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EU verfehlt Ziele für erneuerbare Energien

Deutschland erreicht sein Ziel

Unter den momentanen Rahmenbedingungen wird die EU den Zeitplan zur Umstellung auf erneuerbare Energien nicht schaffen. Dies berichtet das Fraunhofer-Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung (ISI). Geplant war den Anteil erneuerbarer Energien zur Stromerzeugung bis 2010 auf 22 Prozent zu steigern, der Anteils am Primärenergieverbrauch sollte gar auf 12 Prozent erhöht werden. Deutschland werde allerdings unter den derzeitigen Bedingungen sein Ziel erreichen12,5 Prozent seines Stromverbrauches bis 2010 mit erneuerbaren Energien zu decken.

Abwasser der Kanalisation als Energiequelle

Erneuerbare Energien

Nach einer Studie der Bremer Energie-Konsens GmbH ist die Nutzung von Abwasser-Wärme aus der öffentlichen Kanalisation wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll. Die Abwasser-Wärme eigne sich demnach zur Warmwasserbereitung und Beheizung von Gebäuden. Die Energie-Konsens GmbH hatte für die Studie der bisher noch wenig genutzten Energiequelle aus technischer, wirtschaftlicher und ökologischer Sicht das Beispiel der Seestadt Bremerhaven untersucht. Während die Wärmerückgewinnung bei Abwasser im industriellen Bereich bereits zum Einsatz komme, sei das Abwasser der öffentlichen Kanalisation eine bisher ungenutzte Wärmequelle. In der Schweiz gebe es schon seit einigen Jahren Wärmepumpen zur Abwasserwärme-Nutzung, bei der die Wärme zumeist gereinigtem Abwasser entzogen werde.

Europa braucht 20 Prozent Anteil der Erneuerbaren Energien bis 2020

Konferenz für Erneuerbare Energien

Ein zwei Tonnen schweres Rotorblatt einer Windkraftanlage haben Montag Morgen rund 60 Greenpeace-Aktivisten vor das Berliner Congress Center am Alexanderplatz getragen. Damit demonstrieren die Umweltschützer anlässlich der heute beginnenden "EU-Konferenz zur Zukunft der Energiepolitik in Europa" für verbindliche europaweite Ziele für Erneuerbare Energien. Auf Bannern fordern sie: "Europa braucht ein Ziel für saubere Energien! 20 Prozent bis 2020."

Deutschlands größtes Atommüll-Lager in Schwaben genehmigt

Atomenergie

Heute wurden drei weitere - verharmlosend Zwischenlager genannte - Atommüll-Parkplätze genehmigt. In Schwaben das größte Deutschlands, teilt das FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V. mit. RWE und EON hätten sich als Eigentümer des AKW Gundremmingen mit der Genehmigungsbehörde Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) darauf geeinigt, in Gundremmingen vorläufig "nur" 1850 Tonnen abgebrannte Brennelemente zuzulassen. Denn sonst wäre in den ersten Jahren das Grundwasser zu stark aufgewärmt worden. Alle Argumente, wie gefährlich auch neue Atommüll-Lager sind, würden erst mal nicht berücksichtigt.

Europäische Demonstration für erneuerbare Energien und Energiesparen in Paris

Kein neues Atomkraftwerk in Europa!

Die französische Regierung will Anfang 2004 den Neubau eines Atomkraftwerks, des deutsch-französischen "EPR´s", beschließen. Diese Entscheidung ist nicht legitim, weil die "Nationale Debatte über Energiepolitik" welche im Frühjahr 2003 in Frankreich stattfand, auf undemokratischem Weg ohne Bürgerbeteiligung organisiert wurde. Deshalb rufen die unterzeichnenden Organisationen, Verbände, Gewerkschaften und politische Organisationen - rufen zu einer europäischen Demonstration am 17.1.2004 in Paris auf.

Energiemanagement hilft Kommunen beim Sparen und Klima schützen

Energiesparen

Mit 250 Energiebeauftragten aus der gesamten Bundesrepublik, die am 24. und 25. November in der Klima-Bündnis-Stadt Bad Homburg tagen, ist der 9. Deutsche Fachkongress der kommunalen Energiebeauftragten ausgebucht. Im Mittelpunkt des Kongresses, der unter dem Motto "Energiemanagement hilft sparen" steht, sind der gegenseitige Erfahrungs- und Informationsaustausch anhand von erfolgreichen städtischen Klimaschutzprojekten sowie neue technische Entwicklungen bei den erneuerbaren Energien.

Ölrausch im Naturparadies - norwegische Fördertürme vor den Lofoten wären fatal

Energie

Die norwegische Regierung will nach Informationen des WWF vor der Küste der Lofoten nach Öl bohren lassen. Sie ignoriere damit die Warnungen des Norwegischen Meeresforschungsinstituts (Havforskningsinstiuttett) und der Staatlichen Umweltagentur (Statens Forurensnings Tilsyn), die die Regierung beraten. Für den WWF zeichnet sich damit eine "fatale Fehlentscheidung" ab, weil eine "Schatzkammer der Artenvielfalt" wirtschaftlichen Interessen geopfert werde.

