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Humanitäre Hilfe im Irak

Notversorgung

Hilfsorganisationen bauen ihre derzeitige Hilfe im Irak weiter aus. Wie die Hilfsorganisation Care Deutschland mitteilte, hat das Auswärtige Amt finanzielle Unterstützung für die Erweiterung der mobilen Trinkwasserversorgung, sowie für schnelle Notreparaturen zerstörter Wassersysteme im Irak zugesagt. Derzeit versorgen die 60 Mitarbeiter der Organisation in den Vororten Bagdads die Bevölkerung mit 62 mobilen Wassertanks, die jeweils bis zu 6.000 Liter Trinkwasser fassen. Die Unterstützung gehe an von der Wasserversorgung abgeschnittenen Krankenhäuser und Gemeinden. Mobile Reparaturteams führten Notreparaturen an beschädigten Wassersystemen durch und sorgen für die Instandsetzung und Installation von Notgeneratoren zur Strom- und Wasserversorgung der örtlichen Krankenhäuser.

Weiterer Schwerpunkt der Arbeit vor Ort sei die Versorgung von Krankenhäusern mit therapeutischer Kindernahrung und Desinfektionsmaterialien. Eine Nachschublieferung an

Desinfektionsmitteln für Klinken und Gesundheitszentren in Bagdad und 4668 Notfall-Kits stünden in Jordanien für den Transport bereit. Jedes Notfall-Kit könne eine Familie mit dem Wichtigsten ausstatten, um die Hygiene aufrecht zu erhalten und die Gefahr von Erkrankungen einzudämmen. Zusätzliche Hilfsmaterialien für die Ausstattung eines weiteren mobilen Reparaturzentrums mit Werkzeug, Rohren, Pumpen und Generatoren sowie 120 Tonnen therapeutische Kindernahrung

(Proteinkekse) würden den Irak in den nächsten Tagen erreichen.

"Unsere Mitarbeiter haben in den letzten Wochen unter extrem schweren Bedingungen gearbeitet und versucht, die Wasser- und Stromversorgung in Bagdads Krankenhäusern bestmöglich aufrecht zu erhalten", sagt Manuela Roßbach, Geschäftsführerin von Care Deutschland. Aus Sicherheitsgründen habe sich ihre Arbeit in den letzten Tagen auf die Vororte Bagdads verlagert. Sobald es die Sicherheitslage zulasse, würden sie ihre Arbeit in Bagdad fortführen.

"Der Bedarf an humanitärer Hilfe im Irak wird in den kommenden Tagen, Wochen und Monaten enorm sein. Um diese Hilfe schnell und effizient bereit stellen zu können, ist Care dringend auf Spenden angewiesen", so Roßbach.

Am 11-04-2003

Radio "powered by Pentagon"

Das US-Militär hat nach der Eroberung des Irak auch mit der Neuordnung der Medienlandschaft des Landes begonnen. Am Dienstag ging der erste Radiosender "powered by Pentagon" in der südlichen Grenzstadt Umm Kasr on air. Ein landesweiter TV-Sender und eine Zeitung sollen folgen. Hinter dem neuen Radiosender mit Namen "Voice of the New Iraq" steht das vom Pentagon organisierte und von US-Steuerzahlern bezahlte Iraq Media Network (IMN). Bisher sendete nur Commando Solo von einem modifizierten C-130-Flugzeug des Pentagons.

Das Programm soll von Exil-Irakern und im Land rekrutierten Journalisten gemacht werden. Im Fall der "Stimme des neuen Irak" wird vor allem auf Pop-Musik gesetzt. Das Pentagon hofft, rasch Unterhaltungsprogramme auf die Beine zu stellen. Derzeit sei das einzige Entertainment-Programm, wenn man es so nennen will, eine Endlosschleife von "in Musik umgesetzten Befreiungsszenen", wie es der Sprecher des US-Zentralkommandos, Josh Rushing, laut Wall Street Journal (WSJ) nennt.

Tatsächlich wird wohl nur ein Bruchteil des Programms aus dem Irak selbst kommen. Unterhaltung wird wahrscheinlich in Ägypten oder anderen arabischen Staaten eingekauft. Commando Solo sendet seit vergangener Woche "Irak und die Welt". Das Nachrichtenprogramm wird vom US-Radiounternehmen Westwood One geliefert und ist im Wesentlichen eine arabische Übersetzung von US-Nachrichten. Auch den Aufbau der technischen Infrastruktur übernimmt ein US- Unternehmen, nämlich Science Applications International Corporation (SAIC), das schon in der Vergangenheit lukrative Verträge mit dem US-Verteidigungsministerium geschlossen hat. Das in San Diego ansässige Unternehmen hat vom Pentagon den Auftrag für alle technischen Arbeiten für IMN bekommen. Der Start des landesweiten TV-Senders könnte sich laut WSJ noch Monate hinziehen, weil SAIC zuerst die von US-Bomben zerstörten Sendetürme wieder errichtet werden müsse.

