Israel-Nachrichten

Naher Osten | Israel greift mit Kampfhubschraubern die Stadt Gaza an

Bei den Angriffen von isralelischen Kampfhubschraubern auf die Stadt Gaza wurde nach israelischen Angaben unter anderem eine Fabrik zur Herstellung von Mörsergranaten getroffen. Nach palästinensischen Angaben wurden mindestens vier Menschen verletzt und zahlreiche zivile Gebäude schwer beschädigt oder zerstört.

Wie die Tagesschau berichtet, sollen nach palästinensischen Angaben israelische Soldaten im Gaza-Streifen zwei Palästinenser erschossen haben. Bereits am Samstag war im Gaza-Streifen ein Bauer auf seinem Feld erschossen worden.

US-Vizepräsident Dick Cheney rief Israelis und Palästinenser zu einer Beendigung der Kampfhandlungen auf. Er hatte Israel_ zudem aufgefordert, auf den Einsatz von den in den USA hergestellten F-16-Kampfbombern zu verzichten.

Das Auswärtige Amt fordert Isrealis und Palästinenser auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Der am Montag erwartete Bericht des früheren US-Senators George Mitchell über den aktuellen Konflikt sowie die jordanisch-ägyptische Friedensinitiative seien brauchbaren Grundlagen für eine Verhandlungslösung.

Am 21-05-2001

Israel schickt Truppen ins Westjordanland

Die israelische Armee hat Soldaten und gepanzerte Fahrzeuge ins Westjordanland geschickt, berichtet die "Welt-Online". Dies sei die Reaktion auf palästinensische Granatenangriffe bei Jerusalem. Das US-Außenministerium beobachte die Entwicklung sorgfältig, so die "Welt" weiter. Die Palästinenser reagierten äußerst besorgt.

Als Vergeltung für einen Selbstmord-Bombenanschlag, hatte Israel bei einem Kampfhubschrauber-Angriff auf Bethlehem vier radikale Hamas-Anhänger getötet. Die Palästinenser hatten, so die "Welt", am Dienstag erstmals seit dem formellen Beginn der Waffenruhe die Siedlung Gilo von Beit Dschala aus mit einem Granatwerfer beschossen. Beide Seiten drohten mit Vergeltung. Die örtlichen Presseagenturen meldeten Kämpfe im Westjordanland.

Das israelische Fernsehen berichtete, dass Israel im Notfall die Gebiete der Palästiner zurück erobern werden.

Am 18. Jul. 2001 unter: welt-online

Rau eröffnet Büro für deutsch-israelischen Jugendaustausch

Bundespräsident Johannes Rau hat das Koordinierungsbüro für den deutsch-israelischen Jugendaustausch in Wittenberg eröffnet. Er verwies darauf, dass in Israel die Zahl derjenigen, die in Deutschland geboren und aufgewachsen seien, immer kleiner werde.

Deshalb müsse die Jugend die Aufgabe übernehmen, das jeweils andere Land kennen zu lernen und den Austausch fortsetzen. Die Einrichtung des Koordinierungsbüros geht auf eine Anregung des Bundespräsidenten bei seinem Israel-Besuch im Frühjahr 2000 zurück.

Am 23. Okt. 2001 unter: politik

Am 21-05-2001

Israel

Die israelische Armee hat Soldaten und gepanzerte Fahrzeuge ins Westjordanland geschickt, berichtet die "Welt-Online". Dies sei die Reaktion auf palästinensische Granatenangriffe bei Jerusalem. Das US-Außenministerium beobachte die Entwicklung sorgfältig, so die "Welt" weiter. Die Palästinenser reagierten äußerst besorgt.

Als Vergeltung für einen Selbstmord-Bombenanschlag, hatte Israel bei einem Kampfhubschrauber-Angriff auf Bethlehem vier radikale Hamas-Anhänger getötet. Die Palästinenser hatten, so die "Welt", am Dienstag erstmals seit dem formellen Beginn der Waffenruhe die Siedlung Gilo von Beit Dschala aus mit einem Granatwerfer beschossen. Beide Seiten drohten mit Vergeltung. Die örtlichen Presseagenturen meldeten Kämpfe im Westjordanland.

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Das israelische Fernsehen berichtete, dass Israel im Notfall die Gebiete der Palästiner zurück erobern werden.

