Stefan Frischauf aus Indien

Indien: Der Yamuna - Klagelied auf einen Fluss

Über 1500 crore (etwa 300 Mio. US D) verbraten und nicht ein klarer Tropfen zu sehen. ATUL CHAURASIA vom indischen Nachrichtenmagazin TEHELKA (1) reist 600 km entlang des Yamuna und findet den Fluss an jeder Kehre sterbend vor. In Mathura liegen unzählige Gesänge in der Luft über Lord Krishnas Beziehungen mit seinen Gefährtinnen und dem Yamuna. Ein Blick auf den Fluss heute lässt Zweifel aufkommen, ob da noch irgendetwas übrig ist von ihm und von diesen Liedern. Stattdessen ist es der Masani Nullah – der Hauptdrain, der bald 50 % der Abwässer der Stadt entlässt, der sofort ins Auge fällt.

BUND fordert

„Fracking“ verbieten – Bergrecht reformieren!

BUND fordert generelles Verbot von Fracking. Die geplante Regelung über das Landeswassergesetz reicht nicht aus. Landesregierung soll auch Initiativen für Reform des undemokratischen Bergrechtes unternehmen. Die von der rheinland-pfälzischen Umweltministerin Ulrike Höfken angekündigte Regelung der Schiefergasförderung durch hydraulische Fraktionierung, sog. „Fracking“, über das Landeswassergesetz reicht dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Rheinland-Pfalz nicht aus. "Fracking ist eine Risikotechnologie, die wir nicht brauchen und auch nicht wollen", stellt der BUND Landesvorsitzende Harry Neumann fest. "Deshalb muss sie verboten werden, so wie bereits auch schon in `Frankreich `_ oder Bulgarien.“ Außerdem unterlaufe sie ein notwendiges Umdenken in unserem Ressourcen- und Konsumverhalten.

Urgewald *** FIAN *** Dachverband der Kritischen AktionärInnen

E.ONs Klimasorgen scheinheilig

Anlässlich der morgigen Hauptversammlung von E.ON kritisieren urgewald, FIAN und der Dachverband der Kritischen Aktionäre, dass E.ONs öffentlich zur Schau getragene Klimasorgen scheinheilig und aufgesetzt sind. „Während Johannes Teyssen in Interviews das Versagen der EU-Klimapolitik kritisiert, setzt E.ON auf neue Märkte in Brasilien, Russland und der Türkei, wo es um den Ausbau der Kohleverstromung geht. Dabei ist Kohle der klimaschädlichste Energieträger“, sagt Heffa Schücking, Geschäftsführerin der Umweltorganisation urgewald.

Ein halbes Jahr Energie-Checks

Energieberatung der Verbraucherzentrale Sachsen zieht positive Bilanz

Nach der Einführung im Herbst 2012 feiern die Energie-Checks nun ihr halbjähriges Bestehen. Seither können Ratsuchende, die sich einen ersten Überblick über ihre Einsparpotenziale verschaffen wollen, zwischen einem Basis-, Gebäude- oder Brennwert-Check wählen. Grund genug, um ein Zwischenfazit zu ziehen. Dr. Christiane Dudda, Projektleiterin der Energieberatung im Verbraucherzentrale Bundesverband, ist sehr zufrieden mit der bisherigen Entwicklung der Energie-Checks: „Die Energiewende und steigende Energiekosten führen zu einem wachsenden Interesse an Energieberatungen. Dass die Energie-Checks genau diese Nachfrage bedienen, zeichnet sich erfreulicherweise in den hohen Beratungszahlen ab. Unser Angebot eignet sich insbesondere für ‚Energiespar-Einsteiger‘, die ihren Beitrag zur Energiewende leisten wollen, aber nicht wissen wie.“

