UNESCO Rückblende

Antrag bei UNESCO - Wattenmeer soll Weltnaturerbe werden

Bereits heute genießt das schleswig-holsteinische Wattenmeer an der Nordseeküste den höchsten deutschen Schutzstatus und zählt zu den wenigen Nationalparks der Republik. Doch könnte diese einzigartige Landschaftsform womöglich noch höhere Weihen erfahren: Bei der nächsten Konferenz der Umweltminister von Deutschland, Dänemark und den Niederlanden soll ein Antrag an die UNESCO (Sonderorganisation der Vereinten Nationen zur Förderung von Wissenschaft, Erziehung, Kultur) verabschiedet werden, das Wattenmeer als "Weltnaturerbe" einzustufen.

Damit würde sich die ausgedehnte Schlicklandschaft, die auf deutscher Seite entlang einer Küstenlänge von 820 Kilometern rund 680.000 Hektar Fläche umfasst, in guter Gesellschaft befinden: Das begehrte UNESCO-Prädikat "Welterbe" ziert etwa die Kathedrale Notre Dame in Paris ebenso wie den amerikanischen Yellowstone-Nationalpark oder den Aachener Dom.

Bereits in den 80er Jahren hatte das Bundesland Niedersachsen den Versuch unternommen, seinen Wattenmeerbereich als "Weltnaturerbe" anerkennen zu lassen. Seinerzeit lehnte die UNESCO dieses Vorhaben jedoch mit dem Hinweis ab, dass das niedersächsische Wattenmeer nur einen Bruchteil dieser markanten Küstenlandschaft darstelle.

Nun wollen die Umweltminister der drei Anrainer-Staaten Deutschland, Dänemark und Niederlande einen gemeinsamen Anlauf wagen und bei ihrer nächsten, im kommenden Oktober im dänischen Esbjerg stattfindenden Konferenz einen entsprechenden Antrag an die UNESCO verabschieden. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren: "Die Nationalpark-Kuratorien von Nordfriesland und Dithmarschen haben eine gemeinsame Arbeitsgruppe gebildet, die sich des Themas angenommen hat. Der Antrag dürfte gute Chancen haben, von der UNESCO angenommen zu werden, hat sich der Naturschutz im Wattenmeer in den letzten Jahren doch erheblich verbessert", heißt es von Seiten des schleswig-holsteinischen Nationalparkamtes in Tönning.

Und Schleswig-Holsteins Umweltminister Klaus Müller sekundiert: "Wir sind geradezu verpflichtet, das bedeutsame Ökosystem Wattenmeer international bekannt zu machen. Damit bekäme unsere Küstenregion ein internationales Qualitätssiegel von höchster Güte, eine gute Werbung für die ganze Region." Bislang ist die Schiefergrube Messel in Hessen die einzige deutsche Landschaft, die aufgrund ihrer bedeutsamen Vorkommen an Fossilien als "Weltnaturerbe" eingestuft wurde.

Bereits 1972 wurde von der Generalkonferenz der UNESCO die "Internationale Konvention zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt" verabschiedet. Sie benennt Bauwerke, Städte und Landschaften, "die von so überragendem Wert sind, dass ihr Schutz zum Anliegen der ganzen Menschheit wird". Jeder Staat, der die Konvention unterzeichnet hat, verpflichtet sich damit, das innerhalb seiner Landesgrenzen gelegene "Kultur- und Naturerbe" mit Hilfe fachlicher Unterstützung der UNESCO zu schützen und zu erhalten.

Am 21-05-2001

Sponsoring

Die Deutsche UNESCO-Kommission ließ sich am 11. Juli ihre Festveranstaltung „50 Jahre deutsche Mitgliedschaft in der UNESCO" in Berlin von der Daimler-Chrysler AG sponsern. Daimler-Chrysler ist einer der weltweit führenden Rüstungskonzerne und an der Herstellung und dem Verkauf von Kreigswaffen beteiligt. Die Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), die 1984 den UNESCO-Friedenspreis erhielten, verurteilten das Sponsorship und distanzierten sich von der Veranstaltung. Im Rahmen der Festveranstaltung gab Bundespräsident Johannes Rau im Schloss Bellevue einen Empfang, der trotz der im Vorfeld geübten Kritik ebenfalls von dem Rüstungskonzern finanziert worden war.

Die UNESCO setzt sich seit Jahrzehnte für eine humanitäre Friedenspolitik und den Dialog zwischen den Kulturen ein. Die IPPNW befürchtet, dass die Daimler-Chrysler AG vom Renommee dieser Organisation profitiere, während jene an Glaubwürdigkeit verliere. Zudem werde das Ansehen des von der UNESCO verliehenen Friedenspreises beschädigt.

