Am 10. Mai wird der WWF Deutschland 40 Jahre alt

40 Jahre WWF

Am 10. Mai 1963 wurde der WWF in der damaligen Bundeshauptstadt Bonn gegründet - zwei Jahre nachdem die Mutterorganisation WWF International in der Schweiz ins Leben gerufen worden war. Zu den Gründungsvätern zählten unter anderem Bundestagspräsident Eugen Gerstenmaier, Bernhard Grzimek und der spätere Ministerpräsident und Bundesverteidigungsminister Gerhard Stoltenberg. Seit vier Jahrzehnten setzen sich die Umweltschützer des WWF überall auf der Welt für die Rettung bedrohter Tiere, Pflanzen und ihrer Lebensräume ein. Häufig mit Erfolg: "Wir freuen uns, dass wir unseren Geburtstag mit einst vom Aussterben bedrohten Elefanten, Nashörnern, Orang-Utans, Walen, Eisbären, Ringelgänsen und Meeresschildkröten feiern können", so WWF-Geschäftsführer Dr. Peter Prokosch.

Auch wenn die Freude groß ist, werde man auf spezielle Feierlichkeiten verzichten. Nicht jedoch auf Wünsche: "Das Wattenmeer, die Galapagosinseln und der zentralafrikanische Regenwald sind dank unseres Einsatzes bislang vor der Zerstörung bewahrt worden. Zum Geburtstag wünschen wir uns, dass es auch beim nächsten WWF-Jubiläum wieder reichlich Anlass zum Feiern gibt. Damit das eintrifft, engagieren wir uns unter anderem verstärkt in der Rettung der indonesischen Regenwälder", blickt Prokosch hoffnungsvoll in die Zukunft.

In seinem Jubiläumsjahr präsentiert der WWF im Internet die wichtigsten Erfolge aus vier Jahrzehnten Umweltschutz. Jede Woche wird ein anderes Naturschutzprojekt vorgestellt. Bis zum Ende dieses Jahres wird sich der Bogen über vierzig Jahre spannen: von der Gründerzeit des WWF, als die Naturschutzpioniere in Gummistiefeln zum Beispiel die Seeadler vor dem Aussterben bewahrten, bis heute. Pünktlich zum Geburtstag kann man hier ab sofort alles über die bisherigen Bemühungen zum Schutz des WWF-Wappentieres, dem Großen Panda, erfahren.

Insgesamt investierte der WWF Deutschland bis heute 200 Millionen Euro in rund 2.100 Naturschutzprojekte im In- und Ausland. Mittlerweile wurde aus einer reinen Spendenorganisation ein professioneller "Anwalt der Natur", der in seinen "Kanzleien" in Frankfurt, Berlin, Rastatt, Bremen, Mölln, Husum und Stralsund rund hundert hauptamtliche Mitarbeiter beschäftigt. Unterstützt werden diese von ehrenamtlichen

Aktiven und 243.000 Förderern. Sie alle kämpfen für den Erhalt von Meeren, Küsten, Flüssen, Auen und Wäldern und vertreten die Interessen der Umwelt in der Öffentlichkeit, bei nationalen und internationalen Konferenzen oder in den Büros von Politikern und Unternehmern.