vogelarten Nachrichten & Informationen

Vögel: Pirol zurück nach Afrika

Sommer ist für auffälligen Auenvogel vorbei

Rückflug des Pirol nach Afrika Warmen Sommertagen und reichhaltigem Nahrungsangebot zum Trotz: Für den Pirol, einem Charaktervogel der Rheinauen zwischen Mainz und Bingen, ist der Sommer vorbei. „Im August treten diese etwa amselgroßen Vögel langsam ihren Flug Richtung Süden an“, erläutert Michael Markowski, Leiter des Auenservice am NABU-Naturschutzzentrum Rheinauen. Zusammen mit ehrenamtlichen Helfern hat der Diplom-Biologe die Vogelwelt der Rheinauen im Blick. Im Winter werden rastende Wasservögel gezählt und im zeitigen Frühjahr die Reviere von Mittel- und Kleinspecht untersucht. Außerdem werden die Horste von Schwarzmilan und Weißstorch betreut.

Vögel mit dem den "birdpen" schützen

Vogeltod an Fensterscheiben

Jeden Tag fliegen sich nach Expertenschätzungen rund 250.000 Vögel in Europa an Fenstern und anderen transparenten oder spiegelnden Flächen zu Tode. Das ist eine unglaublich große Zahl von Todesopfern.

Urlaubsort Sylt

Nach Blauhelm-Einsatz ins Wattenmeer

Daegeon Hyun als glücklicher Urlauber auf Sylt Kurz zuvor hat Daegeon Hyun als Soldat der Vereinten Nationen mitgeholfen, im erdbebengeschüttelten Haiti zerstörte Häuser wieder aufzubauen. Nun zieht der Südkoreaner als Freiwilliger bei der Schutzstation Wattenmeer in Hörnum auf Sylt Zäune und bringt Schilder an, um Brutgebiete seltener Vogelarten zu schützen. Zwei Monate lang ist „Hyundai“, wie er von seinen Freunden genannt wird, im Weltnaturerbe Wattenmeer, um im Naturschutz zu arbeiten und seine Sprachkenntnisse zu verbessern.

Tierschutz | Hilfe für Adler

Türkische Wilderer schießen Schreiadler östlich von Ankara ab

Der Schreiadler hatte keine Chance, als er vor wenigen Tagen von einem Wilderer in der Türkei östlich von Ankara ins Visier genommen wurde. Mit Schrotschüssen holte ihn der Mann vom Himmel. Blutig taumelte das Tier zur Erde, schlug in der Nähe einer Straße hart auf den Boden und verendete Stunden später elendig an seinen schweren Verletzungen. „Anhand der Beringung konnte der Schreiadler sofort identifiziert werden“, sagt Margit Meergans, Schreiadlerexpertin der Deutschen Wildtier Stiftung. „Der Adler hat die Ringnummer Lativia ET 2189 Riga, zusätzlich eine Flügelmarke mit der Nummer 42 und war vor zwei Jahren im Natur Reservat Teici in Lettland von unserem Partner Dr. Bergmanis beringt worden.“ Abschuss und Identität des Schreiadlers wurden jetzt von türkischer Seite offiziell bestätigt.

Naturschützer fordern dauerhaftes Handelsverbot für afrikanischen Graupapagei

"Handelskontrollen zu schwach"

Der afrikanische Graupapagei, weltweit einer der beliebtesten Käfigvögel, ist nach Auffassung des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) und Landesbundes für Vogelschutz in Bayern (LBV) zunehmend durch den Handel mit Wildvögeln gefährdet. Die Art nehme in den meisten der 23 Länder, in denen er vorkomme, stark ab und dürfte deshalb bald auf der roten Liste der bedrohten Vögel in die Kategorie "vom Aussterben bedroht" eingestuft werden. Die Naturschutzverbände fordern deshalb die EU auf, den im Rahmen der Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Vogelgrippe verfügten Importstopp für Wildvögel nicht aufzuheben. Die Bundesregierung und die Regierungen der anderen EU-Mitgliedstaaten sollten alles in ihrer Macht Stehende tun, um ein dauerhaftes Handelsverbot zu erwirken, "zumal gerade in Deutschland und Großbritannien mehr als 90 Prozent der Menschen den Handel mit Wildvögeln ablehnen".