„Die Kooperation mit einem Profiteur des weltweiten Rüstungsgeschäfts verträgt sich nicht mit dem friedenspädagogischen Auftrag der UNESCO", meint Dr. Peter Hauber von der IPPNW, der zugleich Mitglied des Berliner UNESCO-Komitees ist. Der Verkauf des guten Rufes der UNESCO an einen Waffenhersteller mute zynisch an.

Daimler-Chrysler steuerte für den Empfang des Bundespräsidenten und für die Festveranstaltung der UNESCO im Haus der Kulturen der Welt insgesamt 50.000 DM bei. Der Rüstungskonzern ist „ein wichtiges, höchst seriöses Unternehmen, das in seiner Gesamtheit keine Ziele verfolgt, die mit der UNESCO nicht vereinbar wären", zitiert „Tagesspiegel Online" den Pressesprecher der Deutschen UNESCO-Komission, Dieter Offenhäußer.

Pressesprecher Christoph Habermann aus dem Bundespräsidialamt teilte jetzt Hauber nach dessen Angaben in einem Telefonat mit, für die Finanzierng des Empfangs sei die UNESCO zuständig gewesen. Es sei für Bundespräsident Rau nicht von Bedeutung gewesen, dass Daimler-Chrysler die Verpflegung für den Empfang finanziert habe. Der Staat selbst habe dafür keine Mittel. Zuvor hatte bereits der Leiter der Zentralabteilung, Walter Karschies, in einem Schreiben an Hauber mitgeteilt, man glaube nicht, dass unter dem Sponsoring „die Glaubwürdigkeit des Engagements der UNESCO leidet."

Deutschland rangierte laut Bericht des Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI im Jahre 2000 weltweit auf Platz drei der Waffenhändler. 1998 wurde versucht, unter Führung der Daimler-Chrysler-Tochter Dasa und damit unter deutscher Führung einen einheitlichen europäischen Rüstungskonzern zu bilden. Aus Angst vor der deutschen Vorherrschaft ist dieses Vorhaben vorläufig gescheitert. Doch die Voraussetzungen des deutschen Rüstungskonzerns für eine globale Expansion sind hervorragend: Daimler-Chrysler ist neben General Motors der umsatzstärkste Industriekonzern der Welt und mit der Deutschen Bank steht seit der Übernahme von Bankers Trust der weltweit führende Bankkonzern als Großaktionär hinter dem Unternehmen.

Am 10-08-2001

UNESCO

Die Klosterinsel Reichenau im Bodensee gehört seit Mittwoch offiziell zum Weltkulturerbe der Unesco. Der Präsident der Deutschen Unesco-Kommission, Klaus Hüfner, überreichte bei einem Festakt im Klosterhof die Urkunde zur Aufnahme in die Welterbeliste. Damit gibt es mittlerweile 24 Welterbestätten in Deutschland. In Baden-Württemberg gehört neben der Reichenau seit 1993 auch das Zisterzienserkloster Maulbronn zum Weltkulturerbe.

Die Entscheidung zu Gunsten der Klosterinsel hatte das Unesco-Welterbekomitee bereits auf seiner 24. Sitzung im November 2000 in Australien gefällt. Mit der Auszeichnung wird die Reichenau als "herausragendes Zeugnis von der religiösen und kulturellen Rolle eines großen Benediktinerklosters im Mittelalter" gewürdigt. Die Kirchen der Insel aus dem neunten bis elften Jahrhundert veranschaulichten die frühmittelalterliche Architektur in Mitteleuropa, heißt es unter anderem zur Begründung.

Der baden-württembergische Ministerpräsidenten Erwin Teufel (CDU) bezeichnete die Auszeichnung als ein "seltene Ehre" und zugleich als "große Verpflichtung". Die Landesregierung sei sich der Verantwortung bewusst, die Kulturdenkmäler der Insel für die gesamte Menschheit zu bewahren. Der Ministerpräsident dankte zudem der Unesco für ihr Engagement. Die Organisation leiste mit dem Welterbe nicht nur Wesentliches für den Erhalt der Stätten. Sie schaffe auch Ansätze eines "weltweiten Bewusstseins".

Das Kloster Reichenau wurde im Jahre 724 von dem Wanderbischof Pirmin gegründet und entwickelte sich in den folgenden Jahrhunderten zu einem geistig-kulturellen Zentrum des Heiligen Römischen Reiches. Zur Insel gehören heute unter anderem drei gut erhaltene Kirchen, deren Ursprünge bis in das neunte Jahrhundert zurück gehen. Berühmt sind insbesondere die Wandfresken in der Kirche St. Georg. Ihre kunsthistorische Bedeutung verdankt die Insel auch der ottonischen Buchmalerei der Reichenauer Klosterschule. Die reich verzierten Handschriften sind heute auf Museen und Bibliotheken in der ganzen Welt verteilt.

