nachhaltigkeit Nachrichten & Informationen

Nachhaltigkeit: Eine Idee verändert die Welt

Forstwirtschaft steht für regionale Kreisläufe

Die deutsche Forstwirtschaft ist Teil des Bündnisses „Tag der Regionen“. Kaum eine andere Branche steht dabei so für starke regionale Strukturen wie die Forstwirtschaft. Vor 300 Jahren definierte sie in Obersachsen das Prinzip der Nachhaltigkeit und damit das heutige Leitbild für den klugen Umgang mit Ressourcen. Die deutsche Forstwirtschaft ist eine wesentliche wirtschaftliche Säule im ländlichen Raum. Der Großteil des hierzulande verarbeiteten Holzes stammt aus heimischen Wäldern, insbesondere aus den Mittelgebirgen. Forstleute und Waldbesitzer stellen jährlich rund 56 Millionen Kubikmeter Holz zur regionalen Be- und Verarbeitung bereit. Je 100 Kubikmeter unbearbeitetem Holz aus dem Wald wird ein Arbeitsplatz im Handwerk, im Holz- und Möbelbau und in verwandten Bereichen gesichert. Insgesamt beschäftigt der Wirtschaftsbereich Forst und Holz einschließlich Papier, Druckerei- und Verlagswesen und dem Energieholzsektor rund 1,2 Millionen Menschen und gehört damit zu den größten Branchen in Deutschland.

Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft

Solidarische Landwirtschaft

Es iwr immer mehr auch die Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft vom Verbraucher gefordert. Häufig wissen Verbraucher nicht, wo sie ökologisch angebaute Lebensmittel aus der Region beziehen können und ob diese dann auch nachhaltig und nach ökologischen Standards angebaut wurden. Deshalb schließen sich immer häufiger Konsumenten mit Bauernhöfen zusammen. Die Initiative „Solidarische Landwirtschaft“ organisiert und begleitet solche Zusammenschlüsse. Die Mitglieder solcher Höfe, Landwirte wie Genossenschaftler, sind in alle wichtigen Entscheidungen des Hofes eingebunden. Die sichert die Qualitätskontrolle und stärkt zudem durch eine hohe Transparenz zudem das Vertrauensverhältnis zwischen Landwirt und Verbraucher. Häufig haben die Konsumenten sogar die Möglichkeit, freiwillig auf den Häfen mitzuarbeiten. Viele dieser Angebote richten sich insbesondere an Kinder und Ruheständler. Gerade Menschen aus der Stadt wird so nicht nur ein Gemeinschaftserlebnis geboten, sondern auch die Chance, mehr über Bodenpflege, landwirtschaftlichem Anbau und die Herstellung von Lebensmitteln zu lernen.

Nachhaltigkeit: Nicht nur eine Online-Bewegung

REGENERATION DEUTSCHLAND

Die Wende nicht nur für Deutschland. Die Nachhaltigkeit durch die REGENERATION DEUTSCHLAND Ein immer breiterer Teil der Bevölkerung legt Wert auf soziale und ökologische Nachhaltigkeit. Der Müll wird getrennt, es wird Geld an wohltätige Organisationen gespendet und beim Einkauf wird darauf geachtet, regionale Produkte in den Einkaufskorb zu legen. Diesen Trend hat auch die Werbebranche erkannt. Nachhaltigkeit – Dieses Wort schallt einem bereits morgens aus der Radiowerbung entgegen. Beim Verlassen des Hauses begegnet es einem auf sämtlichen Reklameflächen und auch in den Schaufenstern der Einkaufszeile wird die Nachhaltigkeit der Produkte angepriesen. „Nachhaltigkeit“ hat sich im Wortschatz der Werbetexter manifestiert und wird daher gemäß dem Trend der Zeit auf jeden kaufwilligen Kunden so konzentriert wie möglich losgelassen. Diese Greenwashing-Strategie vieler Unternehmen führt dazu, dass der Kunde vor lauter Bio-Siegeln und Öko-Bäumen den Wald nicht mehr sieht. Welchen Angeboten kann man als umweltbewusster Kunde noch trauen und hinter welchem der tausend Siegel und Zertifikate stehen wirklich nachhaltige Produkte und Angebote?

