Kölner Museum Ludwig zeigt Geschichte der Photoreportage

Kunst

Das Kölner Museum Ludwig zeigt bis zum 16. September einige der bedeutendsten Bildreportagen der Photogeschichte. In der Schau "KIOSK - Eine Geschichte der Photoreportage des 19. und 20. Jahrhunderts" werden seit Donnerstag seltene Originale von frühen Holzschnitten bis zu den Photoserien über den Vietnamkrieg zu sehen sein.

Zusammengestellt wurde die Ausstellung von dem international bekannten Photojournalisten Robert Lebeck, der unter anderem für "Quick", "Geo" und den "Stern" gearbeitet hat. Er hat im Rahmen seines 50-jährigen Berufslebens systematisch herausragende Bild-Reportagen gesammelt. Sie wurden unter anderem in "Stern" und "Life", aber auch in Blättern wie "USSR im Bau" oder der "Leipziger Illustrierten Zeitung" veröffentlicht.

Mit der Schau wolle er das oft zu Unrecht vernachlässigte Kapitel "Photojournalismus" umfassend aufarbeiten, sagte Lebeck. Seiner Einschätzung nach genießt die journalistische Photographie trotz ihrer weitreichenden Wirkungsgeschichte nicht das gleiche Ansehen wie das gleiche Medium in der Bildenden Kunst.

Die ersten illustrierten Zeitschriften erschienen bereits vor rund 150 Jahren. Eine erste Blüte erlebte der Photojournalismus in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Später sorgten die Bilder von Kriegsschauplätzen für Aufsehen und machte Photoreporter wie David Douglas Duncan oder Robert Capa zu Stars. Von Capa stammt auch das vielzitierte Credo der Photographen: "Wenn deine Bilder nicht gut sind, bist du nicht nah genug dran gewesen", eine Einstellung, die der Amerikaner mit dem Leben bezahlte: Er trat im Vietnam-Krieg auf eine Mine und starb.