Am 16-04-2003

Uran im Irak

Großbritanniens führende Forschungsinstitution, die Royal Society, setzt sich für die Entfernung von abgereichertem Uran im Irak ein, das von US- und britischen Streitkräften verwendet wurde. Damit widerspricht die Royal Society der Behauptung des Pentagons, die eine Entfernung für unnötig hält und bislang von der Unterstützung durch die Royal Society ausging. Die Stellungnahme der Forschungsstätte heizt die Kontroverse über den Einsatz von abgereichertem Uran als effektive Waffe für die Zerstörung von Bunkern und Panzern erneut an. Es gebe zahlreiche Indizien, dass abgereichertes Uran Krebs und schwere Krankheiten auslösen könne. Abgereichertes Uran galt in den USA bereits als effektivste neue Waffe des Militärs gegen den Irak während des Golfkriegs 1991. Mehr als die Hälfte der zerstörten Panzer im Irak wurden mit Uranmunition beschossen.

Viele Expertengruppen gehen heute davon aus, dass unerklärliche Krebsfälle - insbesondere bei Kindern - in der irakischen Bevölkerung seit dem Golfkrieg auf abgereichertes Uran zurückzuführen sind. Die USA setzten das schwach radioaktive Uran erneut im Balkan- und Afghanistan-Krieg ein.

Die US-Umweltschutzbehörde UNEP habe bereits Untersuchungen im Irak angeboten. Sobald es die Situation erlaube, sollten Studien über abgereichertes Uran (depleted uranium) durchgeführt werden. Vor allem gehe es um jene Gelände, die Ziel von DU-Waffen wurden.

Je schneller eine Studie starte, desto früher könnten Ängste abgelegt oder tatsächliche Risiken bestätigt werden. In letzterem Fall würden sofort Maßnahmen ergriffen werden. Noch bis Ende April wolle die UNEP eine Arbeitsstudie über die Umwelt im Irak veröffentlichen. Diese solel die nötigen Hintergrund-Informationen für die Feldforschung liefern.

Ziel der Forschung sei es, nicht nur das Risiko für das Grund- und Oberflächenwasser zu erheben, sondern auch die Gefahren für Trinkwasserquellen, das Abfallmanagement sowie Fabriken abzuklären. Weiters solle geklärt werden, in welcher Menge giftiges, aber nur schwach radioaktiv abgereichertes Uran das Grundwasser verseuchen kann und inwieweit ein Risiko besteht, dass DU-Staub zu einem späteren Zeitpunkt eingeatmet wird.

Unterstützung bekommt die Bahörde dabei von Doug Rokke, dem ehemaligen Leiter des "Depleted uranium Project" des Pentagons. "Das Militär eines Landes kann nicht vorsätzlich ein anderes Land kontaminieren, Mensch und Umwelt Schaden zufügen und dann einfach die Konsequenzen der Handlung ignorieren," zitiert der britische Guardian. Rokke fordert die USA und Großbritannien auf, "die unmoralischen Konsequenzen ihrer Handlung zu erkennen und sich für die medizinische Hilfe und die sorgfältige Sanierung der Umwelt verantwortlich zu zeigen." Laut Royal- Society-Forscher Brian Spratt könne der Boden rund um die Aufschlagstellen der Uran-Geschoße stark verseucht sein. "Auch zahlreiche korrodierende Geschoße im Boden können langfristig eine Bedrohung darstellen, nämlich dann, wenn sie in die Wasserversorgung gelangen", so Spratt. Auch er empfiehlt die Entsorgung der gefährlichen Geschoßteile und die rasche Identifizierung der kontaminierten Gebiete.

Am 17-04-2003

Schwierige Umweltsituation

Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) warnt, dass die kriegsbedingten Schäden im Abwasser- und Elektrizitätssystem gepaart mit der zunehmenden Verschmutzung die Umweltsituation im Irak verschlechtert haben. Auch die Gesundheit der Bevölkerung wurde in Mitleidenschaft gezogen. Anhand der ersten Erhebungen empfiehlt die UNEP sofortige und langfristige Maßnahmen: Das Wassersystem und das Kanalisationsnetz muss dringend wieder hergestellt werden. Ebenso ist es umgehend notwendig, stark verschmutzte Regionen zu säubern sowie Müllberge und medizinischen Abfall zu entfernen. Nur so könne das Risiko einer Epidemie reduziert werden.