Zum Unesco-Welterbe gehören inzwischen rund 690 Kultur- und Naturstätten in 122 Staaten. Zu den berühmtesten zählen unter anderen die ägyptischen Pyramiden, die Große Mauer in China und die Inkastadt Macchu Picchu. Unter den 24 Welterbestätten in Deutschland sind zum Beispiel Köln mit dem Dom, Berlins Museumsinsel und die Stadt Weimar.

Am 15-08-2001

Unesco-Weltkulturerbes

Rund 690 Kultur- und Naturstätten in über 120 Ländern zählen zum Unesco-Weltkulturerbe. Sie genießen damit den besonderen Schutz der internationalen Staatengemeinschaft. Die Palette der einzigartigen menschlichen Kulturleistungen sowie Naturphänomene reicht vom Tower in London bis zum Malawi-See in Ostafrika.

Deutschland ist gegenwärtig mit 24 Einträgen in der Liste des Weltkulturerbes verzeichnet. Entscheidungsgrundlage für die Aufnahme ist die "Internationale Konvention für das Kultur- und Naturerbe der Menschheit". Diese wurde 1972 von der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation verabschiedet und inzwischen von 161 Staaten unterzeichnet. Ein eigens von der Unesco eingerichtetes zwischenstaatliches Komitee prüft, welches Denkmal in die Liste aufgenommen wird. Neben dem Kriterium der "Einzigartigkeit" und dem "Erhaltungszustand" ist ein überzeugender Erhaltungsplan erforderlich.

Die deutschen Weltkulturerbe-Stätten sind:

  • Aachen (seit 1978)
  • Bamberg (1993)
  • Berlins Museumsinsel (1999)
  • Brühl (1984)
  • Dessau und das Bauhaus (1996)
  • Dessau-Wörlitzer Gartenreich (2000)
  • Lutherstadt Eisleben und Lutherstadt Wittenberg (1996)
  • Goslar (1992) - Hildesheim (1985)
  • Köln mit dem Dom (1996)
  • Lorsch mit ehemaligem Kloster (1991)
  • Lübeck mit dem Holstentor (1987)
  • Maulbronns über 850 Jahre alte ehem. Zisterzienserabtei(1993)
  • Messel, Fossilienlagerstätte (1995)
  • Potsdam, u. a. mit Sanssouci (1990)
  • Quedlinburg mit Stiftskirche St. Servatius (1994)
  • Insel Reichenau im Bodensee (2000)
  • Speyer mit Dom (1981) - Trier (1986)
  • Völklingen mit ehemaligen Stahlwerken (1994)
  • Die Wartburg bei Eisenach (1996)
  • Weimar (1998)
  • Wies mit Wieskirche (1983)
  • Würzburg (1981)

Am 15-08-2001

Flugzeugabsturz

Die bei dem Flugzeugkatastrophe über dem Bodensee ums Leben gekommenen russischen Kinder sind nicht auf Kosten der Unesco nach Spanien geflogen. "Die Reise wurde von der Unesco weder organisiert noch finanziert", sagte der Sprecher der deutschen Unesco-Kommission, Andreas Baaden am Dienstag in Bonn. Allerdings sei die Reise von einem örtlichen Unesco-Klub in Baschkortostan initiiert worden.

Bei Unesco-Klubs handele es sich um private Initiativen, die von der Weltorganisation völlig unabhängig seien. "Diese Vereine stellen der Unesco ihr Programm vor und erhalten die Genehmigung den Namen zu verwenden, wenn sie sich für Ziele wie Völkerverständigung, Toleranz, Frieden oder Umwelterziehung einsetzen", sagte Baaden.

Finanziert würden die Klubs über Sponsoren, Spenden oder private Gelder, jedoch nicht über Unesco-Gelder. Weltweit unterstützten etwa 5.000 Klubs die Arbeit der Unesco sowie ihrer Nationalorganisationen.

Bei einer Flugzeugkatastrophe über dem Bodensee in der Nacht zum Dienstag starben 71 Menschen. Die meisten Opfer waren Schüler aus Ufa, der Hauptstadt Baschkortostans. Nach Angaben des Stadtsprecher Timur Sultanow handelte es sich dabei überwiegend um Kinder von baschkirischen Ministern oder anderen Regierungsbeamten. Sie wollten an einer Bildungsreise teilnehmen.