Ökolandwirtschaft soll Flora und Fauna befördern

Britische Studie

Einer Studie der "Oxford University", des Britischen "Trust for Ornithology" und dem "Centre for Ecology and Hydrology" zufolge soll sich der Ökologischer Landbau insgesamt wesentlich besser auf die Flora und Fauna auswirken als die konventionelle Landwirtschaft. In die Untersuchung, an der fünf Jahre lang gearbeitet wurde, waren laut "BBC-Online" mehr als 180 Bauernhöfe in Großbritannien einbezogen. Insgesamt sollen auf den Ökobauernhöfen um 85 Prozent mehr Pflanzenspezies, um ein Drittel mehr Fledermäuse, um 17 Prozent mehr Spinnen und um fünf Prozent mehr Vogelarten anzutreffen gewesen sein. Die Autoren fordern vor diesem Hintergrund eine deutliche Erhöhung des Anteils der Ökolandwirtschaft.

Tierschützer warnen vor Vogelkäfigen von Penny

Zu klein

Tierschützer warnen vor dem Kauf von Vogelkäfigen, die der Lebensmittel-Discounter Penny aktuell im Angebot hat. Die Käfige seien zu klein, und zwar sowohl aus Sicht des Tierschutzes, als auch rechtlich. Zudem werde durch das in Anzeigen zu sehende Werbefoto, auf dem ein Wellensittich auf dem Käfig abgebildet ist, "die quälerische Einzelhaft hoffähig gemacht", so der Deutsche Tierschutzbund . Auch das Zubehörpaket stößt auf Protest der Tierschützer. Der Tierschutzbund forderte die Geschäftsleitung der Penny-Märkte auf, den Käfig aus dem Sortiment zu nehmen.

Keine Pestizidreduktion durch "Integrierten Pflanzenschutz"?

Studie

Nach Ansicht des Naturschutzbundes NABU bestehen weiterhin erhebliche Mängel bei der Praxis des Integrierten Pflanzenschutzes in Deutschland. "Der in die Praxis umgesetzte Integrierte Pflanzenschutz ist eine Mogelpackung. Er ist weitgehend unverbindlich, fachlich unzureichend und wird damit seiner möglichen Schlüsselrolle zur Pestizidreduktion nicht gerecht", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke, gestützt auf eine Studie im Auftrag des Naturschutzbundes. Ziel des Integrierten Pflanzenschutzes sei es, durch den Vorrang biologischer, pflanzenzüchterischer und anbautechnischer Maßnahmen die Anwendung chemischer Pflanzenschutzmittel auf ein Minimum zu beschränken. Trotzdem sei bis heute keine wesentliche Entlastung der Umwelt eingetreten. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln bleibe auf hohem Niveau, da Richtlinien und Maßnahmen fast nur auf Freiwilligkeit basierten.

Artenvielfalt schwindet schneller

UNEP-Bericht

Die Artenvielfalt des Planeten Erde schwindet schneller. Nach einem Bericht der UNO hat gerade der Verlust der Biodiversität auch schlimme Folgen für die Menschen, denn weniger Lebewesen schaffen auch menschliche Armut, berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature. Nach dem Bericht haben die Menschen in den vergangenen 50 Jahren mehr Schaden an der biologischen Vielfalt angerichtet als je zuvor. Allein im vergangenen Jahrhundert habe aufgrund menschlichen Zutuns die Aussterbensrate 1.000 Mal höher gelegen als bei einer natürlichen Selektion. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, werde aber auch das Leben der Menschen bedroht, so die UNO. Nur ein artenreicher Planet sei der Garant dafür, die Erdbewohner mit genügend Nahrung zu versorgen.

Artenschützer registrieren wachsenden illegalen Tierhandel

Tierhandel

Mehr als 3 000 Tiere fanden Artenschutzer vergangene Woche bei einer Stichprobe auf den Wildtiermärkten im indonesischen Medan auf der Insel Sumatra, teilt die Artenschutzorganisation WWF mit. Ein großer Teil der dort entdeckten Arten sei in ihrem Bestand bedroht. Vor allem seien Papageien und Kakadus und seltene Singvogelarten wie Beos betroffen. Auf der Insel Medan würden etwa ein Fünftel aller angebotenen Arten illegal gehandelt.

Riesen-Kakerlake im Urwald entdeckt

Artenschutz

Auf Borneo, der drittgrößten Insel der Welt, wurden in den vergangenen zehn Jahren 360 neue Tier- und Pflanzenarten entdeckt. Das ist das Ergebnis einer Studie der Artenschutzorganisation WWF. Dazu gehörten 260 Insekten, 50 Pflanzen, 30 Süßwasserfische, sieben Frösche, sechs Echsen, fünf Krabben, zwei Schlangen und eine Kröte. Auch eine zehn Zentimeter lange Riesen-Kakerlake zähle zu den jüngsten Funden: Es sei die vermutlich größte Schabe der Welt, vermuten die Artenschützer. Die in Deutschland berüchtigte Küchenschabe bringe es vergleichsweise nur auf ein Viertel dieser Länge.

