Montag mitteilten. Auf mehrere Bühnen soll es ein 18-stündiges Show- und Diskussionsprogramm geben. Das Veranstaltungsmotto "Im Namen des Volkes: Traut Euch" soll ein Plädoyer für das Gesetz zur Eintragung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften sein. Gleichzeitig wollen die Teilnehmer gegen Bestrebungen protestieren, dieses Gesetz vom Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe kippen zu lassen.

Höhepunkt des 11. Kölner CSD wird die Parade sein, die ab Sonntagmittag durch die Domstadt ziehen soll. Für den rund 4,5 Kilometer langen Umzug haben sich rund 120 Wagen und über 100 Fußgruppen angemeldet. Die Organisatoren rechnen mit bis zu 750.000 Zuschauern entlang der Wegstrecke. Der Kölner CSD ist nach Angaben seiner Veranstalter "die größte schwul-lesbische Demonstration in Deutschland".