vcd Nachrichten & Informationen

VCD fordert Ausbau des Intercity-Netzes

"Interregio-Züge abgeschafft"

Statt ICE-Züge aufwändig für die Fahrradmitnahme umzubauen, sollte sich nach Ansicht des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee besser für den Ausbau der Kapazitäten in Intercitys einsetzen. Diese seien bereits auf die Fahrradmitnahme eingerichtet und verkehrten nicht wie der ICE nur zwischen Metropolen sondern hielten auch in kleineren Städten. Der VCD kritisierte den Trend bei der Deutschen Bahn, im Fernverkehr immer stärker auf ICEs zu setzen. Seit 2001 seien die auf die Radmitnahme eingestellten Interregio-Züge schrittweise abgeschafft worden, wodurch Tausende von Fahrradstellplätzen weggefallen seien. Dasselbe wiederhole sich derzeit mit den Intercitys, die immer häufiger durch ICEs ersetzt würden.

VCD berichtet über störende Maut-Flucht

Mehr Güter auf die Schiene

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) berichtet am Donnerstag von "erheblichen" Problemen auf Bundes- Landes- und Kreisstraßen, durch Lkw die Maut-Flucht betreiben. Der VCD verweist dabei auf eine Umfrage, die er Mitte März gestartet hatte. Bürgerinnen und Bürger seien aufgerufen gewesen, Straßen zu melden, auf denen der Lkw-Verkehr stark zugenommen hat, seitdem die Maut auf den Autobahnen eingeführt wurde. Inzwischen seien rund 1.300 Rückmeldungen eingegangen. Diese hätten gezeigt, dass mindestens 35 Bundes- sowie 17 Landes- und Kreisstraßen besonders stark vom Ausweichverkehr betroffen seien. Auf vielen weiteren Straßen hätten sich Menschen durch zusätzlichen Lkw-Verkehr massiv gestört gefühlt. Der VCD forderte die Ausweitung der Lkw-Maut auf das gesamte Straßennetz, um Umgehungen sinnlos zu machen. Außerdem sollten auch Lkw ab 3,5 Tonnen besteuert werden, da sie genauso für Umwelt- und Gesundheitsschäden verantwortlich seien. Nach Ansicht des VCD ist es wesentlich umweltschonender und sinnvoller Güter mit der Bahn zu transportieren.

Gutachten hält Kerosinsteuer auf innerstaatlichen Flügen für rechtlich machbar

Flugverkehr

Auf Einladung des Verkehrsclubs Deutschland e.V. (VCD) hat das Bundesumweltministerium heute erstmalig ein Rechtsgutachten der Öffentlichkeit vorgestellt, das die Möglichkeiten zur Einführung einer Kerosinsteuer auf innerstaatlichen Flügen bewertet. Das von Prof. Dr. Eckhard Pache (Universität Würzburg) im Auftrag des Umweltbundesamtes erstellte Gutachten kommt eindeutig zu dem Ergebnis, dass die Besteuerung von Flugbenzin auf innerstaatlichen Flügen rechtlich zulässig ist. Zudem zeigt die Bewertung Wege auf, wie einem möglichen Tanktourismus als Reaktion auf Kerosinbesteuerung begegnet werden kann.

Bundesregierung nutzt Möglichkeiten gegen Fluglärm nicht

VCD kritisiert schwache Umsetzung von EU-Richtlinie

Die Bundesregierung lässt es an Engagement beim Schutz vor Fluglärm mangeln. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) kritisierte, Deutschland hinke bei der Umsetzung einer EU-Richtlinie zur Verringerung von Fluglärm weit hinterher - die Richtlinie hätte bereits bis Ende September 2003 in nationales Recht umgesetzt werden müssen. Zudem fehle dem jetzt vorgelegten Entwurf für eine veränderte Luftverkehrs-Zulassungs-Ordnung die notwendige Schärfe. Deutschland schöpfe die Möglichkeiten der Richtlinie, besonders laute Flugzeuge auszuschließen, keineswegs aus.

