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Greenpeace rechnet mit 90.000 Todesopfern durch Tschernobyl

Studie

Die Umweltorganisation Greenpeace schätzt, dass die Opferzahl des Reaktorunglücks von Tschernobyl deutlich höher ist als bisher angenommen. "Wer behauptet, es hätte 4000 Opfer gegeben, leugnet die Schwere dieses Unglücks und ignoriert das Leid unzähliger Menschen", sagte Thomas Breuer von Greenpeace am Dienstag in Berlin. Entsprechende Schätzungen von Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Internationaler Atomenergiebehörde (IAEO) würden ein "zu harmloses Bild" zeichnen. Neueste Studien der Russischen Akademie der Wissenschaften kämen für die Länder Weißrussland, Ukraine und Russland alleine auf 270.000 zusätzliche Krebserkrankungen, von denen voraussichtlich 93.000 tödlich enden würden. Weitere Studien vermuteten noch weitaus höhere Folgen.

Ein Greenpeace-Bericht, an dem rund 60 Wissenschaftler aus aller Welt mitgearbeitet haben, zeige, dass bedeutend mehr Menschen an den Folgen des Atomunglücks gestorben seien, sagte Breuer. Genaue Opferzahlen könne der Bericht aber nicht nennen, weil sich die gesundheitlichen Folgen noch nicht abschließend beurteilen ließen. Eine Zahl von rund 90.000 Toten weltweit ist nach Ansicht Breuers aber "realistisch".

Greenpeace International geht nach einem Vergleich mit früheren Sterbedaten davon aus, dass allein in den vergangenen 15 Jahren in Russland 60.000 Menschen an den Folgen von Tschernobyl gestorben sind. Schätzungen für Weißrussland und die Ukraine liegen bei bis zu 140.000 Toten.

Im Kernkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine war am 26. April 1986 ein Reaktor explodiert, wobei es zu einer Kernschmelze kam. In der Folge wurden mehrere tausend Quadratkilometer Fläche im Umkreis des Kraftwerks radioaktiv verseucht.

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