Verkehr

BUND begrüßt die Einstiegshöhe der LKW-Maut

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland zeigt sich mit der heute von Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig angekündigten Höhe für die Lkw-Maut von durchschnittlich 29 Pfennig zufrieden. Allerdings dürfe die ökologische Lenkungswirkung der Maut jetzt nicht durch eine deutliche Entlastung des Speditionsgewerbes bei anderen Abgaben konterkariert werden. Mit der Lkw-Maut würden endlich die bisher von der Allgemeinheit getragenen Kosten für die Autobahnen dem Lkw angelastet. Damit würden faire Wettbewerbsbedingungen für den Schienengüterverkehr geschaffen, der seine Trassenkosten auch selbst zahlen muss. In Kombination mit einer Investitionsoffensive pro Schiene könne die LKW-Maut dazu beitragen, unnötige Transporte zu reduzieren und Güter auf die Schiene zu verlagern, so BUND Geschäftsführer Gerhard Timm.

Die Lkw-Maut kann nach Ansicht des BUND aber nur ein erster Schritt sein, um dem Lkw-Verkehr seine Kosten für die Beanspruchung der Infrastruktur, der Umwelt und der Menschen verursachergerecht anzulasten. Damit durch die Lkw-Maut die Straße entlastet werden könne, müsse sie in den nächsten Jahren mindestens auf das Schweizer Niveau von ca. 90 Pf pro Kilometer angehoben werden, so BUND Experte Tilmann Heuser. Außerdem muss sie auf das gesamte Straßennetz und den gesamten gewerblichen Straßengüterverkehr ausgedehnt werden.

Der BUND weist darauf hin, dass der LKW-Verkehr derzeit nur einen Bruchteil seiner anteiligen Kosten für Bau und Instandhaltung der Straßen zahle, die Güterbahn dagegen ihre Schieneninfrastruktur selbst finanzieren müsse. Außerdem verursache der Straßengüterverkehr nach Schätzungen von Wirtschaftsinstituten durch Unfälle, Gesundheits- und Lärmschäden, Luftverschmutzung und die zunehmende Belastung der Atmosphäre mit Klimagasen externe Kosten in Höhe von mindestens 60 Milliarden Mark pro Jahr.

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