Blumen fair kaufen: fairflowers

Nachhaltigkeit bei fairflowers

Blumen mit nur zu Weihnachtszeit von fairflower Deutschland ist das größte Schnittblumen-Import Land der Welt. Der Großteil der 300.000 Tonnen Schnittblumen, die bei uns jährlich verkauft werden, kommt aus Ländern des Südens, nur 20 % stammen aus heimischer Produktion. Da lohnt es sich, auf die Produktionsverhältnisse Einfluss zu nehmen. In vielen Blumenanbaugebieten Lateinamerikas und Afrikas sind Missstände wie Diskriminierung der überwiegend weiblichen Beschäftigten, Unterdrückung freier Gewerkschaften und Erkrankungen der ArbeiterInnen durch massiven Pestizideinsatz an der Tagesordnung.

Das große Ziel für Hauff sind "saubere Kohlekraftwerke"

Nachhaltigkeitsrat

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung fordert von der Bundesregierung zukunftsorientierte Reformen. Der Ratsvorsitzende Volker Hauff sagte am Dienstag im Deutschlandradio Kultur unmittelbar vor der Jahrestagung des Rates, bei den großen Reformvorhaben wie Staatsschuld, Gesundheit, Energie, Renten und Mobilität müsse das Prinzip der Nachhaltigkeit als Orientierungslinie in den Mittelpunkt gestellt werden. Hauff mahnte: "Wir erwarten, dass das Thema sehr viel ernster genommen wird." Hauff vermisst in der Großen Koalition "die großen Ziele" zu Technologien wie "dem sauberen Kohlekraftwerk", einer "zukunftsgerechten Mobilität" und zu einer "generationengerechten Verteilung von Haushaltslasten".

Kongress über Konsum - Globalisierung - Umwelt an der Uni Hamburg

"McPlanet.com" 3.-5. Juni 2005

Wie hängen mein Sushi, meine Gartenmöbel und mein Flugticket mit Umweltzerstörung und Globalisierung zusammen? Zwanzig Prozent der Konsumenten weltweit sind verantwortlich für achtzig Prozent des Konsums. Lässt sich diese globale Konsumentenklasse durch Nachhaltigkeits-Leitbilder beeindrucken? Was lässt sich wie verändern, wenn internationale Konzerne "out of control" geraten? Wie lassen sich politische Blockaden überwinden? Große Fragen für einen großen Kongress, den Attac, BUND und Greenpeace in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung und dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie vom 3.-5. Juni 2005 an der Universität in Hamburg veranstalten.

Kaum Fortschritte auf dem Weg zur Nachhaltigkeit in Deutschland

Umweltschutz stagniert

Vor einem Stillstand in der Umweltpolitik bis zur nächsten Bundestagswahl warnen der Deutsche Naturschutzring (DNR), der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Naturschutzbund (NABU). Es sei ein Armutszeugnis, dass sich die Regierungsparteien SPD und Bündnis 90/Die Grünen im Umweltsektor lediglich auf eine bessere Wärmedämmung von Gebäuden verständigen könnten. Für den Klimaschutz sei das nicht ausreichend. Auch der Fortschrittsbericht der Bundesregierung zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie enthalte kaum noch konkrete Aussagen für mehr Umwelt- und Naturschutz. Er thematisiere nicht den offensichtlichen Widerspruch zwischen einer allein auf Wachstum ausgerichteten Wirtschaftspolitik und dem Schutz der Umwelt.

Bundesregierung macht Rückzieher in der Nachhaltigkeitsstrategie

Zukunftssicherung

Die Umweltverbände Deutscher Naturschutzring (DNR), Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Naturschutzbund (NABU) haben den am Mittwoch vorgestellten Fortschrittsbericht der Bundesregierung zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie kritisiert. Der Bericht versäume es, auf den zunehmenden Widerspruch zwischen einer wirtschaftsorientierten Wachstumspolitik und den Ansprüchen einer ökologisch und sozial ausgewogenen Entwicklung einzugehen. Defizite in der Verkehrs-, Agrar- und Energiepolitik würden nicht angemessen bilanziert. Und es sei keine klare Strategie zu erkennen, wie die Bundesregierung in den kommenden Jahren ihren langfristigen Nachhaltigkeitszielen näher kommen will.

