Unterwegs für die Liebe - Amphibienschutz durch Autofahrer gefragt

Tierschutz

Die erste Regennacht nach den Hoch-Helga-Tagen ist der Startschuss für Frosch und Kröte zur Liebesmarsch. Die Amphibien wandern zu Tausenden von ihren Winterquartieren zu den Laichgewässern, überqueren dabei verkehrsreiche Straßen und passieren Gärten. Ein Drittel der Tiere kommt dabei ums Leben - viele durch Verkehrsunfälle. Aber auch Bordsteinkanten und Straßengullys werden, genau wie Kellerschächte zu tödlichen Fallen für die liebeshungrigen Lurche.

Weil das jährliche Millionensterben Frosch, Kröte, Salamander und Molch an den Rand des Aussterbens gebracht hat, bitten Naturschützer alle Autofahrer, vor allem in den Dämmerungs- und Nachtstunden durch die "Wandergebiete" der Lurche im Schritttempo zu fahren. In den Startlöchern sitzen außerdem überall im Land die ehrenamtlichen Naturschützer. Sie werden abends an den Amphibienschutzzäunen die Tiere einsammeln, um sie sicher über die Straße zu bringen.

Die Zeitschrift "Herz für Tiere" bittet um Hilfe für die bedrohten Amphibien. So könnten sich Bürger bei einem örtlichen Naturschutzverband als Helfer für die Betreuung der Krötenzäune melden, Autofahrer die Warnschilder zur Krötenwanderung beachten - runter vom Gas hilft Leben retten. Am besten sie meiden Straßen, wo Kröten kreuzen. Gartenbesitzer und Spaziergänger sollten weder die erwachsenen Tiere noch ihren Laich oder Larven entführen und Kröte und Co in Ihrem Garten Aufstiegschancen zum Beispiel über Zäune geben.