Kampagne "Fairness für Kinder" gestartet

Fairer Handel

Heute startet die bundesweite Kampagne "Fairness für Kinder". Sie wurde ins Leben gerufen von Aktion Weißes Friedensband. Die Schirmherrin der Kampagne, Bärbel Höhn, Ministerin für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein- Westfalen betonte: "Diese Kampagne ist ganz wichtig, weil sie sich an die Kinder und Jugendlichen wendet und sie zum Handeln animiert."

Die Kampagne verbindet das Thema Kinderarbeit mit dem Fairen Handel. Schülerinnen und Schüler werden aufgerufen, Botschafter eines Projektes gegen Kinderarbeit und Förderer des Fairen Handels zu sein. Zehn Organisationen stellen je ein Projekt gegen Kinderarbeit vor, von denen sich die Jugendlichen eines aussuchen können. Sie erhalten eine Unterschriftenliste und sprechen damit Erwachsene an: Diese sollen den Jugendlichen unterschreiben, in Zukunft zwei fair gehandelte Produkte im Monat zu kaufen. Die Erwachsenen geben mit ihrer Unterschrift einen Euro für das Projekt des Jugendlichen.

Aktion Weißes Friedensband möchte Jugendliche dazu anregen, selbst solche Ideen umzusetzen. Sie bietet Lehrerinnen und Lehrern Informationsmaterial, Unterrichtsvorschläge und Kontakte zu Referenten an. Gemeinsam mit den wichtigsten Fachorganisationen zu Kinderarbeit und Fairem Handel spricht Aktion Weißes Friedensband ab sofort Schulen an, sich zu beteiligen.

Auch Berliner Jugendliche engagieren sich für den fairen Handel. Teilnehmer des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) in Berlin haben eine Plakette entwickelt, mit der Cafés und Kneipen in Berlin ausgezeichnet werden, die faire Produkte anbieten. Diese Plakette soll den Verbrauchern als Orientierungshilfe dienen und es ihnen erleichtern, sich für faire Produkte zu entscheiden. Am Samstag, dem 8. Mai, findet eine Fahrradtour durch Berlin statt in deren Rahmen die Plaketten verliehen werden sollen. Treffpunkt dafür ist um 14:30 Uhr auf dem Boxhagener Platz in Berlin - Friedrichshain.