VCD kritisiert weitere Preiserhöhung bei der Bahn

Bund versus Länder

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) e.V. kritisiert die bevorstehende Preiserhöhung im Nahverkehr der Deutschen Bahn AG. Nach der bereits von der Bahn beschlossenen Preisanhebung im Fernverkehr würden mit der jetzt vom Bundesverkehrsministerium signalisierten Zustimmung Bahnfahrten im Nahverkehr zum 12. Dezember um durchschnittlich 3,6 Prozent teurer. Zuletzt waren die Preise im Nahverkehr nach Angaben des VCD erst vor einem Jahr um durchschnittlich 4,1 Prozent angehoben worden. Dies sei nicht gerechtfertigt, da der Nahverkehr bereits gute Gewinne abwerfe und verkehrspolitisch falsch, da Kunden abgeschreckt würden. "Mit jeder neuen Preisrunde sinkt die Attraktivität der Schiene gegenüber dem Auto", mahnt VCD-Bundesvorsitzender Michael Gehrmann.

Kampf für eine zukunftsfähige Verkehrspolitik geht voran

VCD-Jahresbericht 2002/2003

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) e.V. hat seinen Jahresbericht für den Zeitraum 2002/2003 veröffentlicht. Darin zieht der gemeinnützige Umwelt- und Verbraucherverband Bilanz über seine verkehrspolitische Arbeit und legt die Finanzen offen. "Viele wichtige Themen konnten in den letzten beiden Jahren vorangebracht oder neu angestoßen werden. Die Position des VCD im Kampf für eine zukunftsfähige, nachhaltige Verkehrspolitik ist damit ausgesprochen gut", resümiert Michael Gehrmann, VCD-Bundesvorsitzender.

VCD kritisiert Verkehrssicherheits-Kampagne als unzureichend

Besser "null Tote"

Mit einer neuen Kampagne "Rücksicht ist besser" will das Bundesverkehrsministerium für mehr Sicherheit auf Deutschlands Straßen sorgen. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) kritisierte das am Freitag von Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) vorgestellte Konzept allerdings als unzureichend. Angesichts der über die letzten drei Jahrzehnte konstanten Zahl von 500.000 Verletzten jährlich sei dringend ein neuer Ansatz in der Verkehrspolitik erforderlich. Maßgeblich sei das Gesamtkonzept "Vision Zero", welches den Weg zu null Verkehrstoten und Schwerverletzten weise und in mehreren Ländern bereits praktizierte Politik sei.

Berufungsprozess gegen rasenden Testfahrer klagt auch Bundesregierung an

Verkehr

Anlässlich des Prozessbeginns um den Autobahnraser in Karlsruhe am Dienstag kritisiert der Verkehrsclub Deutschland (VCD) e.V. die jahrelange Untätigkeit der Bundesregierung in Sachen Tempolimit. Durch das enge Auffahren eines Rasers war auf der Autobahn eine junge Frau und ihre kleine Tochter tödlich verunglückt. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung hätte Leben retten können, aber die Bundesregierung hatte in diesem Jahrtausend noch nicht einmal den Mut, Forschungsaufträge zu den Effekten eines Tempolimits zu vergeben. Die Ergebnisse solcher Studien würden mit hoher Wahrscheinlichkeit der Absicht des selbsternannten Autokanzlers widersprechen, kein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen einzuführen.

BUND und VCD fordern Maßnahmen gegen Lärm

"Lärmst du noch oder lebst du schon"

Anlässlich des 7. Tages gegen den Lärm demonstrierte der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) am Dientag unter dem Motto "Lärmst du noch oder lebst du schon?" auf der Leipziger Straße in Berlin. Die Leipziger Straße im Stadtteil Mitte sei Berlins lauteste Straße - die Durchschnittslautstärke liegt hier bei 79,3 dB(A). Nach Erkenntnissen der Lärmforschung liegt die Schwelle für ein erhöhtes Herzinfarktrisiko bei 65 dB(A). Der BUND fordert daher von der Senatorin für Stadtentwicklung, in der Leipziger Straße für eine deutliche Lärmreduzierung einzutreten. Ferner verlangt der BUND zusammen mit dem Verkehrsclub Deutschland (VCD) eine umfassende Lärmschutzgesetzgebung, die schärfere Grenzwerte miteinschließt.

