WAZ darf vorerst nicht bei Springer einsteigen

Urteil des Landgericht München

Der Medienunternehmer Leo Kirch darf seine 40-prozentige Beteiligung an Springer vorerst nicht ohne Zustimmung des Verlagshauses verkaufen. Das entschied das Landgericht München am Dienstag per einstweiliger Verfügung, wie ein Gerichtssprecher auf Anfrage sagte. Damit ist der von Springer vehement bekämpfte Einstieg der WAZ-Gruppe in den Konzern vorerst gescheitert.

Kirch hatte sich mit der Deutschen Bank im Frühjahr dieses Jahres darauf geeinigt, den an die Bank verpfändeten Anteil am Springer Verlag bis Ende August selbst veräußern zu können, bevor dieser endgültig an das Finanzinstitut fällt. Später hatte er eine Fristverlängerung bis 10. September erwirkt. Springer macht geltend, dass Kirch auf Grund der Vinkulierung der Aktien seine Beteiligung nicht ohne Zustimmung des Verlags verkaufen darf.