Rheinland-Pfalz

Forschungspreis für Alternative zu Tierversuchen

Der Bundesverband Menschen für Tierrechte freut sich über die erstmalige Vergabe des mit 20.000 Euro dotierten rheinland- pfälzischen Forschungspreises für Alternativen zu Tierversuchen an den Arzt Dr. Harald Langer vom Universitätsklinikum Tübingen. Der Forscher entwickelte ein so genanntes Flusskammermodell. Mit Hilfe menschlicher Gefäßwandzellen können damit die Auswirkungen des Blutflusses auf die Zellen der Gefäßwände untersucht werden. Das Flusskammermodell könne bereits jetzt schmerzhafte Tierversuche in der Atheroskleroseforschung und bei der Entwicklung von Medikamenten ersetzen, so Kurt Simons von der Organisation. Jetzt müsse das Modell aber noch behördlich anerkannt werden.

"Das sollte schnellstens passieren und darf sich nicht wie üblich über zehn Jahre hinziehen", fordert Simons.

Nach Angaben des Bundesverbandes fördert Rheinland-Pfalz die tierversuchsfreie Forschung jährlich mit 80.000 Euro und schreibt seit 2006 alle zwei Jahre einen Forschungspreis in Höhe von 20.000 Euro aus. Lediglich die Landesregierungen von Baden-Württemberg und Hessen schrieben vergleichbare Preise aus. Die Vergabe eines Forschungspreises für Ersatzmethoden zum Tierversuch ist eine zentrale Forderung der Tierschützer.

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