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Am 14. Juli 2002 lockt gute Wasserqualität

Erster Internationaler Elbe-Badetag

Am 14. Juli 2002 findet auf Initiative der Deutschen Umwelthilfe und des Verlagshauses Gruner + Jahr gemeinsam mit zahlreichen Partnern der Erste Internationale Elbe-Badetag statt. Über 50 lokale Gruppen, Städte und Gemeinden haben eigene Veranstaltungen angekündigt. Medienpartner der gesamten Veranstaltung ist der Norddeutsche Rundfunk. Für den Elbe-Badetag am 14. Juli 2002 haben die Initiatoren den lokalen Veranstaltern empfohlen, Messungen der Wasserqualität der Elbe durchzuführen. Wie die Deutsche Umwelthilfe mitteilt, treffen nun erste Messergebnisse der Gesundheitsämter ein und bescheinigen durchweg eine gute Wasserqualität.

Gemessen werden die für die EU-Badegewässerrichtlinie relevanten Werte an fäkalkoliformen und gesamtkoliformen Bakterien. Neben anderen zu prüfenden Faktoren verleihen diese Messwerte bei Erfüllung festgelegter Grenzwerte das Prädikat eines Badegewässers nach EU-Norm. Die vorliegenden Messergebnisse werden von der Wassergütestelle Elbe graphisch aufgearbeitet und sind ab Anfang Juli auf der Internetseite des Projektes einzusehen.

Die Gewässergüte der Elbe hat sich in den Jahren nach der Wende deutlich verbessert. Die natürlichen Selbstreinigungsvorgänge, insbesondere in der oberen und mittleren Elbe, wurden deutlich gestärkt, die Sauerstoffsituation der Elbe ist bis auf den Bereich der Tideelbe als "gut" zu bezeichnen. Dies hat dazu geführt, dass heute wieder 94 Fischarten in der Elbe gefunden werden (1992 waren es nur 50 Arten). Bis auf den Atlantischen Stör sind alle früheren Arten wieder vorhanden. "1989 war die Wassergüte der Elbe 20 Jahre hinter der des Rheins zurück; jetzt sind wir fast gleichauf", so Prof. Dr. Heinrich Reincke, Leiter der Wassergütestelle Elbe und Partner im Projekt "Lebendige Elbe".

Die enormen Anstrengungen zum Bau der kommunalen Kläranlagen im gesamten Einzugsgebiet der Elbe sind beispielhaft: Seit 1990 wurden 239 größere kommunale Kläranlagen gebaut, davon 61 in der Tschechischen Republik, 177 in Deutschland und eine Anlage am österreichischen Elbezufluss. Damit verfügen jetzt alle Gemeinden mit mehr als 20.000 Einwohnern im Einzugsgebiet der Elbe über moderne Kläranlagen. Die technologischen Veränderungen in Industriebetrieben haben ebenfalls zu einer Reduzierung der Einleitung von Schadstoffen beigetragen.

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