Atomkraftwerk Brunsbüttel geht vorerst nicht ans Netz

Ungeklärte Wasserstoffexplosion vor Jahren

Das Atomkraftwerk Brunsbüttel wird in absehbarer Zeit nicht ans Netz gehen. Zunächst müsse ein alter, bisher nicht klar identifizierter Störfall geklärt werden, der rund zehn Jahre zurückliege, sagte Schleswig-Holsteins Energiestaatssekretär Wilfried Voigt am Montag in Kiel. Dabei gehe es um eine Wasserstoffexplosion. Die Betreiber hätten zudem einen vom Land geforderten Reparaturkatalog nicht erfüllt. Das Sicherheitsmanagement weise ebenfalls noch Mängel auf.

Der vor kurzem entdeckte Störfall sei offensichtlich schon vor 1992 aufgetreten, sagte Voigt. In den Jahren 1992 bis 1995 sei das Atomkraftwerk nicht am Netz gewesen. Auf späteren Fotos sei ein defektes Rohr erkennbar, das nur durch eine Wasserstoffexplosion derart beschädigt worden sein könne. Warum das Sicherheitssystem die Störung nicht gemeldet habe, müsse geklärt werden, bevor Brunsbüttel wieder ans Netz gehen könne.