Woche der Zukunftsfähigkeit bis zum 26. September in Berlin

Nachhaltigkeit als Herausforderung

Die GRÜNE LIGA lädt im Rahmen der von ihr initiierten "WOCHE der Zukunftsfähigkeit" zum Blick in die nachhaltige Zukunft Berlins. Über Bürgersolaranlagen, nachhaltige Wohnprojekte, Solarboote bis hin zu Lösungsansätzen für einen umweltfreundlichen Berufsverkehr reicht die breite Spanne der Angebote. Bereits zum dritten Mal veranstaltet die GRÜNE LIGA Berlin gemeinsam mit der UfA-Fabrik/id22 die WOCHE der Zukunftsfähigkeit, in der sich nachhaltige Projekte aus Berlin und Brandenburg der Öffentlichkeit präsentieren. An 8 Tagen zeigen über 150 Projekte ihre Lösungsansätze für eine ökologische und soziale Zukunft.

Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung ignoriert Frauen

Geschlechtergerechtigkeit

Die Bundesregierung komme in der Nachhaltigkeitsstrategie nach wie vor dem eigenen Anspruch, die Gleichstellung von Frauen und Männern bei allen politischen Maßnahmen zu fördern, nicht nach. Diese Kritik übt genanet - Leitstelle Geschlechtergerechtigkeit und Nachhaltigkeit in einer Stellungnahme zum jetzt vorliegenden Entwurf des ersten Regierungsberichts zur nationalen Nachhaltigkeitspolitik. Die Autorinnen fordern, viel konsequenter für alle Kapitel des Berichts zu prüfen, ob und in wie weit Frauen und Männer aufgrund ihrer sozialen Rollen unterschiedlich von politischen Planungen betroffen sind bzw. welche Auswirkungen die entsprechenden Entscheidungen auf die Geschlechterverhältnisse haben.

Bundesregierung veröffentlicht Fortschrittsbericht zur Nachhaltigkeitsstrategie

Kritik von Umweltorganisationen

Die Bundesregierung hat am heutigen Freitag den Fortschrittsbericht zur Nachhaltigkeitsstrategie veröffentlicht. In einer ersten Reaktion haben Umweltschutzorganisationen angemahnt, die Umsetzung nationaler Ziele zur Nachhaltigkeit zu stärken. Der Bericht enthalte zwar einige richtige Vorgaben für mehr Umweltschutz und Zukunftsfähigkeit, an entscheidenden Punkten fehlten jedoch stärkere Impulse. Hier müsse der Entwurf nachgebessert werden.

Naturschutzorganisation legt Kreditanstalt für Wiederaufbau 6-Punkte-Plan vor

Mehr Nachhaltigkeit gefordert

Die Umwelt- und Menschenrechtsorganisation urgewald stellt heute in Bonn eine Umwelt- und Sozialbilanz des kommerziellen Auslandsgeschäfts der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vor. Die urgewald-Studie "Kein gutes Geschäft - Die Schattenseiten der KfW-Export- und Projektfinanzierungen" will die Schwachstellen des Umweltmanagements der Bank aufzeigen und die negativen Auswirkungen anhand zahlreicher Beispiele aus aller Welt illustrieren. Als Ausweg aus dem Dilemma schlägt urgewald der KfW einen 6-Punkte-Reformplan für mehr Nachhaltigkeit vor. Dazu sollen gehören die Umsetzung der freiwilligen Verpflichtungen zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit, die Einführung verbindlicher Umweltstandards inklusive Ausschlusskriterien, die Entwicklung einer Menschenrechtspolicy, die Sicherstellung von Kohärenz in der eigenen Bankengruppe, verbesserte Transparenz und das Setzen von positiven Signalen für eine nachhaltige Wirtschaft.

Nachhaltige Entwicklung und Ernährungssicherheit weltweit umsetzen

WTO-Agrarverhandlungen

Die Welthandelsordnung (WTO) müsse die Ziele der Neuorientierung der Landwirtschaft in Deutschland und Europa unterstützen, fordert das Umweltbundesamt (UBA). Der Verankerung des Umwelt- und Tierschutzes sowie des Verbraucherschutzes im WTO-Agrarabkommen käme daher eine zentrale Bedeutung zu. Der derzeit vom Vorsitzenden des WTO-Agrarausschusses vorgelegte Entwurf für ein reformiertes Agrarabkommen kommt diesen Erfordernissen nicht nach. Der Präsident des Umweltbundesamtes, Prof. Dr. Andreas Troge, sagt: "Wir müssen den Spagat schaffen: Den Handel mit Agrargütern liberalisieren und zugleich hohe Qualitätsstandards in den Bereichen Umwelt- und Tierschutz sowie Verbraucherschutz verankern. Die Reform des Agrarabkommens muss außerdem den Entwicklungsländern helfen, ihre Bevölkerungen zu ernähren und an den globalen Agrarmärkten wesentlich stärker teilzunehmen. Nur so lassen sich die auf allen politischen Ebenen formulierten ökologischen und sozialen Nachhaltigkeitsziele verwirklichen."