Erneut erfolgt der Vorschlag, Risikoerhebungen in jenen Gebieten durchzuführen, die von DU-Monition (DU, abgereichertes Uran) betroffen wurden. Die irakische Bevölkerung soll informiert werden, wie ein Kontakt mit abgereichertem Uran verhindert werden kann. "Viele Umweltprobleme im Irak sind so alarmierend, dass eine sofortige Abschätzung und ein Säuberungsplan dringend notwendig sind", erklärte der Vorsitzende der UNEP-Untersuchungsgruppe Pekka Haavisto. Nur wenn die Umwelt in alle Wiederaufbaupläne komplett integriert wird, kann sich laut Haavisto das Land wieder nachhaltig erholen.

Bei dem 98-seitigen UNEP-Bericht handelt es sich um eine so genannte Arbeitsstudie, die einen Überblick über die Umweltsituation im Irak bietet, aber nicht auf Vor-Ort-Kenntnissen basiert. Dem Report zufolge hat der Irak-Krieg die Umweltkrise nach dem Golfkrieg 1991, dem Iran-Irak-Krieg in den 80er Jahren und der Misswirtschaft unter dem Regime Saddam Husseins verschärft. Vor allem durch die immer wieder unterbrochene Elektrizitätsversorgung, die Pumpen zur Entfernung des Abwassers und zur Süßwasser-Zirkulation zum Erliegen brachte, wurde großer Schaden angerichtet. Von den Elektrizitätsstopps waren auch Pumpen betroffen, die das Salzwasser von Bewässerungsfeldern im Südirak entfernen sollten. Als Ergebnis resultierten Landflächen voll mit Wasser und sehr hohem Salzgehalt. Hinzu kommt der Rauch der brennenden Ölfelder, der eine lokale Luftverschmutzung und Bodenkontamination verursacht hat.

Am 25-04-2003

Leben nach dem Krieg

Nur rund ein Drittel der Frühjahrsernte im Irak sollen durch den Krieg unversehrt geblieben sein. Zu diesem Ergebnis kommt eine erste Erhebung der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO). Wie die Organisation am heutigen Montag bekanntgibt, basieren die Daten auf Berichten von Mitarbeitern im Irak. Die FAO warnt in einer Stellungnahme aber, dass das Schicksal der Winter-Getreideernte - rund 1,2 Millionen Tonnen Weizen und Gerste - weiterhin ungewiss ist.

Es wird erwartet, dass die nördlichen Regierungsbezirke (Erbil, Dohuk Sulaimaniya) nicht mehr als 30 und 35 Prozent der geschätzten 1,7 Millionen Tonnen Getreideernte für dieses Jahr produzieren werden. Verlaufe die Ernte im Norden nach Plan, könne laut FAO die Nahrungsmittelknappheit durch die Produktion von etwa 500.000 Tonnen Weizen und Gerste verringert werden. Die selbe Menge müsste andernfalls importiert werden.

Weniger klar sei die Situation in den 18 südlichen und zentralen Regierungsbezirken, insbesondere in den Getreideanbau- Regionen im Süden Bagdads zwischen den Flüssen Euphrat und Tigris. In dieser Region werde gewöhnlich ein weiteres Drittel der irakischen Getreideernte kultiviert. Für eine Abschätzung des Ernteausfalls von Weizen, Gerste und Reis sei es hier allerdings noch zu früh. Schwierigkeiten wären gut möglich, da diese Region im Gegensatz vom Norden des Landes zur Gänze von einer Bewässerung abhängig sei und diese wiederum von Elektrizität und Brennstoff für das Pumpennetzwerk, so die FAO. Die gestiegenen Brennstoffpreise belasteten nun die stark mechanisierte Agrarstruktur des Iraks. Mit der Einstellung der Kampfhandlungen hätten sich beispielsweise die Benzinpreise auf einem um 50 bis 75 Prozent höheren Niveau eingependelt.

Am 28-04-2003

Irak

Die in der Aktion Deutschland Hilft (ADH) zusammengeschlossenen Hilfsorganisationen weiten ihren humanitären Einsatz im Irak aus. "Vorrangiges Ziel der Hilfsorganisationen ist es jetzt, die irakische Gesundheitsversorgung zu stabilisieren und weiter auszubauen", so Janina Niemietz-Walter, Sprecherin der ADH. "Noch immer ist das Infektionsrisiko durch verschmutztes Trinkwasser, fehlende Impfstoffe und Desinfektionsmittel für die Bevölkerung, besonders auch für die Kinder, außerordentlich hoch."

Mittlerweile konnten die Hilfsorganisationen aber erste Erfolge in der medizinischen Versorgung erreichen:

CARE:

13 Lastwagen mit Kindernahrung, Desinfektionmaterialien und Hilfsgütern für Krankenhäuser haben am Sonntag Bagdad erreicht. 24 Krankenhäuser in und um Bagdad wurden bereits mit dringend benötigten Materialien ausgestattet. Darunter 21 Sauerstoffgeräte. Rund 16.000 Patienten sowie besonders gefährdete Familien erhalten zusätzlich Hygiene-Sets, um Durchfall- und Infektionserkrankungen vorzubeugen. CARE-Mitarbeiter haben in den vergangenen Tagen Notstromgeneratoren in neun Krankenhäusern installiert und repariert. Auch im Yarmuk-Hospital, einem der größten Krankenhäuser Bagdads, wurde die Energie wieder hergestellt.