Am 18-07-2001

Deutschland soll sich bei Konfliktlösung engagieren

Der Leiter des Goethe-Instituts in Ramallah, Manfred Wüst, wirft den Israelis völlig überzogene Militäraktionen gegen die palästinensische Bevölkerung vor. In Ramallah sei ein "riesiger Militärapparat" gegen eine "reine Zivilbevölkerung" in Gang gesetzt worden, sagte Wüst am Dienstag in einem Interview mit dem Deutschlandfunk in Ramallah. Er sei "fassungslos" über die Maßstäbe, die das israelische Militär anlege. Während der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, das Vorgehen des israelischen Militärs verteidigte, forderte Mustafa Shehadeh, Sprecher der Palästinensischen Generaldirektion in Deutschland, die Bundesregierung zu mehr Engagement bei der Lösung des Konfliktes auf.

Bei den israelischen Soldaten sei ein "gewaltiger Hass" auf die Palästinenser festzustellen, der sich auch gegen die in Ramallah lebenden Ausländer richte, fügte Wüst hinzu. Die Soldaten durchsuchten Haus für Haus nach Extremisten. Dabei nähmen sie neben Belastungsmaterialen aber auch Geld und Wertsachen mit. Dieses Verhalten könne man nur als "Plünderungen" bezeichnen, betonte Wüst.

Die einzige Alternative für die Israelis sieht Wüst darin, dass sie sich an "völkerrechtliche Normen" hielten. Der Chef des Goethe-Instituts forderte Israel in diesem Zusammenhang mit Nachdruck auf, die 1967 besetzten Gebiete zu räumen. "Alles andere führt nicht zum Frieden", sagte er.

Der Präsident des Zentralrates der Juden, Paul Spiegel, verteidigte derweil das Vorgehen des israelischen Militärs. Wenn man den USA nach dem 11. September das Recht zugestanden habe, den Terrorismus mit allen Mitteln zu bekämpfen, dann müsse man dieses Recht auch Israel zubilligen, forderte der Zentralratspräsident. Sein Stellvertreter Michel Friedman sagte, Israel dürfe "nicht überreagieren, aber reagieren". Dies sei "das selbstverständliche Notwehrrecht eines Staates" angesichts "täglicher Selbstmordkommandos" der Palästinenser.

Die Palästinensische Generaldirektion in Deutschland fordert angesichts der jüngsten Gewalteskalation in Israel und den Autonomiegebieten von der Bundesregierung mehr Einsatz zur Konfliktlösung. Die Bundesregierung "tut im Moment nicht genug, gemessen an dem Einfluss, den Deutschland auf Israel haben könnte", sagte der Sprecher der Generaldirektion, Mustafa Shehadeh.

Deutschland sei der zweitwichtigste Handelspartner Israels nach den USA, sagte Shehadeh. Zudem bestimme die deutsche Nahost-Politik die Position der gesamten Europäischen Union. Shehadeh sagte weiter, die Palästinenservertretung stehe im Kontakt mit Parteien, Gewerkschaften und Friedensinitiativen in Deutschland, um darüber Druck auf die Bundesregierung auszuüben, damit diese sich in dem Konflikt "effektiver einschaltet".

Die Anschläge auf jüdische Einrichtungen in Frankreich und Belgien verurteilte Shehadeh auf das Schärfste. "Man kann nicht die Juden in Europa für die Politik Israels verantwortlich machen", betonte der Sprecher. Er hoffe, dass die Verantwortlichen rasch gefasst und streng bestraft würden.

Die aktuelle Situation in Ramallah ist nach Shehadehs Darstellung "dramatisch". Das Hauptquartier von Palästinenserpräsident Jassir Arafat sei "stark belagert". Die dort befindlichen Friedensaktivisten, darunter zwei Frauen aus Berlin, würden von den israelischen Militärs wiederholt aufgefordert, das Gebäude zu verlassen. Im Hauptquartier gebe es weder Wasser, Strom noch medizinische Versorgung. Auch die persönlichen Medikamente Arafats gingen zur Neige.

