Siemens war an AKW-Bau beteiligt
Vertuschte Explosion in chinesischem Atomkraftwerk Tianwan
Siemens - beziehungsweise deren französische Beteiligungsgesellschaft Areva - lieferte die digitale Sicherheitsleittechnik TELEPERM XS. Nach Angaben der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW führte diese digitale Siemens-Leittechnik am 10. Mai 2000 im deutschen Atomkraftwerk Neckarwestheim-1 zu einer "gefährlichen Blockade eines Steuerstabes im Reaktorkern". Bei der Errichtung des neuen finnischen Atomkraftwerks Olkiluoto-3 habe man offenbar unter anderem wegen dieses Vorfalls darauf verzichtet, die Sicherheitsleittechnik ausschließlich auf "das unausgereifte Siemens-System" zu stützen, so die IPPNW.
Die Organisation bringt die Transformator-Explosion in China auch in Verbindung mit dem Brand eines Transformators am 28. Juni 2007 im deutschen Atomkraftwerk Krümmel. Ein IPPNW-Sprecher sagte am Freitag (19. September): "Dort ist es in Folge der Trennung des Atomkraftwerks vom Stromnetz nach dem Aufreißen von Ventilen durch die Betriebsmannschaft zu einem dramatischen Druck- und Füllstandsabfall im Reaktor gekommen."
Die Atomkritisier sehen auch eine Parallele zum Notstromfall am 8. Februar 2004 im Atomkraftwerk Biblis B. Auch dieser habe gezeigt, "welche Gefahr von der schlagartigen Trennung eines Atomkraftwerks vom Stromnetz ausgeht". Notstromfälle zählten nämlich in allen Risikostudien zu den so genannten Auslösenden Ereignissen, die zur Kernschmelze führen könnten.
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Am 19. Sep. 2008 unter:
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