Die Johanniter:

Ein großer Hilfskonvoi der Johanniter und ihres französischen Partners "Premiere Urgence" bringen Medikamente und medizinische Ausrüstung für mehrere tausend Patienten in das Kinderkrankenhaus "Ibn Ghazwan" in Basra und weitere Krankenhäuser im Süden Iraks.

Malteser:

Die Malteser bereiten weitere Lieferungen von medizinischen Laborgeräten und Medikamenten in Nord-Irak vor. Dort fehlen vor allem Standard-Antibiotika und stärkere Schmerzmedikamente sowie Labor-Chemikalien, sterile Handschuhe, Spritzen, Kanülen, Instrumente, Urin-Katheter und EKG-Geräte.

ADRA und HELP:

In Vorbereitung ist die Koordination von freiwilligen Ärzte-Teams aus Deutschland zur Unterstützung des überlasteten Personals in den Krankenhäuserm besonders in Bagdad und Umgebung.

Die Hilfsorganisationen sind dringend weiter auf Spendenunterstützung angewiesen. Gemeinsames Spendenkonto: Aktion Deutschland Hilft Konto 10 20 30 Bank für Sozialwirtschaft BLZ 370 205 00, Stichwort: Irak-Krise.

Am 29-04-2003

Nach dem Irak-Krieg

Der Irakkrieg wurde militärisch wesentlich schneller entschieden als von vielen befürchtet. Die gesamtwirtschaftlichen Kosten des Krieges sind dennoch bedeutend. Der aktuelle Wochenbericht des DIW Berlin zeige, dass die jährliche Belastung des US-Haushalts durch die Militärausgaben für den Irakkrieg - gemessen am Bruttoinlandsprodukt - vergleichbar mit der für den Vietnamkrieg ist. Es gebe aber auch indirekte Belastungen im Gefolge des Irak-Konflikts, die mit der Unsicherheit von Investoren und Verbrauchern zu tun haben und die negativen Effekte des internationalen Terrorismus verstärken. Ein Marshallplan mit den vier Elementen Friedenssicherung, Entschuldung, Wiederaufbau und Selbstbestimmung könnte laut DIW den Irak zu Stabilität und Wachstum führen und zugleich dem weltweiten Vertrauensschwund entgegenwirken.

Die Auslandsschulden des Irak belaufen sich auf 65 bis 83 Mrd. US-Dollar, was jährliche Zinsforderungen von über 5 Mrd. US-Dollar impliziert. Der Irak steckte also schon lange vor Kriegsbeginn in einer dramatischen Wirtschaftskrise, die ein Regimewechsel allein nicht lösen kann. Das Land kann seine Erdölproduktion bis zum Jahr 2005 allmählich auf etwa 3,4 mbd aufstocken. Dies erfordere auf der Grundlage sicherer Investitionsbedingungen langfristige Investitionen privater Firmen und des irakischen Staates. Die Erlöse daraus stünden aber nicht ausschließlich zum Wiederaufbau der sozialen, institutionellen und wirtschaftlichen Infrastruktur oder zum Schuldenabbau zur Verfügung, weil sie auch zur Amortisierung des Kapitals dienten.

Die Kosten für die Wiederherstellung der öffentlichen Infrastruktur und für die humanitäre Hilfe zugunsten der Zivilbevölkerung werden auf 25 bis 100 Mrd. US-Dollar bzw. auf bis zu 10 Mrd. US-Dollar geschätzt. In Anbetracht der hohen Wiederaufbaukosten im Verhältnis zur irakischen Wertschöpfung und der bereits beträchtlichen Auslandsverschuldung des Irak müsse der Wiederaufbau zu einem großen Teil über Entwicklungshilfe finanziert werden.

Die Erfahrungen anderer stark verschuldeter und armer Länder (HIPC) in der Nachkriegszeit zeigten, dass ein Entschuldungsplan wie die HIPC-Initiative der Weltbank, gekoppelt mit einer langfristigen Finanzierungszusage für den Wiederaufbau, die einzige Chance sei, die wirtschaftlichen Folgen des Krieges zu überwinden und Stabilität und Wohlstand aufzubauen. Der Irak brauche aber laut DIW ein umfassenderes Konzept mit vier Elementen, und zwar die weitflächige und langfristige Friedenssicherung im Irak durch ein UNO-Mandat und Blauhelmsoldaten, eine deutliche Entschuldung des Landes, eine Finanzierung der wichtigsten Aufbaumaßnahmen und institutionelle Stabilität, möglichst mit einem starken Maß an lokaler Selbstbestimmung.