Am 02-07-2002

Gedächtnis der Menschheit

Mit einem Festakt wird am 12. Januar in Berlin die Aufnahme der Originalhandschrift der 9. Sinfonie Ludwig van Beethovens in das Unesco-Verzeichnis "Memory of the World" - das Gedächtnis der Menschheit - offiziell besiegelt. Das Programm zum Erhalt des dokumentarischen Erbes der Menschheit wurde 1992 von der Unesco ins Leben gerufen. Ziel ist es, dokumentarische Zeugnisse, die in Archiven, Bibliotheken, Dokumentationsstellen, Museen und Gedenkstätten überliefert sind, zu sichern und weltweit zugänglich zu machen.

Entstehen soll ein "Weltregister des Memory of the World" als universelles digitales Netzwerk mit herausragenden Dokumenten - wertvollen Buchbeständen, Handschriften, Partituren, Unikaten, Bild-, Ton- und Filmdokumenten. Der Eintrag in das Register soll als internationale Auszeichnung gelten. Die Herkunftsländer verpflichten sich, für die Erhaltung und Verfügbarkeit des jeweiligen dokumentarischen Erbes zu sorgen.

Das "Memory of the World"-Register verzeichnet derzeit 69 Einträge: Darunter sind die Dokumente des Wiener Kongresses, die Kolonialarchive Benins, Senegals und Tansanias sowie die Archive des Warschauer Ghettos. Deutschland ist mit fünf Einträgen vertreten: den historischen Beständen des Phonogrammarchivs bei der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin, Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks um 1450, der literarische Nachlass Goethes, Beethovens 9. Sinfonie und Fritz Langs Stummfilmklassiker "Metropolis" von 1925/26.

Am 10-01-2003

Recht auf Wasser

Unter Federführung der UNESCO haben 23 UN- Agenturen den ersten "Welt-Wasser-Entwicklungsbericht" erstellt. Der Report biete einen weltweiten Überblick über die Wasserreserven der Erde, so die UNESCO. Neben Zahlen und Fakten zur Situation der Süßwasserressourcen behandele der Bericht elf "Aufgaben zur Sicherung von Leben und Wohlergehen" – vom Recht auf Gesundheit und dem Bedarf in Großstädten, über die Förderung einer sauberen Industrie und den Ausbau der Energieerzeugung bis hin zu Managementaufgaben der Risikominderung und einer "klugen Wasserordnungspolititk zu Gunsten nachhaltiger Entwicklung."

In sieben Fallstudien aus Europa, Asien, Afrika und Lateinamerika werden die mit der Wasserbewirtschaftung verbundenen Probleme skizziert. Die Orgaisationen, darunter auch FAO, WHO, UNICEF, UNEP, UNDP und Weltbank, warnen in ihrem Entwicklungsbericht vor einer weltweiten Wasserkrise.

Die Vollversammlung der Vereinten Nationen hat 2003 zum "Internationalen Jahr des Süßwassers“ erklärt. Ziel des internationalen Jahres seien eine nachhaltige Wasserbewirtschaftung und der Schutz der Trinkwasservorräte. Die Mitgliedstaaten der UNO und NGOs sollen mit eigenen Beiträgen und Aufklärungskampagnen für einen umsichtigeren Umgang mit Wasser werben.

Die deutsche UNESCO-Kommision und der UNO-Verlag sollen die deutschsprachige Fassung am 5. März in Bonn vorstellen.

Am 27-02-2003

Kriegsfolgen

Die Unesco will nach dem Ende des Irak-Krieges rasch mögliche Schäden an Kulturgütern untersuchen. Die UN-Organisation habe den Alliierten vor den Kampfhandlungen eine Liste der schützenswerten Stätten übergeben, sagte der Sprecher der deutschen Unesco-Kommission, Dieter Offenhäußer. Nun müsse geprüft werden, wie groß die Zerstörungen an Kulturgütern und den Tausenden von archäologischen Stätten seien. Plünderungen etwa in Museen könnten ebenfalls ein Problem darstellen. Auch um den Bildungsbereich werde sich die Unesco kümmern.

Wann die Organisation mit ihrer Arbeit vor Ort beginnen könne, sei allerdings noch offen. "Wir sitzen in den Startlöchern. Sobald die Waffen schweigen, wird die Zeit der Unesco wieder kommen", so Offenhäußer.

Möglichst noch in diesem Monat solle ein Treffen von weltweit führenden Experten zum irakischen Kulturerbe stattfinden. Dort solle ein Not-Rettungsplan ausgearbeitet werden. Sobald die Situation es erlaube, werde eine Expertengruppe in den Irak reisen, um eine Art Inventarliste der dringendsten Bedürfnisse zu erstellen. Nach den Worten Offenhäußers gibt es Bestrebungen, Assur - die erste Hauptstadt des assyrischen Reiches - noch in diesem Jahr in das Weltkulturerbe aufzunehmen. Die Reintegration des Irak in die Weltgemeinschaft müsse auch die Kulturgüter umfassen, betonte er.