Am 02-04-2002

Nahostkonflikt

Der Grünen-Außenexperte Christian Sterzing wendet sich gegen Überlegungen zu etwaigen Sanktionen gegen Israel zur Eindämmung des Nahostkonflikts. Notwendig sei, die Lage im Nahen Osten möglichst rasch zu entschärfen, sagte Sterzing am Montag im Deutschlandfunk. Mehrere zehntausend Menschen protestierten am Wochenende in Deutschland gegen die Militäreinsätze Israels in den palästinensischen Gebieten. Allein in Berlin gingen nach Polizeiangaben rund 11 000 Menschen auf die Straße. In Frankfurt am Main wurden rund 6000 Demonstranten gezählt. In München und Düsseldorf waren es je rund 5000 Protestler. Größere Demonstrationen gab es auch in Mannheim und Mainz. Die Teilnehmer warfen Israel vor, unschuldige Zivilisten zu töten und gegen Menschenrechte und internationale Konventionen zu verstoßen. Am Sonntag gab es in Berlin indes eine Solidaritätskundgebung für Israel, an der sich rund 1500 Menschen beteiligten.

Sanktionen könnten nach meinung Sterzings jedoch allenfalls mittel- bis langfristig wirken. Sehr viel wichtiger sei es, den Konfliktparteien politische Perspektiven aufzuzeigen, fügte der Bundestagsabgeordnete hinzu. Hierzu gehöre etwa das Angebot, dass sich die USA, Russland und die UNO sowie die EU als Vertreter der internationalen Gemeinschaft an einer politischen Lösung beteiligen. Hierzu enthalte das "Ideenpapier" von Außenminister Joschka Fischer (Grüne) "einige wichtige Elemente".

Zur etwaigen Entsendung einer UN-Truppe in die Konfliktregion sagte Sterzing, dabei werde lediglich über einen "fünften Schritt" eines möglichen Friedensprozesses geredet. Ein "erster Schritt" wäre zunächst ein Waffenstillstand. Notwendig sei zudem, nicht nur über ein Ende der Gewalt zu sprechen, sondern auch über ein "Ende der Besatzung". Hierzu sei ein "ständiger Dialog" mit Israel erforderlich. Wichtig sei dabei, Israel eine politische Perspektive anzubieten. So sei in den entsprechenden Überlegungen etwa davon die Rede, dass die internationale Staatengemeinschaft Garantien auch für Sicherheitsfragen übernehme.

Am 15-04-2002

Heute im Bundestag

Bundeskanzler Gerhard Schröder hat Forderungen nach Boykottmaßnahmen gegen Israel wegen des militärischen Vorgehens gegen die Palästinenser eine klare Absage erteilt. Solche Schritte werde Deutschland aus historischer Verantwortung nicht beschließen oder mittragen, versicherte der Kanzler am in einer Regierungserklärung zum Nahostkonflikt. Ausdrücklich betonte Schröder das Existenzrecht des Staates Israel in anerkannten Grenzen. Dies bleibe unveräußerliche Grundlage der deutschen Außenpolitik und sei bisher Konsens der demokratischen Parteien in Deutschland gewesen.

Als Freund Israels müsse Deutschland aber auch die Stimme offen für die Schaffung eines lebensfähigen palästinensischen Staates erheben. Ansonsten sei eine dauerhafte Sicherheit für Israel nicht möglich. Schröder forderte Israel auf, die Palästinenser als gleichberechtigte Verhandlungspartner "mit Würde und Respekt" zu behandeln. Israel und Palästinensern müsse klar sein, dass Gewalt und Terror kein Weg zur Lösung der Probleme sei.

Ausdrücklich lobte Schröder das Ideenpapier von Außenminister Joschka Fischer zur Entschärfung des Nahostkonfliktes. Die Konfliktparteien seien nicht mehr in der Lage, allein eine Lösung zufinden. Die Bundesregierung befürworte daher einer internationale Konferenz, an der neben den Konfliktparteien auch die USA, die EU, die UNO und Russland teilnehmen.

Am 25-04-2002

Aufruf von 149 Israelischen Wissenschaftlern

Eine dringende Warnung vor möglichen Massenvertreibungen von Palästinensern durch die israelische Regierung haben 149 israeliche Wissenschaftler an die internationale Gemeinschaft gerichtet, darunter der Mathematiker Prof. Matania
Ben-Artzi, der Soziologe Prof. Baruch Kimmerling, der Philosoph Prof. Adi Ophir, der Historiker Prof. Moshe Zimmermann. Der Appell erschien am 28. September 2002 im „The Guardian“.