IG BAU fordert Umkehr in der Sozialpolitik und europaweite Solidarität

1. Mai 2013: Mehr soziale Gerechtigkeit

tag der arbeit 2013Anlässlich des Tags der Arbeit fordert die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) ein Ende der Umverteilung von unten nach oben. Geldanleger mit Mega-Vermögen, genannt Märkte, nutzen die Krise und treiben die Politiker vor sich her. „Die angebliche Eurorettung durch Kaputtsparen und massive Kürzungen von Renten und Sozialleistungen ist ein Irrweg“, sagte der IG BAU-Bundesvorsitzende Klaus Wiesehügel auf der 1. Mai-Kundgebung in Solingen. „Solche Politik schadet den Menschen. Aber wir haben immer noch das Wahlrecht und können wählen, wen und was wir richtig finden – egal, was die Märkte davon halten.“

Bärlauch, Löwenzahn und Thymian:

Kräuter-Touren auf den Top Trails

Sie geben vielen Gerichten eine besondere Note und sind noch dazu oft sehr gesund: die Wildkräuter. Gerade im Frühling findet man zahlreiche Sorten, die in der Küche oder als Heilpflanzen verwendet werden. Die deutschen Spitzenwanderwege bieten jetzt spezielle Touren an, bei denen Wanderer alles über Kräuter & Co erfahren. Am Rothaarsteig gibt es von April bis Oktober gleich mehrere Führungen zum Thema. Je nach Jahreszeit finden die Teilnehmer hier die passenden Pflanzen für raffinierte Rezepte oder die Hausapotheke. Sie lernen die Gewächse von anderen zu unterscheiden und alles zur Lagerung oder Trocknung. (1)

EU-Verbot bienenschädigender Pestizide überfällig

Bienensterben: „Vollständiges Verbot gefährlicher Pestizide überfällig!“

bienensterben durch Einsatz von PestizidenDie Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten hat sich heute für ein Teil-Verbot von drei umstrittenen Pestiziden ausgesprochen. 15 EU-Länder, darunter auch Deutschland, stimmten in Brüssel für den Vorschlag der EU-Kommission. Zwei der Wirkstoffe, Imidacloprid und Clothianidin, werden von Bayer CropScience produziert. Hierzu erklärt Philipp Mimkes von der Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG): „BAYER-Chef Marijn Dekkers hat noch am Freitag geleugnet, dass Pestizide für den Rückgang der Bienenpopulationen in aller Welt mitverantwortlich sind.

Arbeitslosenzahl im April 2013 wieder gesunken

Gerd Bosbach: Arbeitslosenzahl sinkt im Mai 2013 weiter

Arbeitslosenzahl Mai 2013Auch ich bin kein Prophet und habe keine Vorabergebnisse aus Nürnberg. Trotzdem bin ich mir sicher. Und genauso sicher bin ich mir, dass eine ganze Reihe von Medien in diesem Stil titeln werden. Woher die Sicherheit der Vorhersage? Die Arbeitslosenzahlen sind seit der Wiedervereinigung in jedem April im Vergleich zum März des gleichen Jahres gesunken. Das Gleiche gilt für den Mai im Verhältnis zum April. Viele wissen, dass das der übliche Frühjahrsaufschwung ist. Die Meldung „Arbeitslosenzahl im April wieder gesunken“ besagt also gar nichts über die längerfristige Entwicklung der Arbeitslosigkeit. Der schnelle Konsument kann aber genau das aus der Überschrift vermuten, von einem Aufschwung träumen und das der Wirtschaftspolitik der Regierung positiv zuschreiben. Vor allem, wenn dieses Absinken in den Monaten März, April, Mai und aller Voraussicht nach für den Juni verkündet wird.

Thomas Müller Experte für Telefonmarketing

Telefontraining - Das Monitoring ist wichtig

auch beim Telefontraining ist Monitoring wichtigViele Unternehmen haben intensiv Kontakt mit ihren Kunden über das Telefon. Ob Inbound oder Outbound, bei jedem Gespräch prägen die Mitarbeiter das Image der Firma. Im intensiven telefonischen Kontakt mit den Kunden schlummern große Potenziale. Um diese zu nutzen und eine hohe Kundenzufriedenheit zu erreichen, eine starke Motivation der Mitarbeitenden aufzubauen und den gewünschten Erfolg für das Unternehmen zu generieren, ist ein kontinuierliches Training, Coaching und ein umfassendes Controlling notwendig. Für die Führung ist die große Herausforderung, die richtigen Ziele und die richtigen Maßnahmen zu definieren. Doch was dient als Grundlage für diese Entscheidungen? Die Mitarbeiter, die Kunden und die Gespräche sind individuell. Oft fehlt ein umfassendes Monitoring um Telefontrainings und Maßnahmen nachhaltig auszuwerten.