Am 10-04-2003

30 von 750 Stätten weltweit

Auf der Welterbeliste der Unesco sind in Deutschland etwa 30 Denkmäler verzeichnet. Sie stehen unter dem Schutz der Internationalen Konvention für das Kultur- und Naturerbe der Menschheit. Als erste Stätte in Deutschland wurde 1978 die Stadt Aachen mit der Pfalzkapelle Karls des Großen und dem Dom in die Liste der besonders schützenswerten Kulturgüter aufgenommen.

Ihr folgten in den 80er Jahren die frühere fürstbischöfliche Residenz Würzburg, Brühl mit der Augustusburg und dem Schloss Falkenlust, Hildesheim mit seiner Michaeliskirche, die Hansestadt Lübeck, die bayerische Wieskirche in Pfaffenwinkel, die Stadt Trier und der Dom zu Speyer.

Mit der Preußen-Residenz Potsdam, der Lutherstadt Eisleben und dem mittelalterlichen Stadtkern von Quedlinburg fanden nach der Wende erstmals ostdeutsche Ensembles Aufnahme in das Unesco-Kulturerbe. Auch die Wartburg bei Eisenach, Weimar als "Europäische Kulturstadt 1999", die Lutherstadt Wittenberg, das Bauhaus Dessau, das Dessau-Wörlitzer Gartenreich sowie die Berliner Museumsinsel gehören inzwischen dazu.

Die 1972 von der Unesco verabschiedete Konvention gilt als international bedeutendstes Instrument zum Erhalt von Kultur- und Naturstätten mit "außergewöhnlichem universellem Wert". Die Liste des Welterbes umfasst inzwischen etwa 750 Stätten in rund 130 Ländern.

Die betreffenden Regierungen verpflichten sich zugleich zur eigenständigen Finanzierung von Maßnahmen zum Schutz- und Erhalt der Kulturerbestätten. Länder, die dies nicht leisten können, erhalten Unterstützung aus dem Welterbefonds.

Am 02-07-2004

Unesco

Die Unesco hat das Dresdner Elbtal einschließlich der historischen Dresdner Elbfront zum Weltkulturerbe erklärt. Das zuständige Komitee der Organisation habe auf seiner Sitzung im chinesischen Suzhou das Elbtal auf die Liste der besonders schützenswerten Kulturgüter der Erde aufgenommen, sagte der Sprecher der Deutschen Unesco-Kommission, Dieter Offenhäußer, am Freitag in Bonn.

Damit steht der rund 20 Kilometer lange Flussabschnitt zwischen Schloss Übigau westlich des Dresdner Stadtzentrums und dem östlich gelegenen Dorf Söbrigen in der Nähe von Schloss Pillnitz unter dem besonderem Schutz der Kulturorganisation der Vereinten Nationen.

Die Entscheidung über eine Aufnahme von zwei weiteren deutschen Bewerber auf die Erbeliste steht den Angaben zufolge noch aus. Dies sind der Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau als deutsch-polnische Bewerbung sowie Bremen mit dem Gebäudeensemble Marktplatz, Roland und Rathaus.

Am 02-07-2004

UNESCO-Bericht

Immer noch gehen über 100 Millionen Kinder nicht zur Schule. In zahlreichen Ländern erreichen weniger als 75 Prozent der Schüler die fünfte Jahrgangsstufe. Das ergibt sich aus dem am Montag in Brasilia vorgestellten UNESCO-Weltbericht "Bildung für alle" 2005. Der Bericht gibt einen Zwischenstand nach dem Weltbildungsforum in Dakar 2000, bei dem sich 164 Länder verpflichtet haben, sechs Bildungsziele bis zum Jahr 2015 zu erreichen. Im Mittelpunkt des diesjährigen Berichts steht das Ziel Bildungsqualität, die in vielen Ländern nach wie vor unzureichend sei. Insgesamt besuchen zwar mehr Kinder die Schule, und auch die Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen werden geringer. Doch verlaufe dieser Prozess zu langsam.

In Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen sowie unter benachteiligten Gruppen in einigen Industrieländern ist das Leistungsniveau der Schüler sehr schwach. In vielen Ländern hat die Ausstattung der Schulen mit dem Anstieg der Schülerzahlen nicht Schritt gehalten: Klassen mit bis zu 60 Schülern, unzureichend qualifizierte Lehrer und fehlende Schulbücher haben die Bildungsqualität hier verschlechtert.