In dem Aufruf heisst es: „Wir sind tief besorgt, dass der "Rauchvorhang des Krieges" durch die israelische Regierung ausgenutzt werden könnte, um weitere Verbrechen gegen das palästinensische Volk zu begehen, bis hin zu einer umfassenden ethnischen Vertreibung. Die israelische Regierungskoalition schließt Parteien ein, die einen „Transfer" der palästinensischen Bevölkerung befürworten als Lösung dessen, was sie "das demographische Problem" nennen.

Politiker werden regelmäßig in den Medien mit Empfehlungen für eine gewaltsame Vertreibung zitiert, zuletzt die Knesset-Mitglieder Michael Kleiner und Benny Elon. In einem Interview in Ha'aretz bezeichnete kürzlich der Generalstabschef Moshe Ya'alon die Palästinenser als ein "Krebsgeschwür" und sprach von den Militäraktionen in den Besetzten Gebieten als "Chemotherapie", wobei er andeutete, dass eine noch radikalere "Behandlung" erforderlich sein könnte.“

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Aus diesem Grund fordern die Unterzeichner „die internationale Gemeinschaft auf, die Vorkommnisse in Israel und den Besetzten Gebieten genau zu beobachten, um absolut klar zu machen, dass Verbrechen gegen die Menschheit nicht geduldet werden, sowie konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um zu verhindern, dass solche Verbrechen stattfinden."

Am 30-09-2002

Howaldtswerke Deutsche Werft AG

Angesichts einer sich anbahnenden Lieferung von zwei weiteren U-Booten der Dolphin-Klasse aus Deutschland an Israel warnen die Grünen davor, der atomaren Aufrüstung Israels Vorschub zu leisten. Abgesehen von der politischen Brisanz von Rüstungsexporten in diese Region "darf es selbstverständlich keine Unterstützung der atomaren Fähigkeiten Israels durch eine Lieferung der U-Boote geben", sagte Grünen-Fraktionsvize Winfried Nachtwei der "Berliner Zeitung". Er gehe davon aus, dass dies auch weiterhin "eindeutig die Position der Bundesregierung ist".

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Bereits 1999 und 2000 hatte HDW drei U-Boote geliefert. Experten hegen den Verdacht, dass Israel deren Abschussvorrichtungen für Torpedos so verändert hat, dass damit auch Trägerraketen mit Atomsprengköpfen abgeschossen werden können. Die Bundesregierung hatte bisher erklärt, dass eine nukleare Verwendung der Boote nicht möglich sei. Der Grund für den nachträglichen Umbau sei ihr aber "nicht bekannt", schreibt das Blatt.

Am 13-12-2004

Israel und besetzte Gebiete

Besatzung und Patriarchat: Diese Kombination hat für Palästinenserinnen verheerende, teilweise sogar tödliche, Folgen. Das ist das Fazit eines neuen Berichts von Amnesty International (ai), der Fälle von Gewalt gegen Frauen dokumentiert." Armut, Perspektivlosigkeit und die eingeschränkte Bewegungsfreiheit haben die gesellschaftlichen Zwänge, unter denen palästinensische Frauen seit jeher leiden, verschärft", erklärte Claudia Bergmann, ai-Expertin für Israel und die Besetzten Gebiete. "Viele Palästinenserinnen leben in doppelter Unterdrückung: Das israelische Militär beherrscht den öffentlichen Raum, der palästinensische Ehemann das Privatleben."