VCD kritisiert Senkung der LKW-Maut

Weniger Geld pro Kilometer

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) kritisiert die von den unionsgeführten Ländern erzwungene Absenkung der LKW-Maut von durchschnittlich 15 auf 12,4 Cent pro Kilometer. Damit werde die angestrebte verkehrspolitische Lenkungswirkung erheblich geschwächt. Die LKW-Maut solle dazu beitragen, überflüssige Transporte auf der Straße zu vermeiden und bestehende Wettbewerbsnachteile der Schiene abzubauen, was durch die Senkung der Gebühren in Gefar sei. Das Argument, vor allem das deutsche Transportgewerbe müsse stärker entlastet werden, sei so außerdem ad absurdum geführt, so die Kritik, da von der jetzt beschlossenen Absenkung alle LKW profitierten. Wer wirklich mehr Güter auf die Schiene bringen wolle, müsse auch mehr Geld für die Schiene als für die Straße ausgeben.

VCD und BUND fordern Verkehrsbeschränkungen und Lärmsanierung

Tag gegen Lärm

Anlässlich des Internationalen Tags gegen Lärm am Mittwoch haben der Verkehrsclub Deutschland (VCD) und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) heute in Berlin wirksame Maßnahmen zur Eindämmung des Verkehrslärms angemahnt. Obwohl sich in Deutschland weit über die Hälfte aller Menschen vom Straßenverkehrslärm belästigt fühlten, gebe es nach Ansicht der beiden Umweltverbände zu wenig Aufmerksamkeit für das Thema und eine mangelhafte Aufklärung über die krankmachenden Folgen des Lärms.

VCD fordert Nutzung der LKW-Maut zum Stärken der Schiene

Maut-Verordung

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) begrüßt die Verabschiedung der Mauthöhe-Verordnung als wichtigen Schritt auf dem Weg zur Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene. Mit der Maut- Höhe werde nun konkret sichtbar, was Nutzerfinanzierung bei der Verkehrsinfrastruktur bedeute. Ab September müssten danach Lkw durchschnittlich 15 Cent je gefahrenem Kilometer zahlen und so einen Teil der von ihnen verursachten Kosten selber tragen. Damit werde mehr Kostengerechtigkeit im Verkehr erreicht. Auch eine Stärkung der Schieneninfrastruktur aus Maut-Mitteln solle möglich sein.

VCD fordert wirksame Maßnahmen gegen Unfälle

Verkehrssicherheit

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) fordert angesichts der hohen Zahl von Unfallopfern im Straßenverkehr wirksame Maßnahmen zur massiven Eindämmung folgenschwerer Verkehrsunfälle. Zwar sei der leichte Rückgang der Unfälle gegenüber dem Vorjahr durchaus positiv. Doch angesichts der absoluten Zahl von täglich 19 Toten und rund 1300 Verletzten könne es keinerlei Erleichterung oder Beruhigung geben, so die Organisation. Die Daten zeigten vielmehr, dass die herkömmliche Verkehrssicherheitsarbeit in Deutschland viel zu kurz greife. Hier bestehe dringender Verbesserungsbedarf.

BUND und VCD fordern Prüfung von Alternativen zu Transrapid-Strecken

Milliardengrab

Ein "Milliardengrab auf Stelzen" hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) am Mittwoch vor dem Bundestag in Berlin aufgestellt. "Ruhestätte 5,9 Milliarden Euro" ist auf dem Grabstein zu lesen. Euro-Milliarden-Scheine stecken im Rasen des Grabes. "Transrapid-Milliarden für die Schiene!" fordert dazu ein Transparent. Der BUND protestiert mit seiner Aktion gegen die geplante "Verschwendung" von insgesamt rund 6 Milliarden Euro für Magnetschwebebahnen in Bayern und Nordrhein-Westfalen. Auch der Verkehrsclub Deutschland (VCD) forderte den Stopp aller weiteren Schritte zur Verwirklichung der Magnetschwebebahn in Deutschland. Zuvor müssten endlich Alternativen geprüft werden.

Führerschein mit 17 nur mit guter Fahrausbildung

VCD-Forderung

Fahranfänger im Alter von 18 bis 25 verunglücken dreimal so häufig tödlich im Straßenverkehr wie ältere Verkehrsteilnehmer. Nach Ansicht des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) kann dieser erschreckenden Tatsache durch die Einführung der Fahrerlaubnis für 17-jährige in Begleitung nur dann wirksam begegnet werden, wenn gleichzeitig die Fahrausbildung entscheidend verbessert wird. So dürfe in der Fahrschule nicht nur Wissen über Verkehrsregeln vermittelt werden. Vielmehr müssten jugendliche Verhaltensweisen und Einstellungen gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern thematisiert und diskutiert werden.