Für 127 Länder stellt der "EFA Development Index" (EDI) in diesem Jahr dar, wo sie im EFA-Prozess stehen. Für andere Länder, darunter auch Deutschland, liegt keine Bewertung vor, weil nicht alle Daten verfügbar sind oder diese Länder keinen nationalen EFA-Mechanismus entwickelt haben. Den höchsten EDI erreicht Norwegen mit 0,995, gefolgt von Dänemark (0,994) und den Niederlanden (0,992), den niedrigsten Burkina-Faso (0,429) hinter Niger (0,448) und Guinea-Bissau (0,450). 41 Länder, davon die meisten in Nordamerika und Europa, aber auch Argentinien, Kuba und Chile, haben die Ziele ganz oder nahezu erreicht. 35 Länder, darunter 22 im Afrika südlich der Sahara, Bangladesch, Indien und Pakistan, sind weit davon entfernt, Bildung für alle zu erreichen.

Der jährlich erscheinende Weltbericht "Bildung für alle" wird im Auftrag der UNESCO von einem unabhängigen internationalen Expertenteam angefertigt, das unter anderem vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung unterstützt wird. Er ist in englischer Sprache auf der Homepage der UNESCO abrufbar.

Am 08-11-2004

"Starke Kulturindustrie"

Die UNESCO will offenbar die weltweite kulturelle Vielfalt gegenüber dem Globalisierungsdruck und der US-Kulturindustrie schützen. Regierungsexperten der 190 Mitgliedsstaaten kamen am Montag in Paris zusammen, um ein Übereinkommen zu erarbeiten. Die Globalisierung erschwere es den Regierungen immer mehr, ihre Politik gegenüber der Dynamik des Marktes durchzusetzen, sagte der Generalsekretär der deutschen UNESCO-Kommission, Roland Bernecker, der "Süddeutschen Zeitung". Bildung und Kultur gehörten aber weiter in die Obhut des Staates.

Die USA hätten eine starke Kulturindustrie, betonte Bernecker und fügte hinzu. "Wir wollen diese faszinierende Kultur ja nicht schwächen, sondern nur verhindern, dass sie andere regionale Kulturen überrollt."

Die Pariser Konferenz über die UNESCO-Konvention zum Schutz kultureller Vielfalt tagt bis 12. Februar. Die geplante Vereinbarung soll im Falle ausreichender Ratifizierung eine völkerrechtlich verbindliche Grundlage für das Recht auf eigenständige Kulturpolitik werden. Ziel ist, ein neues internationales Instrument für die nationale Politik zu schaffen, mit dessen Hilfe kulturpolitische Ziele mit internationalen Handelsabkommen in Einklang gebracht werden können.

Am 31-01-2005

UNESCO Schülerzeitungsprojekt

Das Projekt "Euro-Arabische Nachbarschaft: Schüler bauen Brücken" der Deutschen UNESCO-Kommission ist online, damit Schulen, die an einer euro-arabischen Schülerzeitungspartnerschaft interessiert sind, eine Partnerschule finden können. Auf der Internetseite finden Schulen alle wichtigen Informationen zum Projekt sowie eine Datenbank, in der sie eine Partnerschule finden können, um gemeinsam eine Schülerzeitung zu erstellen. Für die Schüler gibt es Tipps zu erfolgreichem Recherchieren und journalistischem Arbeiten für ihre Schülerzeitungen. Ziel der in Deutsch, Englisch und Arabisch verfügbaren Website ist es, den Zugang zum Projekt für interessierte Schulen zu vereinfachen.

Dieses vom Auswärtige Amt geförderte Projekt soll europäische und arabische Schulen zusammenbringen. Gemeinsame Schülerzeitungen sollen den interkulturellen Austausch zwischen den Jugendlichen beleben und Vorurteile frühzeitig abbauen. Außerdem wird der bewusste Umgang mit Medien und Informationen geschult sowie journalistisches Verständnis erlernt. Auf der Frankfurter Buchmesse 2004 haben Schülerinnen und Schüler im Rahmen des SPIEGEL-Bildungsforums erste Ergebnisse vorgestellt.

Das Projekt ist offen für alle europäischen und arabischen Schulen, für alle Altersstufen und Schulformen. Schülerinnen und Schüler sollen die Themen selbst wählen, gemeinsam recherchieren, diskutieren und Artikel erstellen. Auch die Umsetzung liegt in ihrer Hand: Sie entscheiden, ob sie Beiträge austauschen, gemeinsam eine gedruckte Zeitung herausgeben oder eine Online-Zeitung erstellen. Lehrerinnen und Lehrer sind in diesem Prozess Moderatoren.

Träger des Projektes ist die Deutsche UNESCO-Kommission. Die Website des Projekts ist Ergebnis einer Kooperation mit der Internetplattform Qantara der Deutschen Welle. Die Deutsche UNESCO-Kommission ist eine vom Auswärtigen Amt geförderte Mittlerorganisation der deutschen Bundesregierung.