Weltgipfel berät über Nachhaltigkeit

10 Jahre nach Rio de Janeiro

Strategien einer umweltschonenderen und gerechteren Politik stehen ab Montag im Zentrum des Weltgipfels für Nachhaltigkeit im südafrikanischen Johannesburg. Zu dem Mammut-Kongress werden Staats- und Regierungschefs aus rund 100 Staaten und etwa 50.000 Teilnehmer erwartet. Ziel des Gipfels ist es, zehn Jahre nach der Weltumweltkonferenz von Rio de Janeiro einen international verbindlichen Fahrplan für mehr Umwelt- und Klimaschutz sowie die Bekämpfung von Armut und Hunger festzulegen.

Zwei Milliarden Menschen haben noch keinen Zugang zu Energie

Bundestagsdebatte um Entwicklung und Umwelt

Zehn Jahre nach dem Umweltgipfel von Rio gibt es nach den Worten von Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) große Defizite beim Verständnis der Nachhaltigkeit. Dies sei keine andere Form der Entwicklungshilfe, sondern ein Ausdruck "globaler Gerechtigkeit". Daher müssten vor allem die Industrieländer, wo 20 Prozent der weltweiten Bevölkerung 80 Prozent der Ressourcen verbrauchten, ihr Knowhow einsetzen. Das werde beim Energieproblem deutlich, wo zwei Milliarden Menschen keinen Zugang zu Elektrizität hätten.

Umweltverbände zur Regierungserklärung

Nachhaltigkeitsstrategie

Die Vorsitzenden der großen Umweltverbände, Angelika Zahrnt vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland BUND, Jochen Flasbarth vom Naturschutzbund NABU und Hubert Weinzierl vom Deutscher Naturschutzring DNR haben die Verabschiedung der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie durch die Bundesregierung begrüßt. Bei der Überarbeitung der ersten Fassung seien wichtige Anliegen der Verbände übernommen worden. Mit dieser Nachhaltigkeitsstrategie vom Mittwoch habe die Bundesregierung ein verbindliches und ressortabgestimmtes Programm erarbeitet, das als deutscher Beitrag zum Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung im August 2002 in Johannesburg vorgelegt werden könne.

Bundesregierung beschließt Projekte

Nachhaltige Entwicklung

Das "Green Cabinet", der Staatssekretärsausschuss für nachhaltige Entwicklung, hat am Mittwoch konkrete Projekte beschlossen. Sie sind Bestandteil der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie, die nächstes Jahr auf der Rio-Folgekonferenz in Johannesburg vorgelegt werden soll. Nachhaltigkeit sei mehr als die Fortsetzung der Umweltpolitik mit anderen Mitteln. Es gehe um die Verknüpfung wirtschafts-, sozial und umweltpolitischer Ziele. "Wir machen jetzt mit konkreten Projekten deutlich, welches Innovationspotenzial in der Idee der nachhaltigen Entwicklung steckt", so der Staatsminister beim Bundeskanzler Hans-Martin Bury. Diese Innovationen zu fördern, bedeute Wachstum und Arbeitsplätze der Zukunft zu erschließen, indem der scheinbare Widerspruch zwischen Wirtschaft und Umwelt überwunden werde. Drei Handlungsfelder stünden im Vordergrund: "Klimaschutz und Energiepolitik", "Umweltverträgliche Mobilität" sowie "Umwelt, Ernährung und Gesundheit".

Ressourcenverbrauch weltweit zu hoch | National Geographic klagt an

Nachhaltigkeit unerreicht

Unser Lebensstil überfordert die regenerativen Kräfte unserer Erde: Zwei Hektar Land und Wasser stehen zur nachhaltigen Nutzung pro Erdenbürger zur Verfügung. Tatsächlich verbrauchen die Industrieländer durchschnittlich aber acht Hektar pro Einwohner, die Entwicklungsländer dagegen nur zwei, berichtet die Aktuelle Ausgabe des Magazins "National Geographic Deutschland". Die Menschheit verbraucht damit ein Drittel mehr Ressourcen, als die Natur zu ihrer Erhaltung wieder regenerieren kann.