Robin Wood gibt Tipps zum Gartenmöbelkauf

Finger weg vom Tropenholz

Etliche Geschäfte bieten auch in diesem Jahr wieder Gartenmöbel aus Tropenholz an, für die Regenwälder zerstört werden. Die Umweltschutzorganisation Robin Wood rät allen VerbraucherInnen, sich nicht von leeren Öko-Versprechen wie "aus kontrollierter Forstwirtschaft" blenden zu lassen und Raubbau-Möbel konsequent zu meiden. "VerbraucherInnen raten wir, FSC-zertifizierte Möbel aus heimischen Hölzern zu kaufen. Tropenholz ist immer zweite Wahl und allenfalls mit FSC-Siegel akzeptabel", sagt Peter Gerhardt, Tropenwaldreferent bei Robin Wood.

Der FSC (Forest Stewardship Council) zertifiziere weltweit Produkte, die aus akzeptabler Waldwirtschaft stammen und sei das einzig glaubwürdige Siegel für Tropenholz.

Der Handelsriese Wal-Mart verkauft dieses Jahr beispielsweise Möbel aus Bangkirai. Einen glaubwürdigen Nachweis, dass dieses Holz aus unbedenklichen Quellen stammt, hat, so Robin Wood, der Konzern auch nach mehrmaligen Aufforderungen nicht vorgelegt. Der Discounter Plus eröffnete das Frühjahr mit einer Gartenbank aus Meranti. Bangkirai und Meranti kommen aus den Naturwäldern Südostasiens, die in atemberaubenden Tempo vernichtet werden.

Wer sich umfassend informieren möchte, kann das neu aufgelegte und überarbeitete Faltblatt "Keine Gartenmöbel aus Tropenholz" bei Robin Wood anfordern. Darin werden die Hintergründe der Waldzerstörung erläutert und praktische Tipps gegeben, was jeder selbst tun kann. Mit seiner Gartenmöbelkampagne ist es Robin Wood gelungen, viele Baumärkte, Fachgeschäfte und Kaufhäuser zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Tropenholz zu drängen. Praktiker, IKEA, Tchibo, Kaufhof, Real und andere verfolgen nach Robin Wood-Aktionen nun eine bessere Tropenholzpolitik.