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Bürgerrechtsgruppe will Microsoft verklagen

Internet

Eine südkoreanische Bürgerrechtsgruppe plant Microsoft wegen den Auswirkungen des Virus SQL Slammer zu verklagen. Wie die Korean Times berichtet, will die Organisation People's Solidarity for Participatory Democracy (PSPD) eine Sammelklage gegen den Softwarekonzern einbringen. Die PSPD macht Microsoft für die vom Wurm verursachten Schäden verantwortlich. SQL- Slammer hat für seine explosionsartige Verbreitung am 25. Januar eine seit sieben Monaten bekannte Sicherheitslücke im SQL-Server von Microsoft verwendet. Durch das plötzlich angestiegene Nachrichtenaufkommen ist in Südkorea das Internet zusammengebrochen.

Die Bürgerrechtsgruppe begründet ihre Klage mit einem Produkthaftungsgesetz, das seit dem vergangenen Juli in Südkorea in Kraft ist. Das Gesetz macht die Produzenten für Schäden verantwortlich, die durch Fehler in ihren Produkten verursacht wurden. Nach Angaben von PSPD wollen sich mehr als 3.000 Benutzer von Breitbandanschlüssen an der Klage beteiligen.

PSPD vertritt die Meinung, dass Microsoft nicht genug getan habe, um die Benutzer von SQL-Servern zu warnen. Das Unternehmen hätte alle Benutzer von SQL-Servern einzeln warnen müssen, da es ja über die Daten der einzelnen User verfüge, so PSPD. Noch in dieser Woche wollen die Anwälte der Gruppe über eine Klage entscheiden.

Experten von Computersicherheitsunternehmen sind dagegen der Ansicht, dass SQL-Slammer nur eine altbekannte Schwäche in der IT-Industrie nochmals demonstrierte. Systemadministratoren müssten sich mehr und mehr auf den laufenden Betrieb konzentrieren und kämen aus Zeitmangel nicht mehr mit dem Einspielen der Patches nach.

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