Am 04-02-2005

Ökostation und Kindergruppen-Betreuung

Die UNESCO hat am Dienstag zwei Projekte des baden-württembergischen Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) als Dekade-Projekte zur "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgezeichnet. Damit gehörten die Ökostation Freiburg und die baden-württembergische Kindergruppen-Betreuung bundesweit zu den ersten Einrichtungen, die auf der Messe Didacta in Stuttgart ausgezeichnet wurden, teilte der Verband mit.

Die Freiburger Ökostation ist für das Eine-Welt-Lernprojekt "Die Blaue Schatzkiste" ausgezeichnet worden, bei dem Schulklassen und Kindergärten den nachhaltigen Umgang mit Wasser weltweit lernen, berichtet der BUND. Das landesweite Projekt Kindergruppenbetreuung sei für sein bedarfsorientiertes Service- und Weiterbildungsprogramm für KindergruppenleiterInnen ausgezeichnet worden. In vier BUND-Regionalverbänden konnten die BetreuerInnen viele Neugründungen initiieren und die Vernetzung von Kindergruppen fördern.

Hintergrund der Auszeichnung ist der Beschluss des Weltgipfels, die Jahre 2005 bis 2014 zur Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" auszurufen. Mit den ausgewählten dezentralen Projekten soll das Spektrum der Bildung für nachhaltige Entwicklung in allen Bildungsbereichen verdeutlicht und stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden. Das Logo als anerkanntes Dekade-Projekt wird zunächst für zwei Jahre verliehen.

Am 01-03-2005

UNESCO-Entscheidung

Das Welterbekomitee der UN-Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (Unesco) hat am heutigen Mittwoch in Durban entschieden, den Kölner Dom vorerst auf der Liste des gefährdeten Welterbes (der so genannten "Roten Liste") zu belassen. Damit ist die Gefahr, dass der Kölner Dom - als erste Welterbestätte überhaupt - gänzlich von der Liste des UNESCO-Welterbes gestrichen wird, bis zur nächsten Sitzung im Jahre 2006 gebannt.

Die 21 Mitglieder des Welterbekomitees geben der Stadt Köln damit die Möglichkeit, ihre Hochhauspläne im Sinne der Welterbekonvention nachzubessern.

Das Welterbekomitee hatte auf seiner 28. Tagung im chinesischen Suzhou im Juli 2004 den Kölner Dom auf die Rote Liste des gefährdeten Welterbes gesetzt, da es die Hochhauspläne der Stadt Köln als starke Gefährdung der visuellen Integrität des Doms und der einzigartigen Kölner Stadtsilhouette ansah. Mehrfach hatte das Komitee mit der Streichung aus der Welterbeliste gedroht, falls die Stadt Köln ihre Hochhauspläne im Umfeld des Domes nicht korrigiere.

Am 13-07-2005

UNESCO-Dekade-Projekt

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat pünktlich zur Bildungsmesse didactika die neue Staffel des Jugend-Multimediaprojektes "Naturdetektive" gestartet. Gleichzeitig überreichte Sigmar Gabriel im Namen der UNESCO dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) für sein Bildungsprojekt "Naturdetektive" die Auszeichnung "offizielles UNESCO Dekade-Projekt". Das BfN-Projekt ist damit Teil der nationalen Allianz "Nachhaltigkeit lernen".

Spannende und vielfältige Wettbewerbe bereichern das interaktive Angebot der Naturdetektive. Erneut gibt es den Wochenwettbewerb und den internationalen Wettbewerb zur biologischen Vielfalt. Mit dem internationalen Wettbewerb wird die Zusammenarbeit mit der nationalen Kontaktstelle zur "Konvention über die Biologische Vielfalt" von Palau, einem Inselstaat im Pazifik, weiter ausgebaut. Mit zwei Bilderserien von Tieren und Pflanzen, die für Palau typisch sind und die es zu erraten gilt, wird die biologische Vielfalt Palaus´ über den Wettbewerb in Deutsch und Englisch vorgestellt. Damit will das BfN den wissenschaftlichen Begriff "biologische Vielfalt" verständlicher vermitteln, " erläuterte BfN-Präsident Vogtmann.

"Internet und praktische Naturbeobachtungen bilden bei den Naturdetektiven seit neun Jahren eine medienpädagogisch innovative Allianz, die aus diesem Grund weit über den Einsatz an Schulen hinausreicht. Die Internetplattform der Naturdetektive bietet einen dynamisch anwachsenden Wissens- und Erfahrungsraum, der frei verfügbar ist. Deshalb freut es mich natürlich besonders, dass die Naturdetektive nun auch Partner der nationalen Allianz "Nachhaltigkeit lernen" der UNESCO sind und dies auch über die Grenzen Deutschlands hinweg sichtbar machen," sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel in Bonn.