Am 02-05-2003

Irak

Unter den Kämpfen in der irakischen Hauptstadt hatten auch die Tiere zu leiden: Von ehemals 650 Tieren im Zoo von Bagdad sind nur noch 28 übrig geblieben, und die vegetieren unter katastrophalen Umständen dahin. Der Zoo war von Kriegsbeginn an Schauplatz schwerer Feuergefechte, die irakische Armee hatte dort Artilleriegeschütze positioniert, die von amerikanischen Truppen heftig unter Beschuss genommen wurden. Nach dem Beginn der Luftangriffe hat das Tiergartenpersonal die Flucht ergriffen, Futter und Wasser gab es seither nicht mehr. In der Folge wurden die meisten Gehege zerstört, der Tiergarten fast völlig geplündert. Drei Mitarbeiter der internationalen Tierschutzorganisation Vier Pfoten e. V. haben jetzt mit ersten Hilfsmaßnahmen begonnen.

"Die Zustände sind katastrophal, die verbliebenen Tiere in einem sehr schlechten Zustand", schildert Dr. Amir Khalil von Vier Pfoten e. V. die Situation. Fachgerechte Hilfe brauchen vor allem die verbliebenen Raubtiere: zehn Löwen, zwei Asiatische Tiger, zwei Geparden und zwei nur notdürftig untergebrachte Bären. Mit Hilfe des US-Militärs ist jetzt die alte Bärenanlage notdürftig saniert worden. Die beiden Bären werden heute, Freitag, unter Narkose medizinisch versorgt und wieder in ihr angestammtes Gehege übersiedelt. "Wir werden auch die anderen Tiere untersuchen, behandeln und wieder in größeren Gehegen unterbringen", beschreibt Khalil die weitere Vorgehensweise.

Eines der Hauptprobleme in Bagdad ist die zusammengebrochene Stromversorgung. Futtermittel können daher nur kurze Zeit gelagert werden. Vier Pfoten e. V. will deshalb schnellstmöglich die Mittel für einen Generator, Kühlschränke, Futter und Transportfahrzeuge zusammentragen und wenden sich mit einem Spendenaufruf an die Öffentlichkeit.

"Als Tierschutzorganisation ist es unsere Aufgabe, den wenigen verbliebenen Tieren schnell zu helfen. Es darf nicht passieren, dass die Tiere im Zoo von Bagdad nach Beendigung der Kämpfe weiter hungern, dursten und elendig zu Grund gehen", betont Dr. Marlene Wartenberg, Geschäftsführerin von Vier Pfoten e. V.

Vier Pfoten e. V. sind eine internationale Tierschutzorganisation mit Landesorganisationen in Deutschland, Österreich, Schweiz, Niederlande, Bulgarien und Rumänien sowie Projekten in aller Welt.

Am 09-05-2003

USA versäumen Schutzmaßnahmen

Über Meldungen aus dem Irak über Plünderungen in Atomanlagen und Fälle akuter Strahlenkrankheit hat sich die Ärzteorganisation IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges) besorgt geäußert. Die Organisation fordert daher von der deutschen Regierung, sich für den Schutz der Menschen im Irak vor radioaktiven Materialen einzusetzen. Nötigenfalls sollte Deutschland eine UNO-Resolution für die sofortige Wiederaufnahme der Nuklear-Inspektionen und die internationale Sicherung aller irakischen Atomanlagen initiieren, um die offensichtlichen Gefährdungen für Mensch und Umwelt zu beenden, sowie fehlende radioaktive Materialien aufzufinden und zu sichern.

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO) habe die USA bereits zweimal um Erlaubnis gebeten, ein Inspektionsteam zur Kontrolle der irakischen Atomanlagen entsenden zu dürfen. Die IAEO habe darauf aber keine Antwort erhalten, wie IAEO-Pressesprecher Mark Gwozdecky der IPPNW am 19. Mai mitteilte. Stattdessen habe das US Central Command am 16. Mai erklärt, dass die USA die Aufgabe selber übernehmen wolle, obwohl die IAEO durch ihre langjährige Arbeit im Irak besser einschätzen könne, welche Materialien und Ausstattung fehlten. Gwozdecky äußerte sich sehr besorgt über die Gefährdungen der Bevölkerung und der Umwelt als auch über die mögliche Weitergabe von Spaltmaterialien bis zur denkbaren Herstellung einer "schmutzigen" Bombe.

