"Eine der größten Energievernichtungsmaschinen"
Neues Pumpspeicher-Kraftwerk Goldisthal schadet der Umwelt doppelt
Das Speicherwerk schädige die Umwelt doppelt, so die Grüne Liga: Nur mit einem schwerwiegenden Eingriff in Natur und Landschaft konnte das Kraftwerk gebaut werden. Zum zweiten würden mit einem Wasserumlauf - einmal Hochpumpen des Wassers, das dann über 8 Stunden Strom erzeugen kann - 1.700 Megawattstunden Braunkohlestrom vernichtet. Damit würden 2.100 Tonnen des Klimaschadgases Kohlendioxid freigesetzt, ohne dass der Strom beim Verbraucher genutzt werden könnte.
Der Kraftwerksbetreiber Vattenfall, wie auch andere Energiekonzerne und in letzter Zeit verstärkt der Wirtschaftsminister, kritisieren an der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, dass z.B. Windkraft und Solarenergie dann nicht zur Verfügung stünden, wenn sie gebraucht würden. "Wozu aber wird das Kraftwerk Goldisthal gebraucht?", fragten die Umweltschützer. Und liefern die Antwort gleich mit: "Damit Braunkohlekraftwerke wie Lippendorf und Boxberg oder Atomkraftwerke auch dann produzieren können, wenn der Strom nicht benötigt wird."
Der mit rund 40 Prozent Wirkungsgrad im (neuen) Braunkohlekraftwerk erzeugte Strom müsse in Goldisthal nochmals 20 Prozent Wirkungsgradverlust hinnehmen. Dies stelle Vattenfall, den Zusammenhang verschweigend, als hervorragenden Kraftwerkswirkungsgrad von 80 Prozent dar. Der Gesamtwirkungsgrad betrage demnach aber nur 32 Prozent. "Einen solchen Gesamtwirkungsgrad kann man nicht als zukunftsweisend ansehen", so Tilo Wille, energiepolitischer Sprecher der Grünen Liga.
Der Solarenergie-Förderverein (SFV) wandte sich nicht gegen das Pumpspeicherwerk an sich. "Für eine zukünftige Stromversorgung aus erneuerbaren Energien benötigt Deutschland eine erheblich größere Kapazität von Speicherkraftwerken als zur Zeit vorhanden", erklärte Wolf von Fabeck vom SFV. Insofern sei der Bau des Pumpspeicherwerks sogar zu begrüßen. Entscheidend sei, wofür ein Energiespeicher benutzt wird - ob zum Speichern von Kohle- oder Atomstrom oder zum Speichern von überschüssigem Wind- oder Solarstrom für windstille und sonnenarme Zeiten.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 26. Sep. 2003 unter:
artenschutzStichworte:
« Hessen beantragt Verbot von Wildtieren im Zirkus
Bundestag beschließt Einschnitte bei Arbeit und Gesundheit »

Suchmachinenoptimierung
Wir optimieren Ihre Webseite. Mehr relevante Besucher = Mehr Umsatz. Lesen Sie mehr über unsere Stärken
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- Wellness: Nordic Walking wird Sie begeistern
- Gewerkschaften verhindern Arbeitskampf
- DIE LINKE: Warum Sahra Wagenknecht die Richtige ist
- ESSO: Milliarden mit schwarzen Gold | Profit um jeden Preis
- SPD und Piratenpartei zum Urheberrecht
- Wellness durch Yoga Übungen
- Depression: Symptome, Test und Hilfe bei Depressionen
- Birgit Corinna Lange: Über Liebestaumel, Amerika und New York
- Emanzipation der Frau: Kristina Schröder, Frauenqoute und Gleichberechtigung
- Fitness & Wellness durch Sport im Alter
