Recht auf Privatheit
Hassemer sieht zunehmende Bedrohung des Datenschutzes
"Dazu ist die Obrigkeit auf zu vielen Feldern mit zu vielen Eingriffsinstrumenten noch bedrohlich präsent", meint der Vorsitzende des Ersten Senats und frühere hessische Datenschutzbeauftragte.
Im Polizeirecht würden die Instrumente "beständig modernisiert und verschärft", etwa bei Ortungssystemen, Telefonüberwachung, Lauschangriffen, Rasterfahndung, langfristiger polizeilicher Beobachtung, verdeckten Ermittlern und der Beschlagnahme von Dateien. Dies seien "alles Eingriffe in das Recht auf Privatheit, die überdies zumeist noch die verschärfende Eigenart haben, dem jeweils Betroffenen verborgen zu bleiben, so dass er sich nicht auf sie einstellen kann".
"Es steht wirklich nicht gut um den Datenschutz heute", meint Hassemer. "Der Datenschutz hat eine glorreiche Vergangenheit, eine bedrohte Gegenwart und eine offene Zukunft."
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