Fatal wirke sich die Besatzung für werdende Mütter aus, wie beispielsweise das Schicksal von Rula Ashtiya aus der Nähe von Nablus zeigt: "Am Checkpoint waren mehrere Soldaten, sie ignorierten uns ... Ich bin hinter einen Betonblock gekrochen und habe dort entbunden, im Staub, wie ein Tier. ... Ich hielt meine Tochter in den Armen, sie hat sich noch ein bisschen bewegt, aber nach ein paar Minuten war sie tot." Immer wieder sterben Neugeborene, weil die Mutter nicht rechtzeitig ins Krankenhaus gelangen kann." Die israelische Regierung verstoße gegen die Genfer Konventionen, wenn sie als Besatzungsmacht nicht dafür sorgt, dass Schwangere und Kranke angemessene medizinische Versorgung erhalten, sagte Bergmann. In der palästinensischen Gesellschaft werden Frauen und Mädchen immer wieder von Verwandten misshandelt, vergewaltigt oder im Namen der 'Ehre' ermordet." Im palästinensischen Recht gibt es kaum Gesetze zum Schutz von Frauen. Und die Autonomiebehörde tut nicht genug, um diese wenigen Gesetze umzusetzen", so die ai-Expertin. "Wenn die israelische Armee die Besetzten Gebiete abriegelt, ist es für Opfer familiärer Gewalt außerdem kaum möglich, zu fliehen." amnesty international fordert die israelische Regierung auf, für eine vollständige Bewegungsfreiheit und eine angemessene medizinische Versorgung in den besetzen Gebieten zu sorgen. An die Palästinensische Autonomiebehörde appelliert ai, Frauen den Schutz vor Gewalt gesetzlich zu garantieren und jeden Verstoß dagegen auch strafrechtlich zu verfolgen.

Am 31-03-2005

Rüstung

Deutschland wird zwei U-Boote der "Dolphin"-Klasse an Israel liefern und dieses Rüstungsprojekt zu einem Drittel aus dem Bundeshaushalt finanzieren. Das wurde am Mittwoch in der Bundestagsdebatte zum Haushaltsentwurf 2006 offiziell bestätigt. In der Aussprache zum Wehretat forderte der parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Fraktion, Jürgen Koppelin, diese Mittel nicht dem Verteidigungshaushalt anzulasten.

Nach Angaben der "Saarbrücker Zeitung" sind für das geheime U-Boot-Projekt 333 Millionen Euro eingeplant. Der SPD-Haushaltsexperte Johannes Kahrs betonte in der Debatte, diese Summe mache nur ein Drittel der Gesamtsumme aus. Im Übrigen bleibe festzuhalten, dass eine Lieferung von U-Booten politisch durchaus gewollt sei und die Summe aus dem Haushalt des Finanzministeriums bestritten werde.

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Nach Zeitungsangaben sind in einem Kapitel über allgemeine Finanzausgaben als "Beitrag zur Beschaffung von Verteidigungssystemen für Israel" für dieses Jahr Ausgaben von 170 Millionen Euro ausgewiesen; weitere 163 Millionen Euro sind für die nächsten drei Jahre als so genannte "Verpflichtungsermächtigungen" eingestellt.

Am 30-03-2006

"Offener Krieg gegen Palästinenser"

Der Bundesausschusses Friedensratschlag wirft Israel "staatlich ausgeübten Terror" vor. Als solcher müssten die jüngsten Militäraktionen der israelischen Armee im Gazastreifen und Westjordanland bezeichnet werden. "Einen palästinensischen Überfall auf einen israelischen Armeeposten mit anschließendem Kidnapping eines Soldaten mit einer großangelegten Offensive gegen die Bevölkerung des Gazastreifens zu beantworten, ist selbst Terror", meint der Friedensratschlag. Er sieht in der Besetzung des Gazastreifens als auch in der Festnahme von Mitgliedern der palästinensischen Regierung "einen klaren Bruch internationalen Rechts".

Die palästinensischen Autonomiegebiete würden auf Grund der Beschlusslage des UN-Sicherheitsrats, insbesondere mit der Resolution 242 aus dem Jahr 1967, den Status eines unabhängigen Staatsgebiets genießen, dessen Existenz Israel mit den Oslo-Vereinbarungen von 1993 selbst anerkannt habe. Israel hätte sich im Oslo-Grundlagenvertrag mit der Palästinensischen Befreiungsorganisation PLO auf die gegenseitige Anerkennung und auf eine palästinensische Selbstverwaltung in den 1967 besetzten Gebieten geeinigt.