Forschungsprojekt setzt auf großangelegte Vögeltötung

Sündenbock Krähe

In Ostfriesland gibt es seit Anfang 2004 eine groß angelegte Tötungsaktion von Rabenvögeln. Das Institut für Wildtierforschung der Tierärztlichen Hochschule Hannover will damit nach eigener Aussage seltene, am Boden brütende Vogelarten vor dem Aussterben bewahren. Die Rabenvögel seien wegen ihrer Vorliebe für Eier und Jungvögel mit dafür verantwortlich, dass die Bestände an seltenen Wiesenbrütern immer mehr zurückgehen, meint das Institut. Da das Institut wissenschaftliche Gründe für die Aktion angibt, hat es von der zuständigen Jagdbehörde eine Sondererlaubnis bekommen, um Fallen zu verwenden, die eigentlich EU-weit verboten sind. Das Deutsche Tierhilfswerk(DTHW) nannte die Aktion unseriös. Der Verlust an Singvögeleiern und -jungen sei nur zu einem sehr kleinen Teil den Rabenvögeln zuzuschreiben und "falle nicht ins Gewicht". Einig sind sich Tierhilfswerk und Institut, dass zum allergrößten Teil der Mensch für die Zerstörung der Lebensräume verantwortlich ist. Bisher wurden über 5500 Rabenkrähen und Elstern gefangen und erschlagen.

Folgen der Ölkatastrophen interessieren die US-amerikanischen Ölkonzerne nicht

Erschließung Alaskas

Nach wie vor leidet der 7000 Quadratmeter Küstenstreifen in Alaska an der Ölkatastrophe von 1989. Damals habe der Tanker "Exxon Valdez" gut 40.000 Tonnen Rohöl verloren, berichtet die Umweltorganisation Greenpeace-Aktivisten. "Das gesamte Ökosystem hat sich bis heute nicht von der Ölkatastrophe erholt, doch der Ölmulti "ExxonMobil" plant neue Projekte", sagt Karsten Smid, Ölexperte von Greenpeace. Erst im letzten Jahr hätten die Umweltschützer noch "eimerweise" Reste des größten Öltanker-Unfall in der Geschichte der USA gefunden, sagte Smid. Am 16. März sei trotz Protesten über die Ölförderung im Naturschutzreservat "Arctic National Wildlife Refuge" mit einem knappen Ergebnis von 51 zu 49 Stimmen abgestimmt worden. Nun werde in einem der "artenreichsten" Naturschutzgebiet der USA mit Moschusochsen, Karibus (Rentierart) und Bären Öl gefördert. Treibende Kraft für die Öl-Erschliessung sei der Lobbyverband "Arctic Power", hinter dem der "weltweit größste Ölmulti" - ExxonMobil - stecke.

Drastisch weniger Schmetterlinge und Bienen auf Gen-Raps-Feldern

Studie

Der kommerzielle Anbau von genetisch veränderten Pflanzen hat große Auswirkungen auf die umliegenden Gewächse und damit auch auf Schmetterlinge und Bienen. Zu diesem Schluss kommt eine dreijährige Studie im Auftrag der britischen Regierung, die im Wissenschaftsmagazin Nature veröffentlicht wurde. Nach den Ergebnissen der Forscher, die ein Rapsfeld mit genetisch verändertem Canola-Raps untersuchten, der einem bestimmten Herbizid widersteht, nahm die Zahl der Schmetterlinge und Bienen drastisch ab.

EU-Umweltminister beraten über Importverbot von Kaninchen

Tierschutz

Bei seinem Treffen am Donnerstag berät der EU-Umweltministerrat über ein Einfuhrverbot von wildgefangenen Vögeln. Der Deutsche Tierschutzbund hat bereits letztes Jahr gemeinsam mit mehr als 220 Tier- und Naturschutzverbänden in einer gemeinsamen Deklaration die Europäische Union aufgefordert, die Einfuhr dieser Tiere zu verbieten. Aus aktuellem Anlass appelliert der Deutsche Tierschutzbund erneut eindringlich an alle europäischen Umweltminister, die historische Chance zum Wohle der Tiere zu nutzen.