BUND Rheinland-Pfalz

BUND Rheinland-Pfalz: 40 Jahre Engagement für eine nachhaltige Gesellschaft

bund 40 jahre engagement Am vergangenen Wochenende feierte der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Landesverband Rheinland-Pfalz sein 40-jähriges Bestehen. Etwa 180 BUND-Aktive und geladene Gäste blickten auf die Geschichte des Landesverbands zurück, diskutierten aber auch die für den Umwelt- und Naturschutzverband aktuellen Themen. Mit dabei die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken, Mitglieder des Landtages und von Parteien, Vertreter und Vertreterinnen aus Behörden sowie von befreundeten Verbänden. Entstanden war der Vorläufer des BUND Rheinland-Pfalz 1973 als Zusammenschluss von Bürgerinitiativen im südlichen Rheinland-Pfalz. Schwerpunkt war damals u. a. der Kampf gegen den Bau einer Ölraffinerie bei Worms. Dieser konnte verhindert werden, wie auch so manches weitere Natur und Landschaft zerstörende Projekt in den vergangenen 40 Jahren, z. B. die Soonwald- und die Pfälzerwald-Autobahn oder die Autobahn durch den Giebelwald.

Achtung - Ihr Risiko können nur Sie abschätzen!

Versicherung: Als freiberufliche Sporttrainer richtig versichert?

Sporttrainer sollten richtig versichert seinDie Vielzahl von Bezeichnungen für Sporttrainer in Verbindung mit der angebotenen Sportart ist nicht einfach, aber auch nicht immer einfach zu versichern. Dabei ist der Versicherungsschutz wichtig. Wer als Trainer keine AGB´s hat, sollte sich solche zulegen und darin klar benennen, dass sportübliche Verletzungen in der angebotenen Sportart ausgeschlossen sind. Und dennoch hat in einem Schadenfall der "Kunde" das Recht, entgegen der AGB´s seine Ansprüche geltend zu machen. In einem solchen Fall ist es für den Trainer gut zu wissen, über die Haftpflichtversicherung eine Art "Schutzschild" zu haben.

Siggi und Tapsi endlich ohne Zahnschmerzen!

Hamburger Zahnarzt Dr. Loose behandelt Braunbär Siggi

Zahnarzt Dr. Marc Loose un der Braunbär SiggiZahnarzt Dr. Marc Loose hat heute im BÄRENWALD Müritz die Braunbären Siggi und Tapsi in mehrstündigen Operationen behandelt. Im Gepäck hatte der Leiter einer Hamburger Zahnarztpraxis seine mobile Praxis: Bohrer, speziell für die Tiere angefertigte Feilen, chirurgische Instrumente und ein mobiles Röntgengerät. Durch Praxiserfahrungen im In- und Ausland ist Dr. Loose einer der wenigen Spezialisten auf dem Gebiet der Wildtierzahnmedizin. Braunbärin Tapsi lebt seit Juni 2012 im BÄRENWALD – vorher wurde sie im Tierpark Klötze in einem 150 Quadratmeter kleinen Käfig mit Betonboden gehalten. Siggi zog im September 2012 aus einem winzigen Gehege im Wildgehege Hellenthal in das Bärenschutzzentrum um. Der BÄRENWALD Müritz ist ein Projekt der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN. Hier können die Braunbären Instinkte wiederentdecken und ihr natürliches Verhalten ausleben – umherstreifen, sich zurückziehen, Höhlen graben oder im Teich baden.