"Was ist es anderes als heuchlerisch zu nennen, wenn die USA einen Krieg unter dem Vorwand der Massenvernichtungswaffen beginnen, dann aber die Sicherung von waffenfähigen und radioaktiven Materialien offensichtlich versäumen?" fragt Xanthe Hall, Abrüstungsreferentin der IPPNW. Wenn die USA die Untersuchungen der Atomanlagen in eigener Regie durchführen wollten müsse unter anderem der Eindruck entstehen, dass sie Belege für Massenvernichtungswaffen suchten, die für den Rest der Welt nicht verifizierbar seien.

In letzter Zeit mehrten sich Berichte über das Auftreten akuter Strahlenkrankheitssymptome bei Menschen, die möglicherweise bei Plünderungen mit radioaktiven Stoffen in Kontakt gekommen seien. Laut der britischen Zeitung "The Telegraph" (11. Mai) zeigten Bewohner in der Nähe der Atomanlage El Tuwaitha erste Symptome akuter Strahlenkrankheit, wie Hautausschlag, Erbrechen und Nasenblutungen. Die österreichische Zeitung "Der Standard" berichtete bereits am 7. Mai von drei Menschen, die durch die radioaktive Kontaminierung eines gestohlenen Gegenstandes gestorben seien. Messungen in den Dörfern hätten eine extreme Erhöhung der Radioaktivität ergeben, besonders dort, wo entwendete Gegenstände weggeworfen worden seien.

Laut weiterer Berichte sind die Warnschilder vor radioaktiven Stoffen in El Tuwaitha in englischer Sprache abgefasst (Le Monde, 8. Mai) und der Zugang zu den mit radioaktivem Material gefüllten Fässern sei nicht versperrt gewesen. US-Soldaten hätten nicht reagiert, als Plünderer Gegenstände aus der Anlage entwendeten. Der Schutz der irakischen Menschen sei offensichtlich nicht gewährleistet, so die Ärzteorganisation.

Am 20-05-2003

Irak

Die WSPA Welttierschutzgesellschaft bittet Tierfreunde jetzt für die notleidenden Tiere im Irak zu spenden. Es werden dringend 250.000 Euro benötigt, um zahllosen kranken, verletzten und hungernden Tieren im Irak zu helfen. Den Tierärzten in den örtlichen Tierkliniken fehlen mittlerweile sogar die grundlegendsten Medikamente für die einfachsten Behandlungen. Die Menschen im Irak sind auf ihre Pferde, Esel, Kamele, Rinder, Ziegen und Schafe angewiesen, sie sichern ihnen das tägliche Überleben. Mit wenigen Medikamenten könnten viele Tausend Tiere behandelt werden.

Ein WSPA-Rettungsteam will in Kürze die lebensrettenden Medikamente in den Irak bringen. Der Konvoi wird mehrere Tonnen der dringend benötigten Tierarzneimittel an verschiedene Tierkliniken im Zentral- und Südirak verteilen. Das ist die am intensivsten landwirtschaftlich genutzte Region, die auch am stärksten vom Kriegsgeschehen betroffen war. Für nur 8 Euro können zwei Pferde mit Antibiotika behandelt werden, für 25 Euro eine Schafherde von Parasiten befreit und für 40 Euro fünf Kühe gegen Blutparasiten behandelt werden.

Das WSPA-Rettungsteam plant am 5. Juni über Kuwait in den Irak zu reisen. Zunächst wird das Team die Verteilung der Medikamente vorbereiten und dann die Medikamentenlieferung in Basra in Empfang nehmen. In bewachten Lagerräumen des Royal Army Veterinär Corps (RAVC) werden die Medikamente bis zur vollständigen Auslieferung sicher zwischengelagert. Die WSPA geht davon aus, dass die praktische Verteilung der lebensrettenden Tierarzneimittel auf die verschiedenen Stationen mindestens zwei Wochen dauern wird.

Brian Falkner vom WSPA-Rettungsteam erklärt: "Unsere Medikamenten-Lieferung wird zehntausenden Tieren das Überleben sichern und in dieser kritischen Wiederaufbauphase dazu beitragen, dass die Menschen im Irak wieder auf eigenen Füssen stehen können." Vor kurzem war ein Rettungsteam der WSPA-Mitgliedsorganisation Society for the Protection of Animals Abroad (SPANA) mit zwei mobilen Tierkliniken im Irak. Sie verteilten Medikamente sowie 30 Tonnen Futter an örtliche Tierärzte rund um Bagdad. Damit konnten endlich die dehydrierten und abgemagerten Tiere dort versorgt werden.

Die WSPA Welttierschutzgesellschaft hat einige Jahre Erfahrung mit Rettungseinsätzen für Tiere in Kriegs- und Krisengebieten. Schon im letzten Golfkrieg, im Kosovo und aktuell auch in Afghanistan helfen WSPA-Rettungsteams Tieren in Not.