Italien will seltene Vögel zum Abschuss freigeben

Artenschutz

Die italienischen Regierung plant die Jagd auf Vögel zu lockern. Das meldet die Umweltstiftung Europäisches Naturerbe (Euronatur). Künftig soll die Jagdsaison verlängert, die Zahl der jagdbaren Vogelarten von 36 auf 41 erhöht und die Haltung von lebenden Lockvögeln vereinfacht werden. "Bei illegalen Abschüssen sollen nur noch Bußgelder und keine Haftstrafen mehr verhängt werden können und zum Training von Jagdhunden könnte dann selbst in Naturschutzgebieten ganzjährig gejagt werden", berichtet Vogelexperte-Martin Schneider-Jacoby von Euronatur.

Kreuzungs-Verbot für Greifvogelarten beschlossen

Artenschutz

In Deutschland ist es zukünftig verboten, Greifvogel-Hybride zu züchten. Dabei handelt es sich um Kreuzungen unterschiedlicher Greifvogelarten, zum Beispiel des Wander- und des Gerfalkens. Der Bundesrat hat am Freitag der Änderung der Bundesartenschutzverordnung zugestimmt, die Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) vorgelegt hatte. Hybride werden vorwiegend für Abnehmer in arabischen Staaten gezüchtet und dorthin exportiert. Gelangen sie bei Freiflugübungen in die Natur, können sie Bestand und Wiederansiedlung der heimischen Greifvogelarten, insbesondere der Wanderfalken, ernsthaft gefährden. Sie können erwiesenermaßen Vögel heimischer Arten aus ihren Revieren verdrängen und deren Brut damit vernichten.

EU verantwortlich für 86 Prozent des Handels mit Wildvögeln

Wildvogelimporte

222 Tier- und Naturschutz- verbände aus aller Welt haben die EU heute in einer gemeinsamen Deklaration aufgefordert, die Einfuhr wildgefangener Vögel zu beenden. Die Verbände beklagen die Rolle der EU als "mit Abstand der größte Abnehmer" von sogenannten Ziervögeln. Demnach würden pro Jahr mehr als 1 Million Tiere importiert. Es sei höchste Zeit, dass die EU dem Beispiel anderer Industriestaaten folgt, stellt Daniela Freyer von Pro Wildlife fest. Während zum Beispiel die USA, Kanada und Australien solche Importe längst verbieten würden, lasse die EU Vogelbestände in Entwicklungsländern rücksichtslos plündern. Der Handel sei ausserdem nicht nur verantwortlich für die Gefährdung vieler Arten und das sinnlose Leiden unzähliger Individuen, sondern berge auch erhebliche Gesundheitsgefahren. So könne zum Beispiel die in Asien grassierende und auch für Menschen tödliche Vogelgrippe durch Wildvögelimporte eingeschleppt werden.

Jagd auf Zugvögel gestoppt

EU-Vogelschutzrichtlinie

Das Naturschutz-Netzwerk BirdLife International und der Dachverband der europäischen Jagdverbände, FACE haben am heutigen Dienstag in Brüssel eine Vereinbarung zur Einhaltung der EU-Vogelschutzrichtlinie unterzeichnet. Damit sollen Praktiken wie die alljährlich in vielen südeuropäischen Ländern stattfindende Jagd auf Zugvögel im Frühjahr oder die von der italienischen Regierung geplante Freigabe von weiteren Vogelarten für die Jagd bald ein Ende haben. Anlass für die Absprache waren wiederholte Verstöße in Frankreich, Italien und den neuen EU-Mitgliedstaaten Malta und Zypern gegen die Bestimmungen der Richtlinie. Diese hatten zu Konflikten mit Naturschützern und zu mehreren Urteilen des Europäischen Gerichtshofes in Luxembourg (EuGH) gegen Frankreich und andere Mitgliedstaaten geführt.

Nelson Mandela erhält Umweltpreis

Frieden mit der Natur

Der Euronatur-Umweltpreis 2004 geht an Nelson Mandela. Nach Mitteilung der Stiftung Europäisches Naturerbe (Euronatur) wird Nelson Mandela für sein Engagement für einen Frieden mit der Natur und zur Bewahrung unersetzlicher Naturparadiese gewürdigt. Besonders habe sich Mandela für die Bewahrung des St. Lucia-Feuchtgebiets in der südafrikanischen Region KwaZulu-Natal eingesetzt. Diese Überwinterungsgebiet ist auch für europäische Vogelarten bedeutsam und heute als Weltkulturerbe geschützt. Vor einigen Jahren waren dort Feuchtgebiete und die höchsten bewaldeten Sanddünen der Erde durch geplanten Titan-Abbau gefährdet.