Kampf gegen NPD und rechte Gesinnung stärken und nicht verfolgen II

Wolfgang Ferner - Solidarität mit Wolfgang Huste

Der Erste Strafsenat des Oberlandesgerichts Koblenz hat gestern auf Grund der Revision der Staatsanwaltschaft Koblenz den Freispruch des Landgerichts aufgehoben und das Verfahren gegen Wolfgang Huste an das Landgericht Koblenz zur Neuverhandlung zurück verwiesen. Wolfgang Huste, engagiertes Mitglied der LINKEN im Kreisverband Ahrweiler und bekannter Antifaschist, wurde am 20. September 2012 vor dem Landgericht Koblenz vom Vorwurf, eine Straftat begangen zu haben, ohne Einschränkungen freigesprochen. Ihm hat die Staatsanwaltschaft vorgeworfen, eine Straftat begangen zu haben, weil er einen Aufruf zur Blockade eines Neonaziaufmarsches auf seiner privaten Homepage veröffentlicht hatte, wie viele Andere auch, darunter sogar der Oberbürgermister der Stadt Dortmund, wo die besagte Demonstration genehmigt worden war.

VZ-RLP / 25.04.2013

Abnehmen: Vorsicht bei Schlankheitsmitteln aus dem Internet

Die ersten Frühlingstage wecken die Lust, „Ballast“ - auch bei den Pfunden - abzuwerfen. Dies wissen auch die Anbieter von dubiosen Schlankheitsprodukten. Sie bieten von Fettblockern über Enzyme, Appetitzügler, Diät-Kaffees bis hin zu homöopathischen Mitteln eine breite Palette angeblicher Schlankmacher an. Im günstigsten Fall sind diese wirkungslos, aber teuer, im schlimmsten Fall sogar schädlich für den Körper. Unhaltbare Erfolgsversprechen, unrealistische Angaben zur Gewichtsabnahme und wissenschaftlich nicht belegbare Wirkungen sind nach Auffassung der Verbraucherzentrale unseriös und wettbewerbswidrig

Verbrauch und Effizienz entscheidend

Mercedes Benz Actros ist „Green Truck 2013“

Actros ist „Green Truck 2013“ Der Mercedes-Benz Actros 1851 GigaSpace ist das umweltfreundlichste Nutzfahrzeug 2013. Der Euro VI-konforme Lkw überzeugte dabei in seinem ersten Jahr auf der Straße direkt mit seinem geringen Kraftstoffverbrauch, den er bei den unabhängigen Fahrzeugtests im vergangenen Jahr unter Beweis gestellt hat. Dr. Jörg Zürn, Leiter Fahrzeugentwicklung Mercedes-Benz Trucks, anlässlich der Verleihung: „Mit der Auszeichnung des Mercedes-Benz Actros 1851 GigaSpace zum ,Green Truck 2013‘ wurde das Ergebnis unserer Entwicklungs­arbeit mit dem Ziel eines neuen, umweltfreundlichen Lkw bei Erfüllung der Abgasnorm Euro VI von unabhängiger Seite voll und ganz bestätigt. Das zeigt auch, dass der Actros auch noch in zwei weiteren Varianten zu den Top 10 im Umweltranking gehört.“

Pressemitteilung - Gaspreisforum Delmenhorst

Delmenhorst: Streit um den fairen Gaspreis

Im Sommer 2004 machen sich die ersten Delmenhorster auf den Weg, den Verbraucherschutzparagraphen 315 im Bürgerlichen Gesetzbuch auf die Gasrechnung der Stadtwerke Delmenhorst GmbH (SWD) anzuwenden. Sie forderen faire Gaspreise, bis heute. Der Geschäftsführer der SWD glänzt bis heute mit Kunden verprellenden Aktionen. Leider erfüllt auch die Mehrheit der vom Stadtrat entsandten Aufsichtsratsmitglieder der SWD bis heute nicht ihre eigentliche Aufgabe, für die Bürger statt für die Firma (oder richtiger für die Kapriolen des Geschäftsführers) zu stimmen. Die Preise stiegen höher als nach der angeblichen Preisbindung ans Öl zulässig. Die Preiskalkulation blieb geheim.

Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V.

MyDirtyHobby: Verbraucherzentrale warnt vor E-Mails

Vor E-Mails über eine angebliche Mitgliedschaft bei MyDirtyHobby, einem Internetportal für erotische Kontakte, warnt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Derzeit staunen viele Menschen nicht schlecht über Mails mit Rechnung für eine angebliche kostenpflichtige Mitgliedschaft bei diesem Portal. Die Absender drohen damit, ein Inkassobüro oder einen Anwalt einzuschalten, falls die Rechnung nicht bezahlt wird. Als Absender ist häufig „Finanzabteilung MyDirtyHobby“ angegeben.

Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre

BASF-Konzern: Abbau von 350 Arbeitsplätzen in der Region Basel

Bei der Hauptversammlung am Freitag in Mannheim muss sich BASF unbequemen Fragen des Dachverbands der Kritischen Aktionäre, des Gen-ethischen Netzwerks (GeN) und der Schweizer Aktionärinnen für nachhaltiges Wirtschaften (ACTARES) stellen. Die drei Organisationen kritisieren den weltgrößten Chemiekonzern wegen seines Engagements in der Pflanzen-Biotechnologie, wegen massiver Einflussnahme auf politische Prozesse und wegen des Abbaus von 350 Arbeitsplätzen in der Region Basel beim 2008 übernommenen Spezialchemiekonzern Ciba.

Bürgerrechtsorganisation Humanistische Union, vereinigt mit Gustav Heinemann-Initiative

Bundesverfassungsgerichts: Antiterrordateigesetz ist verfassungsgemäß

Die heutige Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum sog. Antiterrordateigesetz (1 BvR 1215/07) attestiert dem Bundesgesetzgeber einmal mehr verfassungswidriges Handeln im Kampf gegen vermeintliche Terroristen. Das Gericht hat mit seiner Entscheidung den Kreis der erfassten Personen, den Austausch besonders sensibler Informationen (aus Telekommunikations-Überwachung und Lauschangriffen) sowie die zugriffsberechtigten Behörden stark begrenzt. Zudem wurden die freie Suche in den Datenbeständen ("Inverssuche") beschränkt, die Sicherheitsbehörden zur Veröffentlichung weiterer Merkmalskataloge der gespeicherten Daten verpflichtet und die Kontrollbefugnisse der Datenschutzbeauftragten gestärkt.

Kontaminierte Lebensmittel und neue Forschungsergebnisse

27 Jahre nach Tschernobyl

Tschernobyl und die FolgenDie atomkritische Ärzteorganisation IPPNW erinnert daran, dass 27 Jahre nach der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl Lebensmittel noch immer mit radioaktivem Cäsium kontaminiert sind. Ausgerechnet in Japan wurden vor kurzem in deutscher Heidelbeermarmelade rund 22 Becquerel Cäsium-137 pro Kilogramm (Bq/kg) gefunden, wie der Informationsdienst „Strahlentelex“ berichtet. Da das kurzlebigere Cäsium-134 nicht enthalten war, ist davon auszugehen, dass es sich in der deutschen Marmelade um Cäsium-137 aus Tschernobyl handelt. Dieses ist mit seiner physikalischen Halbwertszeit von 30 Jahren noch nicht einmal zur Hälfte abgebaut. „In Japan kann die Situation auftreten, dass sich auf dem selben Frühstücksteller Nahrungsmittel befinden, die durch Tschernobyl und durch Fukushima kontaminiert wurden“, so IPPNW-Vorstandsmitglied Dr. Alex Rosen. „Die geltenden Grenzwerte nehmen erhöhte Krebsraten billigend in Kauf. Das Ziehen von ‚sicheren Grenzwerten‘ an sich ist irreführend: Verstrahlung stellt stets ein zusätzliches relatives Gesundheitsrisiko dar.“