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Verheerende Situation in Ramallah

Kirchenverbände: Verheerende Situation in Ramallah

Ramallah ist eine Stadt im zentralen Westjordanland, etwa 10 Kilometer nördlich von Jerusalem gelegen. Sie fungiert als de facto Verwaltungshauptstadt der Palästinensischen Autonomiegebiete, obwohl der endgültige Status der Stadt ein zentraler Streitpunkt im israelisch-palästinensischen Konflikt ist. Ramallah hat eine lebendige Kulturszene mit Theatern, Kunstgalerien und Musikveranstaltungen. Außerdem beherbergt sie mehrere internationale Organisationen und diplomatische Missionen. Die Fläche von Ramallah beträgt ungefähr 16 Quadratkilometer, und die Bevölkerungszahl liegt je nach Quelle zwischen 27.000 und 40.000 Einwohnern.

Ist Ramallah die Hauptstadt von Palästina?

Ramallah ist die de facto Verwaltungshauptstadt der Palästinensischen Autonomiegebiete. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass der endgültige Status von Ramallah und die Frage, ob sie offiziell als Hauptstadt Palästinas anerkannt wird, ein zentraler Streitpunkt im israelisch-palästinensischen Konflikt sind. Viele Palästinenser betrachten Jerusalem als die Hauptstadt ihres zukünftigen Staates, während Israel Jerusalem als seine unteilbare Hauptstadt betrachtet.

Was befeutet Ramallah

Der Name "Ramallah" stammt aus dem Arabischen. Es wird angenommen, dass er aus zwei Wörtern besteht: "Rām" und "Allāh". "Rām" könnte sich auf einen Ort oder eine Höhle beziehen, während "Allāh" das arabische Wort für Gott ist. Insgesamt könnte "Ramallah" also "Höhe Gottes" oder "Höhe Allahs" bedeuten, wobei die genaue Bedeutung umstritten ist.

Wie hieß Palästina früher?

Palästina war historisch ein Gebiet, das verschiedene Namen und Bezeichnungen hatte, abhängig von den verschiedenen Herrschaften und Perioden der Geschichte. In der Antike wurde es oft als "Kanaan" bezeichnet. Unter römischer Herrschaft wurde es als "Provincia Syria Palaestina" bekannt, was auf die Philister zurückzuführen ist, eine der antiken Völker, die in der Region lebten. Im Laufe der Geschichte wurden verschiedene Namen verwendet, einschließlich "Filastin" in arabischer Sprache und "Palestina" in europäischen Sprachen.

Wer lebt in Ramallah?

In Ramallah leben hauptsächlich Palästinenser, sowohl Muslime als auch Christen. Es ist eine multikulturelle Stadt, die eine Vielzahl von Menschen aus verschiedenen Regionen und Hintergründen beherbergt. Neben den Einheimischen beherbergt Ramallah auch eine beträchtliche Anzahl von internationalen Arbeitnehmern, Diplomaten und Mitarbeiter von Nichtregierungsorganisationen, die in der Stadt tätig sind.

Kirchenvertreter aus <a href="/tags/israel/">Israel</a> und Palästina klagen über Gewalt gegen Zivilisten beim Vorgehen der israelischen. George Kopti, Priester der Anglikanischen Gemeinde in Ramallah berichtete, dass viele Menschen in Ramallah kein Wasser und keine Elektrizität mehr hätten. Generell gelte eine Ausgangssperre für alle Menschen. Deswegen könne das staatliche Krankenhaus die Toten nicht beerdigen. Er selbst sei zu einer Beerdigung gerufen worden, hätte aber sein Haus nicht verlassen dürfen.

Außerdem komme es immer wieder zu entwürdigenden Szenen. Junge unbewaffnete Palästinesner müssten sich inströmendem Regen ausziehen und durchsuchen lassen, berichtete Kopti. Dr. Sumaya Farhat-Naser, Professorin der Birzeit-Universität bei Ramallah berichtete, dass israelische Soldaten den palästinensischen Sender "Watan" besetzt hätten und über seinen Kanal pornografische Filme ausgestrahlt hätten.

Bischof Riah Abu El Assal von der Anglikanischen Kirche in Jerusalem und dem Mittleren Osten berichtete in einem Brief von einer amerikanishe Bürgerin von Ramallah, Stephanie Koury. Sie sei von zehn Soldaten, die ihr Haus durchsuchten, grundlos gedemütigt worden. Sie hätten die letzten Lebensmittel aufgegessen und von ihr verlangt, sie zu massieren. Einen Nachbarjungen hätten sie in die Knie gezwungen und ihm ein Gewehr gegen den Kopf gerichtet. Als sie das Haus verliessen, hätten sie ihr Auto mit dem Panzer zerstört. Bischof El-Assal berichtete weiter, dass er sich am Ostermontag vergeblich bemüht habe als Vermittler nach Ramallah zu gelangen.

Der Prior der Benediktinerabtei Hagia Maria Sion in Jerusalem, Thomas Geyer, ruft alle Kirchen in Jerusalem zu einem Friedensläuten auf. Angesichts der steigenden Gewalt könne man nicht länger schweigen.

Olivenproduktion Ramallah

Die Olivenproduktion in Ramallah und im Westjordanland insgesamt ist eine bedeutende wirtschaftliche Aktivität. Die Region ist für ihre hochwertigen Oliven und Olivenöl bekannt. Olivenbäume sind ein charakteristisches Merkmal der Landschaft und spielen eine wichtige Rolle im agrarischen Sektor. Die Erntezeit der Oliven, die im Herbst stattfindet, ist ein wichtiger Zeitpunkt im Jahreskalender vieler Bauern in Ramallah und Umgebung. Die Oliven werden entweder zur Ölgewinnung oder zum Verzehr verwendet, und die Olivenölproduktion ist ein wichtiger Wirtschaftszweig, der sowohl für den lokalen Verbrauch als auch für den Export von Bedeutung ist.

Am 03. Apr. 2002 unter:

welt-online

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