Am 02-06-2003

Reaktionen auf Greenpeace-Aktion

Die Greenpeace-Aktion am gestrigen Dienstag bei der irakischen Nuklearanlage Tuwaitha zeigt nach Angaben der Initiatoren erste Wirkung: Ein Gesundheits- und Strahlenexperte des US-Militärs unterstütze die Forderung von Greenpeace-Aktivisten, den UN-Experten der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) uneingeschränkten Zugang zu gewähren. Sie sollen das Ausmaß der radioaktiven Verseuchung der umliegenden Dörfer bewerten, die durch Plünderung der Atomanlage entstanden sei. Bislang ließen die Besatzungsmächte den Einsatz der UN-Organisation nur für begrenzte Aufgaben innerhalb der Anlage zu und verweigerten ihr umfassende Untersuchungen der Region und ihrer Menschen.

Leutnant Colonel Mark Melanson, der das "US Army Center for Health Promotion and Preventative Medicine" leitet, sagte gegenüber Greenpeace: "Ich empfehle der IAEA und der WHO, sich einzumischen und eine Beurteilung der Lage abzugeben. Beide Institutionen waren bereits in ähnlichen Fällen eingebunden.“ Je schneller dies passiere, desto besser.

Aktivisten hatten einen auf öffentlichen Boden zurückgelassenen, großen Behälter für radioaktives Urangemisch zur Nuklearanlage zurückgebracht und ein Transparent entfaltet mit der Aufschrift: "Nukleares Desaster in Al Tuwaitha - Handelt jetzt" ("Nuclear disaster in Al Tuwaitha - Act now").

"Wir begrüßen die Stellungnahme des US-Militärs vor Ort. Nun müssen schnell Taten folgen", fordert Stefan Schurig, Leiter des Greenpeace-Energiebereichs in Deutschland. "Unser Team findet täglich weitere Orte, wo die Strahlenbelastung tausendfach höher liegt als der Normalwert.“ Ein nukleares Desaster könne nur verhindert werden, wenn das Gebiet sofort unter die Kontrolle der Atomenergiebehörde gestellt werde.

Die US-amerikanischen und englischen Truppen hätten nach dem Einmarsch im Frühjahr diesen Jahres in den Irak versäumt, die Nuklearanlage vor Plünderungen zu schützen, so die Kritik der Umweltschützer. Hochradioaktives Material und Fässer mit Urangemischen seien in den Dörfern als Baumaterial und Trinkwasserbehälter genutzt worden. Die Ärzte der Region Tuwaitha wären beunruhigt, weil die Menschen Symptome von Strahlenkrankheit zeigten wie Blutungen und Erbrechen. Sie gingen davon aus, dass es in den nächsten Monaten zu Krebserkrankungen kommen werde.

Die IAEO hatte noch im April von den Besatzungsmächten verlangt, die Kontrolle der Anlage so schnell wie möglich zu übernehmen, und vor der Gefahr von Plünderungen gewarnt. In Tuwaitha lagerten bis zum Sturz von Saddam Hussein im April 2003 Uran und andere nukleare Stoffe, die seit dem Golfkrieg 1991 unter der Kontrolle der Vereinten Nationen waren.

Am 25-06-2003

Ohne Nahrung, Wasser und Strom

Wasserknappheit, Seuchengefahr und Überfälle - drei Monate nach dem Fall Bagdads kämpfen die Menschen im Irak mit den selben Problemen wie direkt nach dem Krieg. Die Lage verschlechtere sich zunehmend anstatt sich zu verbessern, so die Bilanz der Hilfsorganisation Care. Die Durchführung langfristiger Hilfs- und Aufbaumaßnahmen bleibe immer noch schwierig. Auch die Sicherheit im Irak werde seit dem Krieg zunehmend schlechter statt besser. Sie sei das größte Hindernis für eine effektive humanitäre Hilfe.

Auch die Basisversorgung der Bevölkerung mit Wasser und Strom sowie Möglichkeiten der medizinischen Versorgung hätten in den letzten Wochen drastisch abgenommen. Die Wiederherstellung von Sicherheit und funktionierenden öffentlichen Einrichtungen aber sei für eine Besserung der Lage dringend erforderlich.

Trotz des Abklingen der Plünderungswelle der ersten Nachkriegstage blieben Morde, Überfälle und das Kidnappen von Fahrzeugen auf offener Straße Alltag. Die Ängste der irakischen Bevölkerung vor Übergriffen seien groß. So wurde die Organisation von Mitarbeitern eines Gesundheitszentrums in Bagdad gebeten, keine hochwertigen Proteinkekse für unterernährte Kinder zu verteilen. Die Verteilung von Kindernahrung könne Plünderer anlocken. Doch viele der Kinder Bagdads benötigten die Nahrungsergänzung, um zu Kräften zu kommen.