Die Oslo-Abkommen hätten die Errichtung einer palästinensischen Regierungsbehörde (Palestinian National Authority) als Völkerrechtsobjekt "sui generis" ermöglicht. "Insofern genießen die palästinensischen Regierungsmitglieder volle Immunität", so Peter Strutynski vom Bundesausschuss Friedensratschlag. Deren Festnahme durch die israelische Armee stelle somit "einen schweren Verstoß gegen das Völkerrecht" dar. "Es handelt sich um einen kriminellen Akt der Freiheitsberaubung und Verschleppung. Auch die Ausweisung von Regierungsmitgliedern aus Ostjerusalem ist rechtswidrig."

Die Kriegshandlungen Israels fielen zudem in eine Zeit zunehmender Eskalation der Gewalt im Nahen Osten. "Sie schüren einen aufs äußerste angespannten Konflikt, der in ein großes Blutbad münden kann", fürchtet Strutynski. Auch er kritisiert eine einseitige Parteinahme Deutschlands: "Bisher war die deutsche Nahostpolitik von einseitiger Parteinahme für die israelischen Interessen gekennzeichnet. Berlin darf nicht mit zweierlei Maß messen, sondern muss jede Gewalt im israelisch-palästinensischen Konflikt ablehnen. Umgekehrt muss Deutschland endlich auch die Isolierung der palästinensischen Regierung beenden. Verhandlungen setzen die Anerkennung des potenziellen Verhandlungspartners voraus."

Der Bundesausschuss Friedensratschlag sieht sich mit dieser Sichtweise von der israelischen Friedensbewegung unterstützt und verweist hierbei beispielhaft auf "Gush Shalom". Die bekannte israelische Anwältin und Menschenrechtsaktivistin Felicia Langer werde diesen Standpunkt auch auf einer Kundgebung der Friedensbewegung am 13. Juli in Stralsund vertreten, "wenn US-Präsident Bush zu Gast bei der Bundeskanzlerin ist".

Am 03-07-2006

"Darauf achten"

Deutschland will zwei für Israel bestimmte U-Boote der "Dolphin"-Klasse erst nach 2010 ausliefern und "darauf achten", dass sie nicht nuklear umgerüstet werden. Vize-Regierungssprecher Thomas Steg reagierte damit am Freitag in Berlin auf Befürchtungen, Israel könnte die neuen Boote als Erpressungsmittel im Nahost-Konflikt einsetzen. Zugleich wurde bestätigt, dass dieses Rüstungsprojekt zu einem Drittel aus dem Bundeshaushalt finanziert wird. Die Anschaffungskosten für die zwei "Dolphins" werden auf rund zwei Milliarden Euro veranschlagt.

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Am 21. November 2005 wurde laut Steg ein entsprechendes Regierungsabkommen unterzeichnet. Die Boote sollen nicht für den Abschuss von Nuklearwaffen gebaut und ausgerüstet sein. Nach dem ersten Golfkrieg der USA gegen den Irak hatte Deutschland auf Druck Washingtons drei "Dolphins" für Israel fast komplett finanziert.

Am 25-08-2006

Nahost-Krieg

Medienberichte zufolge hat der israelische Gesundheitsminister Yaakov Edri zugegeben, dass die israelische Armee während des jüngsten Krieges gegen den Libanon Phosphorbomben eingesetzt hatte. Die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) fordern die israelische Regierung nun erneut dazu auf, den Einsatz von Phosphorbomben restlos aufzuklären und die Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Die IPPNW bezeichnete den Einsatz von Phosphorbomben als völkerrechtswidrig und besonders menschenverachtend.

Nachdem der israelische Botschafter in Deutschland, Shimon Stein, im Juli nicht auf eine entsprechende Anfrage der IPPNW reagiert habe, wiederholte die Friedensorganisation ihr Aufklärungsgesuch.

Ärzte aus dem Libanon und aus Gaza hatten der Organisation zufolge im Juli von verletzten Zivilisten mit schwersten Verbrennungen berichtet, die auf den Einsatz von Phosphor hindeuten. Der Einsatz dieser Kampfstoffe in bewohnten Gebieten sei laut Völkerrecht verboten, da sie "übermäßiges Leiden verursachen oder unterschiedslos wirken".

Im Einzelnen will die IPPNW wissen, wo und in welchem Umfang Phosphormunition durch die israelische Armee eingesetzt wurde und ob die israelische Armee auch weiterhin plant, Phosphormunition einzusetzen. Weiterhin fragt die Organisation, ob die israelische Regierung versuchen werde, die Opfer des Phosphorbombeneinsatzes und deren Angehörige ausfindig zu machen und Wiedergutmachung zu leisten.