Themenvielfalt und eigene Gestaltungsmöglichkeiten

In diesem Jahr laden zwölf Themen zum Mitmachen ein. Zu den acht Arbeitsthemen gehören: Wasser und seine Bewohner; Wald und Holz; Bäume des Jahres; Sprungspinne; Wandernde Tiere; Vielfalt Bauernhof; Nachwachsende Rohstoffe und Naturdenkmäler. Drei reine Beobachtungsthemen beschäftigen sich mit dem Buschwindröschen, dem Kuckuck und dem Mauersegler. Beobachtungen zu diesen drei Themen können in der neuen Naturdetektive-Staffel erstmals auch über die Landesgrenzen Deutschlands hinweg in eine Karte eingetragen werden. Ziel ist es, die Wanderbewegung des Frühlings sichtbar zu machen.

Ein Thema mit der Bezeichnung "Meine Themen" beinhaltet die freie Gestaltung eigener Reporterseiten/Themen sowie ein wachsendes Naturdetektive-Lexikon, an dem alle Naturdetektive gleichberechtigt mitarbeiten können. Auch in diesem Jahr gibt es wieder einen Malwettbewerb mit Thorsten Trantow und seiner Figur "Gustafson".

Am 22-02-2006

Bundesweite Fachtagung der UNESCO-Projektschulen in Karlsruhe

Das globale Netzwerk der UNESCO-Projektschulen besteht in diesem Jahr seit 60 Jahren. Die rund 215 deutschen Projektschulen feiern dieses Jubiläum gemeinsam mit internationalen Gästen auf ihrer Fachtagung vom 25. bis 28. September 2013 in Karlsruhe. Mit dem Thema „Mobilität" greift das deutsche UNESCO-Schulnetzwerk das Jahresthema der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (2005-2014) auf. Die Fachtagung stellt Projekte und Unterrichtsmethoden vor, die Schülern das Bewusstsein für eine nachhaltige Mobilität etwa im Verkehr, im Beruf oder im Internet vermitteln.

Eröffnet wird die Tagung am 25. September im Rathaus der Stadt Karlsruhe durch den baden-württembergischen Kultusminister Andreas Stoch, den Karlsruher Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup und den Präsidenten der Deutschen UNESCO-Kommission Minister a.D. Walter Hirche. Die langjährige internationale Koordinatorin des UNESCO-Schulnetzwerks in Paris, Dr. Sigrid Niedermeyer wird die Festansprache zum 60-jährigen Jubiläum halten. Den Impulsvortrag zum Thema "Mobilität" hält der Zukunftsforscher Professor Franz-Josef Radermacher, der Mitglied im deutschen Nationalkomitee für die UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ist.

Auf der viertägigen Veranstaltung werden sich Lehrer, Schüler und Vertreter der Kultusministerien mit den vielfältigen Auswirkungen von Mobilität auseinandersetzen. In Workshops entwickeln sie gemeinsam neue Unterrichtskonzepte, um das komplexe Thema Schülern ansprechend zu vermitteln. Die gesellschaftlichen Trends erfordern, das eigene Mobilitätsverhalten zu hinterfragen und nachhaltige Konzepte für die Zukunft zu entwickeln. Die Ergebnisse der Workshops werden am 28. September im Abschlussplenum präsentiert und auch für Schulen außerhalb des Netzwerks verfügbar sein. Die von den UNESCO-Projektschulen entwickelten Bildungsmaterialien werden weltweit angefragt.

Das Schulnetzwerk ist eines der erfolgreichsten Initiativen der UNESCO. Es wurde 1953 gegründet, um die friedenspolitischen Ziele der UNESCO in die Schulen hineinzutragen. Seitdem setzen sich Schüler weltweit in Projekten für Menschenrechte, Demokratie, Umwelt und Kulturerbe ein. Zum UNESCO-Schulnetzwerk gehören rund 9600 Bildungseinrichtungen in 180 Ländern. Deutschland arbeitet seit der Gründung aktiv mit. Das Helene-Lange-Gymnasium in Hamburg ist 1953 die erste deutsche anerkannte UNESCO-Projektschule. Heute sind über 215 weitere Schulen aus Deutschland im Netzwerk, darunter Kindergärten, Grundschulen, Sekundarschulen und Berufsschulen.

Das bundesweite Schulnetzwerk wird von der Deutschen UNESCO-Kommission koordiniert und vom Auswärtigen Amt gefördert.

Am 19-09-2013