VCD bietet Mitfahrer-Börse im Internet an

Neues Preissystem der Bahn startet

Ab dem 15. Dezember 2002 gilt bei der Deutschen Bahn AG ein neues Preissystem. Dessen größter Vorteil sei aus Sicht des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) der Mitfahrer-Rabatt von 50 Prozent. Damit möglichst viele Reisende diesen Rabatt nutzen können, eröffnet der VCD unter www.ticket-teilen.de zum Vorverkaufsstart am Freitag eine kostenlose Bahnreisebörse im Internet. Das Portal sei speziell auf das neue Preissystem der Deutschen Bahn AG zugeschnitten, berichtet der Verband. Auf der Internetseite könnten sich bis zu fünf Bahnfahrerinnen und Bahnfahrer zu einer gemeinsamen Reise verabreden und so vom Mitfahrer-Rabatt profitieren.

VCD fordert konkrete Vereinbarungen für mehr Kostengerechtigkeit im Verkehr

Koalitionsverhandlungen zur Verkehrspolitik

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) fordert die rot-grünen Koalitionspartner auf, bei den für Donnerstag angesetzten Verhandlungen über die Themen Umwelt und Verkehr konkrete Maßnahmen zur Verringerung der Umweltbelastung im Verkehrsbereich zu vereinbaren und im Koalitionsvertrag festzuschreiben. Als wesentliche Voraussetzung für die umweltschonendere Gestaltung der Mobilität sieht der VCD eine höhere Kostengerechtigkeit im Verkehr. Diese müsse durch die Absenkung des Mehrwertsteuersatzes im Schienenfernverkehr, gleich hohe Investitionen in Schiene und Straße sowie die Ausweitung der LKW-Maut vorangebracht werden. Zudem müsse die Ökosteuer als wirksames Instrument für eine nachhaltige Verkehrspolitik weiterentwickelt werden.

Kinder und Umwelt nicht vernachlässigen

VCD fordert Kurswechsel in der Verkehrspolitik

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) fordert in der Verkehrspolitik einen radikalen Kurswechsel. Nötig sei unter anderem ein Programm "Kinder im Verkehr", sagte VCD-Vorstandsmitglied Christoph Erdmenger am Montag in Berlin. Ebenso dringt der VCD für die kommenden Jahre auf einen Ausbau der Schienenwege und stärkeren Wettbewerb bei der Bahn. Erdmenger riet, von "Prestigevorhaben" wie dem Transrapid abzusehen und die Mittel in effizientere Maßnahmen wie neue Signaltechnik und das Ausmerzen von Langsamfahrstellen umzuleiten.

VCD fordert Überprüfung der kommunalen Verkehrsausgaben

Spielräume für nachhaltige Entwicklung nutzen

Vor dem Hintergrund der Verhandlungen zum Weltgipfel in Johannesburg weist der Verkehrsclub Deutschland (VCD) auf die große Bedeutung kommunalen Handelns für eine nachhaltige Entwicklung hin. Gerade im Verkehrsbereich hätten die Kommunen durch die Verteilung ihrer Finanzmittel ein wirksames Instrument in der Hand, um umweltschonende und nachhaltige Fortbewegungsarten zu fördern. Allzu häufig mangele es aber an der notwendigen Transparenz in den kommunalen Haushalten, so dass Subventionen des Autoverkehrs nicht zu Tage kämen. Ein Teil der Verkehrsausgaben sei in anderen Haushaltstiteln wie beispielsweise Ausgaben für Abwasserbeseitigung, Grünflächen oder Stadtbeleuchtung versteckt.

VCD fordert neue Grenzwerte für Lärm, Ruß und CO2

Auto-Umweltliste 2002 vorgestellt

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) hat am Mittwoch in Berlin seine neue Auto-Umweltliste vorgestellt. In dem deutschlandweit einzigartigen Öko-Check für Autos hat der Umwelt- und Verbraucherverband rund 400 aktuelle Auto-Modelle auf ihre Umweltverträglichkeit überprüft. Wichtigster Faktor bei der Bewertung der Fahrzeuge war der Kraftstoffverbrauch und damit die Menge des ausgestoßenen Treibhausgases Kohlendioxid (CO2). Dieser Wert floss mit 40 Prozent in die Testnote ein. Weiterhin gaben Lärm- und Schadstoffwerte den Ausschlag für die Platzierung in der VCD Auto-Umweltliste.