Energiesparen

Offensive für Wärmedämmung und Arbeitsplätze gefordert

Mit einem Konzept "Vorrang für Arbeitsplätze durch Umweltschutz" wollen der Deutsche Naturschutzring (DNR) und die Gewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Durch mehr Wärmedämmung soll das Klima geschützt werden und Arbeitsplätze entstehen. 80 Prozent aller Wohngebäude entsprechen nach Darstellung der Verbände nicht mehr den heutigen Standards. Noch immer werde erst ein Bruchteil dessen saniert, was möglich wäre. "Jede Milliarde, die in die Wohngebäudesanierung investiert wird, schafft oder sichert mindestens 20.000 Arbeitsplätze", so IG BAU-Chef Klaus Wiesehügel.

Die beiden Verbände begrüßen, dass die große Koalition das CO2-Gebäudesanierungsprogramm deutlich aufstocken will - laut Koalitionsvertrag auf 1,5 Milliarden Euro. "Hier liegt die Zukunft von Klima und Bauwirtschaft gleichermaßen", meint Hubert Weinzierl, Präsident des Deutschen Naturschutzrings.

Gemeinsam wollen DNR und IG BAU die Energieeinsparung und Energieeffizienz stärker in das Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit bringen. Es gehe darum, Investitionen anzuregen und Arbeitsplätze zu schaffen. In den Bereichen Erneuerbare Energien, Energetische Gebäudesanierung und Ökologischer Landbau könnten bis zum Jahr 2020 bis zu 630.000 Arbeitsplätze entstehen.

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