Am 24-10-2006

Atomstreit

Das wohl im Moment in Deutschland am meisten diskutierte Thema: das israelkritische Gedicht „Was gesagt werden muss“ von Günter Grass. Ein Friedensgedicht, indem der Literatur-Nobelpreisträger zur atomaren Aufrüstung und der Provokation gegen den Iran seitens Israel Stellung bezieht.

Zum Verständnis für alle, die sich noch nicht mit dem Gedicht beschäftigt haben oder es gelesen haben. Grass beschreibt in ihm die Situation zwischen Israel und dem Iran. Er erzählt davon, dass dem Iran der Bau einer Atomwaffe vorgeworfen und diese Vermutung gleich mit Resolutionen geahndet wird; jedoch vergisst man dabei, dass Israel seit Jahren hinter dem Rücken der anderen Nationen sein Atomwaffenarsenal heimlich erweitert. Grass fordert lediglich, dass Israel, genau wie der Iran, von der internationalen Gemeinschaft, in Hinsicht auf die Fertigung von Nuklearsprengköpfen, überwacht wird.

Auf Grund dieser Kritik, die für jeden erkennbar die Wahrheit zeigt, warf man ihm von allen Seiten den Vorwurf des Antisemitismus gegen den Kopf. Sein Gedicht wurde für literarisch und politisch wertlos erklärt und zuguterletzt legte die Regierung in Jerusalem ein Armutszeugnis ab, indem sie Grass zur persona non grata erklärte und somit ein Einreiseverbot gegen ihn verhängte. Soviel zum Grundverständnis.

Ich, für mich, teile seine Meinung. Es ist lediglich die für jeden sichtbare Wahrheit, die er publiziert. Es ist wahr, dass Israel seit Jahren ohne Erlaubnis Atombomben herstellt. Niemanden stört es. Wer gibt Israel das Recht dazu und dem Iran nicht? Ich bin grundsätzlich gegen Atomwaffen, doch ich möchte hier nur in Frage stellen, ob es rechtens ist, dass Israel diese Rechte für sich in Anspruch nimmt und sie dem Iran im selben Atemzug aberkennt. Warum behauptet Netanjahu, Israel hätte das Recht auf den Erstschlag gegen den Iran und das sogar ohne Kriegserklärung seitens des Iran? Ein Überraschungsangriff ohne Kriegserklärung ist schon immer geächtet gewesen. Warum erheben die westlichen Staaten keinen Einspruch sondern unterstützen Israel auch noch in vollen Zügen - wie zum Beispiel Deutschland, das Israel ein weiteres Atom-U-Boot zum Teil schenkt?

Israel führt seit Jahren Krieg gegen die Palästinenser im Gaza-Streifen und verletzt dabei ununterbrochen die Menschenrechte und Kriegsgesetze. Hilfskonvois mit Medikamenten und Nahrungsmitteln werden abgefangen und die Aktivisten teilweise festgenommen. Niemand der Herrschenden sagt auch nur einen Ton dagegen. Weshalb? Aus Angst? Aus Angst als „Antisemit“ verleumdet zu werden, nur weil man darauf aufmerksam macht, dass dies nicht rechtens ist?

Ich bin es leid zu schweigen! Ich nehme gerne in Kauf, von selbst ernannten Repräsentanten des jüdischen Volkes als Antisemit beschimpft zu werden, solange es dem Frieden dient! Denn ich liebe die Juden, ich liebe die Iraner, ich liebe die Araber und ein Krieg würde keinem etwas nützen - außer der israelischen Regierung.

In diesem Sinne halte ich das Gedicht von Günter Grass für sehr wertvoll. Er hatte den Mut etwas gegen die Missstände zu sagen und bekam sofort harsche Kritik zu spüren. Ich hoffe, dass ich mit meinem Text die Absichten von Günter Grass ein wenig dargelegt habe und nicht allzu sehr auf Unverständnis stoße. Denn letztendlich muss jeder selbst für sich entscheiden was er davon hält.

Leserbrief von TK (Name der Redaktion bekannt)

Foto wikipedia

Am 10-04-2012

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