Polizei sucht mit über 200 Beamten

Vermisster Junge in Niedersachsen

Die Polizei hat am Mittwoch in Niedersachsen die Suche nach dem seit einer Woche spurlos verschwundenen neunjährigen Dennis fortgesetzt. Über 200 Beamte und mehr als 40 Hunde würden das Gebiet um das Schullandheim im Landkreis Cuxhaven duchkämmen, sagte Polizeisprecher Detlev Kaldinski in Wulsbüttel. In dem Schullandheim hatte der Junge vor seinem Verschwinden während einer Klassenfahrt übernachtet.

Die Suchmannschaften sollten noch durch Einsatzkräfte der Feuerwehr verstärkt werden. Dabei wolle man die Suche über das bisherige Areal von vier Quadratkilometern hinaus ausdehnen. Die Polizei werde erstmals auch gezielt nach Spuren für ein Verbrechen suchen. Die Chancen, den Jungen noch lebend zu finden, seien gering, sagte Kaldinski. Bei der Suche würden mit Hunden erneut Maisfelder durchforstet, die bisher ergebnislos mit Wärmebildkameras abgesucht worden waren.

Nachlassender Wind und trockenes Wetter begünstigten die Suche, sagte der Sprecher. Möglicherweise würden auch noch Wasserspürhunde eingesetzt, die bisher wegen des starken Windes nicht suchen konnten. Der Einsatz von Tornado-Flugzeugen sei wegen der Terror-Anschläge in den USA zunächst zurückgestellt worden, sagte Kaldinski. Die Entscheidung für ein entsprechendes Gesuch an die Bundeswehr sei aber grundsätzlich gefallen.

Die Suche nach dem Neunjährigen wird von einer 40-köpfigen Sonderkommission mit Sitz in Garlstedt bei Osterholz geleitet. Die Ermittler wollen dabei auch Parallelen zu anderen Fällen herausfinden. Geprüft wird unter anderem ein möglicher Zusammenhang zu der im Juni in Bremen verschwundenen zehnjährigen Adelina.