Umweltschützer wollen weniger Weihnachts-Beleuchtung

"Maßhalten"

Das süddeutsche FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager, das sich gegen die Nutzung der Atomenergie und für eine Energiesparpolitik einsetzt, wünscht sich weniger Licht in der Adventszeit. "Die übermäßigen Beleuchtungen im Advent und in der Weihnachtszeit sind echte Stromfresser", heißt es zur Betründung. Rund 420 Millionen Kilowattstunden Strom würden nach Berechnungen des Heidelberger Instituts für Energiedienstleistungen hierfür in diesem Jahr verbraucht. "Tendenz steigend und den meisten Strom konsumieren die Privathaushalte."

Als Umweltschützer heben auf "die Kehrseite des vielfach überzogenen und auch überhaupt nicht die Besinnlichkeit fördernden Lichtschmucks" ab. Werde der Strom in herkömmlichen Kohlekraftwerken produziert, dann erzeuge diese Beleuchtung rund 420.000 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid.

Bei der Stromproduktion in einem Atomkraftwerk, führe die Advents-und Weihnachtsbeleuchtung "sowohl zu rund 1000 Kilogramm tödlich strahlenden Brennelementmüll, der etwa eine Million Jahre isoliert werden muss, als auch zu rund acht Kubikmeter schwachradioaktiven Müll".

Aber auch die Produktion dieser Strommenge durch Erneuerbare Energien belaste die Umwelt. "Wenn die Elektrizität in mit Nachwachsenden Rohstoffen gefütterten Biogasanlagen gewonnen wird, braucht man rund 32.000 Hektar Ackerland für den Anbau der Energiepflanzen."

Mit Maßhalten und dem Einsatz von Schaltuhren bei der Beleuchtung im Advent und anschließend in der Weihnachtszeit "können wir die Umwelt schonen. Und meistens ist dies auch stimmiger als gedankenlose Lichterketten."