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NABU schlägt neuen Ökobonus zur Eindämmung des Flächenverbrauchs vor

Wohnraum in bestehenden Siedlungen muss gefördert werden

Im Zuge der Diskussionen um eine Reform der Eigenheimzulage hat der Naturschutzbund NABU einen Ökobonus für die Förderung neuen Wohneigentums in bestehenden Siedlungsgrenzen vorgeschlagen. "Die bisherige Förderung von Eigenheimen hat einerseits zu einer dramatischen Zersiedelung und zu Wohnungsleerstand andererseits geführt. Jetzt gilt es die richtigen Signale für eine zukunftsfähige Bauförderung zu setzen", sagt NABU-Präsident Jochen Flasbarth. Ein städtebaulicher Ökobonus in einer Höhe von 500 Euro pro Jahr wie ihn der NABU empfehle könnte neben dem bereits bestehenden Ökobonus für energiesparende Bauweisen hierfür die richtigen Akzente setzen.

Nach den Vorstellungen des NABU würden Neubauten den Bonus erhalten, wenn sie entweder nach rechtskräftigen Bebauungsplänen bereits vor dem 1.1.2003 zulässig waren oder wenn sie in bereits bebauten Gebieten entstehen. Auch die Berücksichtigung von Vorhaben, die der Erschließung eines Gebietes innerhalb bebauter Ortsteile dienen, könnte zur effizienteren Nutzung von Flächen beitragen und sollten entsprechend gefördert werden: "Neubauten auf größeren innerstädtischen Industriebrachen könnten auf diese Weise gefördert werden, wohingegen der Neubau auf noch unerschlossenem Gebiet am Stadt- oder Dorfrand keinen Ökobonus erhalten würde", so Flasbarth. Analog sollte der Ökobonus für den Erwerb von Altbauten gezahlt werden, die entweder vor dem 1.1.2003 fertiggestellt oder im Siedlungsinnenbereich gebaut wurden.

Der NABU betont, dass innerhalb der heutigen Siedlungsgrenzen ausreichend Bebauungspotenziale und Wohnflächen existieren. Für einen ungebremsten Flächenverbrauch, der täglich rund 130 Hektar schlucke, gäbe es keine Rechtfertigung mehr. "Zahlreiche Indizien sprechen dafür, dass eine stärkere Konzentration bei den Bautätigkeiten auf Umbau und Sanierungen des Bestandes gegenüber Neubauten auch Vorteile für die Bauwirtschaft und die Arbeitsplätze der Branche bringt", so Falsbarth.