Eins abgeschaltet, andere Atomkraftwerke laufen länger

Stade ist vom Netz

Seit Freitag ist in Deutschland ein Atomkraftwerk weniger in Betrieb. Um 8:30 Uhr ging der Meiler in Stade nach über drei Jahrzehnten vom Netz. Während führende Grünen-Politiker in Berlin feierten, sieht der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in der Abschaltung des AKW Stade keinen Grund zum Feiern. Das Ende des Atomkraftwerks Stade sei nicht der Anfang eines echten Atomausstiegs. Die mit dem sogenannten Atomkonsens für Stade vereinbarte noch vorhandene restliche Strommenge in Höhe von rund 5000 Gigawattstunden werde lediglich auf andere Atomkraftwerke übertragen. Das verlängere die Laufzeit dieser anderen risikoreichen Atomanlagen. Die Abschaltung des letzten deutschen AKWs sei erst frühestens 2021 vorgesehen. Der Stade-Betreiber E.On betonte, das Aus für Stade sei allein wirtschaftlichen Gesichtspunkten geschuldet. Atomkraftgegner kritisierten, der Zeitpunkt der Abschaltung solle davon ablenken, dass gerade in dieser Woche ein Castor-Transport mit Atommüll nach Gorleben gebracht worden sei, während die Frage der sicheren Lagerung des über Millionen Jahre strahlenden Abfalls noch völlig ungeklärt ist und ständig neuer Atommüll produziert wird.

Aufruf zum Aktionstag Erneuerbare Energien

5. November

Der Fachverband Biogas ruft dazu auf, am 5. November um 12 Uhr am Brandenburger Tor in Berlin dabei zu sein. Die Biogasbranche wird mit Traktoren, Aktionen und einem Redner vertreten sein. Einige Regionalgruppen des Fachverbandes Biogas haben bereits Initiativen gestartet und werden mit eigenen Bussen nach Berlin fahren. Der Aktionstag wird durch Plakate im Regierungsviertel, Pressekonferenzen und kleinen symbolträchtigen Geschenken an alle Bundestagsabgeordnete flankiert. Es liegen bereits 2.000 feste Zusagen vor; insgesamt werden 5.000 bis 10.000 Teilnehmer.

Neues Internetportal des Bundesumweltministeriums gestartet

Erneuerbare Energien

Was Sie schon immer über Sonne, Wind und Wasser als Energiequelle wissen wollten, finden Sie im Internetportal des Bundesumweltministeriums. Diese Webseite steht mit eng Ziel der Bundesregierung in Verbindung, den Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch bis zum Jahr 2010 zu verdoppeln. Erneuerbare Energien sind für die gesicherte Versorgung mit Energie heute und in Zukunft von unerlässlich. Auf einer eigenen Website soll über aktuelle Entwicklungen im Bereich der erneuerbaren Energieträger wie Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Geothermie informiert werden.

Protest gegen Desinformationsveranstaltung über das AKW in Cattenom

Kernenergie

Anläßlich einer öffentlichen Informationsveranstaltung in Cattenom zum neuen Betriebsgenehmigungsverfahren des Atomkraftwerks, wird die Initiative für Atomausstieg Trier erneut protestieren. Am Freitag, den 10. Oktober ab 19 Uhr werden Vertreter der französischen Atomindustrie Ihre Sicht der Dinge darlegen - ähnlich wie am 2.10.03 in Trier. Die Initiative für Atomausstieg kritisiert diese einseitige Veranstaltung als "Desinformation" und weist auf zahlreiche Studien hin, die die Worte der EDF Lügen strafen.

Proteste gegen weitere Kohlesubventionen

Erneuerbare Energien

Gegen die Pro-Kohle-Politik von Wolfgang Clement (SPD) protestieren seit Donnerstag früh 25 Greenpeace-Aktivisten vor dem Bundeswirtschaftsministerium in Berlin. Mit Kipplastern haben sie zwei mannshohe Berge - einen aus Kohle und einen aus "Steuergeld"-Säcken - in den Eingang des Ministeriums geschüttet. Die Berge zeigen die Verschwendung von Steuergeldern für die Förderung von Kohle. Auf einem Banner fordern die Umweltschützer: "Keine Subventionen für Kohle! Erneuerbare Energien fördern!"

Proteste gegen Atomkraftwerk Cattenom jetzt schicken

Kernenergie

Die Initiative für Atomausstieg (IfAT) protestierte am 2.10.03 anläßlich der nicht-öffentlichen Informationsveranstaltung im Robert Schumannhaus in Trier und fordert zu Einwendungen und Widerstand gegen die Atomindustrie und die vertuschenden Behörden auf. "Unter Ausschluß der Öffentlichkeit soll dieser Atomskandal weiter verschleiert und verschleppt werden" so die Kritik der Initiative für Atomausstieg Trier (IfAT). "Auch mit den bereits bestehenden Einleitungen wird die Mosel radioaktiv verseucht, aus medizinischer Sicht müßten die Grenzwerte bei Null liegen. Bis 15.10.2003 sollen alle besorgten Bürger ihre Einwendungen schicken.