Auch die Seuchengefahr steige mit den nunmehr herrschenden hohen Temperaturen von über 40 Grad, den wachsenden Müllbergen und Abwasserlachen in den Straßen. Sauberes Trinkwasser werde zur Mangelware und Ärzten blieben nur bescheidene Mittel, die wachsenden Patientenzahlen, die Minenopfer und die durch den Krieg drastisch gestiegene Zahl an Frühgeburten zu behandeln. Seit Ende Juni leide die irakische Bevölkerung erneut unter unzureichender Stromversorgung. In vielen Vierteln blieben nicht mehr als zwei Stunden Strom pro Tag, um Essen und Wasser für die Familie abzukochen. Gleichzeitig führe der anhaltende Zusammenbruch des Kommunikationsnetzes zu einem Gefühl der Isolation von der Außenwelt.

Die Wiederherstellung der Basisversorgung der irakischen Bevölkerung mit Wasser, Strom und Medizin sei derzeit das Hauptanliegen der Hilfsorganisationen. Care habe gemeinsam mit dem Internationalen Roten Kreuz in den vergangenen drei Monaten über 60 Wasseranlagen im Irak repariert und in Gang gesetzt. Die Reparaturen der Wasseraufbereitungsanlage in Hillah sei gerade in Arbeit. Sind diese abgeschlossen, könnten hier 550.000 Menschen ihren Leitungen sauberes Trinkwasser entnehmen.

Am 11-07-2003

Nach dem Krieg

Die Aktion Deutschland Hilft (ADH) - das Bündnis der Hilfsorganisationen - warnt vor den humanitären Folgen fehlender Sicherheit in großen Teilen des Irak. "Aus dem Kreis unserer Mitgliedsorganisationen, die trotz der immer unsichereren Lage im Irak fast alle weiter vor Ort arbeiten, erreichen uns dramatische Berichte über die Sicherheitslage in den Hilfsgebieten," so Manuela Roßbach, Vorstand der Aktion Deutschland Hilft. "Unsere Helfer arbeiten zur Zeit in einer außergewöhnlichen Bedrohungssituation. Auf den Straßen Iraks, besonders in der Hauptstadt und in südlicheren Gebieten Iraks herrscht Angst, schwerste Kriminalität und Terror.

Gewaltsame Übergriffe auf Helfer, bewaffnete Angriffe auf Hilfsbüros, der Raub und die Entführung von Fahrzeugen, Einschüchterung der Bevölkerung durch Kriminelle, Überfälle auf Medikamenten-Depots und auf Lager für Hilfsgüter gehören zum aktuellen täglichen Bedrohungsszenario unserer Mitarbeiter vor Ort", so Roßbach. Die fehlende Sicherheit beeinträchtigt mittlerweile massiv die humanitäre Arbeit für die unterversorgte Bevölkerung.

Alle Organisationen müssen einen bedeutenden Teil ihrer Zeit und ihrer Ressourcen dafür verwenden, das Risiko der Mitarbeiter und Helfer zu verkleinern. Dazu werden zum Teil ganze Büros evakuiert, andere hinter Sandsack-Barrieren verschanzt. So verzichten die meisten Organisationen mittlerweile auch auf den Einsatz ihrer gekennzeichneten Fahrzeuge, kontrollieren die Bewegungen aller Helferteams laufend über Funk und reduzieren längere Fahrten und Transporte auf ein Minimum. Internationale Helfer sind angewiesen, mit Anbruch der Dunkelheit ihre Hotels nicht mehr zu verlassen.

Zur Zeit sind folgende Mitglieder der Aktion Deutschland Hilft im Irak mit lokalen oder internationalen Helfern tätig: ADRA, AWO, CARE, HELP, Malteser Hilfsdienst, World Vision, Parität. Hauptfelder der humanitären Hilfe sind die medizinische Versorgung, Nahrungsmittel-Verteilung, Instandsetzung von technischer Infrastruktur Wasserleitungen), Minenräumung, und soziale Projekte des Wiederaufbaus. "Die Gewalteskalation im Irak bedroht nun auch unsere humanitäre Arbeit und damit eine Versorgungsstütze für die notleidende irakische Bevölkerung", betont Manuela Roßbach. "Viele Maßnahmen, die nötig wären, lassen sich zur Zeit nicht mehr sicher durchführen."

Eine völlige Einstellung der humanitären Arbeit kommt zur Zeit für die vor Ort tätigen Hilfsorganisationen der Aktion Deutschland Hilft allerdings nicht in Frage. "Alle Organisationen prüfen laufend das Risiko für ihre Mitarbeiter und lokalen Helfer. Wir hoffen nicht, dass die Entwicklung weiter eskaliert. Allerdings schließen wir aber auch die Einstellung unserer Hilfsaktivitäten, wenn es die Situation erfordert, nicht aus."

Am 18-09-2003