Humanitäre Hilfe im Irak

Notversorgung

Hilfsorganisationen bauen ihre derzeitige Hilfe im Irak weiter aus. Wie die Hilfsorganisation Care Deutschland mitteilte, hat das Auswärtige Amt finanzielle Unterstützung für die Erweiterung der mobilen Trinkwasserversorgung, sowie für schnelle Notreparaturen zerstörter Wassersysteme im Irak zugesagt. Derzeit versorgen die 60 Mitarbeiter der Organisation in den Vororten Bagdads die Bevölkerung mit 62 mobilen Wassertanks, die jeweils bis zu 6.000 Liter Trinkwasser fassen. Die Unterstützung gehe an von der Wasserversorgung abgeschnittenen Krankenhäuser und Gemeinden. Mobile Reparaturteams führten Notreparaturen an beschädigten Wassersystemen durch und sorgen für die Instandsetzung und Installation von Notgeneratoren zur Strom- und Wasserversorgung der örtlichen Krankenhäuser.

Weiterer Schwerpunkt der Arbeit vor Ort sei die Versorgung von Krankenhäusern mit therapeutischer Kindernahrung und Desinfektionsmaterialien. Eine Nachschublieferung an

Desinfektionsmitteln für Klinken und Gesundheitszentren in Bagdad und 4668 Notfall-Kits stünden in Jordanien für den Transport bereit. Jedes Notfall-Kit könne eine Familie mit dem Wichtigsten ausstatten, um die Hygiene aufrecht zu erhalten und die Gefahr von Erkrankungen einzudämmen. Zusätzliche Hilfsmaterialien für die Ausstattung eines weiteren mobilen Reparaturzentrums mit Werkzeug, Rohren, Pumpen und Generatoren sowie 120 Tonnen therapeutische Kindernahrung

(Proteinkekse) würden den Irak in den nächsten Tagen erreichen.

"Unsere Mitarbeiter haben in den letzten Wochen unter extrem schweren Bedingungen gearbeitet und versucht, die Wasser- und Stromversorgung in Bagdads Krankenhäusern bestmöglich aufrecht zu erhalten", sagt Manuela Roßbach, Geschäftsführerin von Care Deutschland. Aus Sicherheitsgründen habe sich ihre Arbeit in den letzten Tagen auf die Vororte Bagdads verlagert. Sobald es die Sicherheitslage zulasse, würden sie ihre Arbeit in Bagdad fortführen.

"Der Bedarf an humanitärer Hilfe im Irak wird in den kommenden Tagen, Wochen und Monaten enorm sein. Um diese Hilfe schnell und effizient bereit stellen zu können, ist Care dringend auf Spenden angewiesen", so Roßbach.