Wirtschaftsminister soll beim Berliner Gipfel in Erneuerbare Energien einsteigen

"Raus aus der Kohle!"

Einen Tag vor dem zweiten Energiegipfel zwischen Bundesregierung und Stromkonzernen protestierten Mittwoch Vormittag 25 Greenpeace-Aktivisten an der Hauptzentrale des größten deutschen Kohle-Stromkonzerns RWE in Essen. Die Umweltschützer schütteten einen großen Kohlehaufen vor die Eingangshalle des Konzerns. Kletterer befestigen an der Fassade ein sechs mal neun Meter großes Banner: "RWE und Clement: Raus aus der Kohle! Energiewende jetzt!

Clement verschweigt 35 Milliarden Subventionen für konventionellen Strom

Energiewirtschaft

Vehement weist die Ökostrombranche Subventionsvorwürfe von Wirtschaftsminister Clement von sich. Johannes Lackmann, Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE): "Die Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz zahlen die deutschen Stromkunden, die den Strom auch verbrauchen. Der Staat zahlt dazu keinen Pfennig. Wenn der deutsche Wirtschaftsminister weiterhin von Subventionen spricht, ist das eher peinlich." Demgegenüber würden die deutsche Steinkohle, aber auch Braunkohle, Gas und Kernenergie aus Steuergeldern weit höher subventioniert als allgemein bekannt.

Modernisierung der Kraftwerke ist Chance für nachhaltige Energienutzung

Energieversorgung

Der Kraftwerksbestand in Deutschland muss in den nächsten Jahren grundlegend erneuert werden, denn viele Kraftwerke sind zu alt, berichtet das Umweltbundesamt (UBA). Damit biete sich die Chance, die Stromversorgung so umzugestalten, dass sie nachhaltig, also dauerhaft umweltgerecht wird. Möglichkeiten dafür zeigt eine neue Veröffentlichung des UBA. Vorrangige Aufgabe dabei ist, den bisher noch steigenden Strombedarf zu senken.

Eckpunkte des neuen Energiegesetzes laut Nabu zukunftsweisend

Erneuerbare Energien

Der Naturschutzbund NABU hat die Eckpunkte des Referentenentwurfs zur Novelle des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) als zukunftsweisend begrüßt. "Der Entwurf bringt neuen Schwung für den Ausbau der erneuerbaren Energien", sagte NABU-Vizepräsident Christian Unselt. Dies gelte insbesondere für die Sparten Biomasse und Geothermie, wo die Vergütungen teilweise angehoben werden sollen.

Deutsche wollen radikales Umlenken im Energiesektor

Erneuerbare Energien

Um Energie zu sparen, sollten nach Meinung der meisten Deutschen radikale Maßnahmen ergriffen werden. 58 Prozent der Frauen und 44 Prozent der Männer sind dafür, einen autofreien Tag pro Woche einzuführen. Das hat eine repräsentative Umfrage des Wissensmagazins P.M. ergeben (Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid, 1.000 Befragte). Zwei Drittel aller Deutschen (65 Prozent) glauben, dass generell nicht genügend nach neuen Energiequellen geforscht wird. 62 Prozent sind davon überzeugt, dass sie selbst viel Energie sparen könnten, ohne sich dabei einschränken zu müssen.

Deutschland setzt weiter auf Solar-Energie

100.000 Dächer-Programm zu Ende

Das deutsche Umweltministerium will auch nach dem Auslaufen des 100.000-Dächer-Programms weiter auf Solarenergie setzen. Der Umweltbundesminister Jürgen Trittin hat am Montag, die bisher größte Photovoltaikanlage Berlins am Lehrter Bahnhof eröffnet, berichtet das Umweltbundesamt. Trittin forderte die Optimierung der Technologie und eine Steigerung der Qualität und Wirkungsgrade der Anlagen. Die von der Deutschen Bahn AG mit finanzieller Unterstützung der EU und der E.ON AG errichtete Photovoltaikanlage am Lehrter Bahnhof wurde auf einer Fläche von rund 1.870 Quadratmetern auf dem Glasdach über den Gleisen integriert und ist auf die Erzeugung von rund 160.000 kWh Strom pro Jahr ausgelegt.

Umweltfreundlichere Anlage zur Reinigung von Altöl entwickelt

Neuer Dienstleistungssektor

Bochumer Forschern ist es gelungen eine kompakte Anlage zur Reinigung von Altöl zu entwickeln. In der Anlage werden Schmutz und der Wertstoff unter Hochdruck mit Hilfe von Propangas voneinander getrennt. Das neu entstandene Produkt diene wieder als Schmiermittel. Das Verfahren sei umweltfreundlicher und wirtschaftlicher als herkömmliche Aufbereitungsmethoden, berichtet die Ruhr-Universität Bochum (RUB). Bei dem Prozess werde das vom Wasser befreite Altöl in einen beheizbaren Behälter gefüllt. Als Lösungsmittel diene Propan, in dem sich die rückzugewinnenden Ölkomponenten lösten, die Verschmutzungen und festen Partikel jedoch nicht.