Gedenken der Opfer des Olympia-Attentates von München

Am 30. Jahrestag

Am 30. Jahrestag des Olympia-Attentats von München ist in Bayern der Opfer gedacht worden. Der bayerische Kunstminister Hans Zehetmair (CSU) sagte auf einer Gedenkveranstaltung am Mahnmal des Münchner Olympia-Geländes, die Toten von 1972 seien Mahnung und Auftrag für eine friedvollere Welt.

Er betonte: "Die Sommerspiele von München werden so immer mit diesem großen Schmerz verbunden bleiben." Die Geiselnahmen im olympischen Dorf durch palästinensische Terroristen, in deren Verlauf elf israelische Sportler und ein Polizist getötet wurden, seien ein "Anschlag auf den Geist der Versöhnung der Menschlichkeit" gewesen. Aber auch heute sei "die Geißel des Terrors" noch nicht ausgerottet, wie der 11. September bewiesen habe. Auf dem Fliegerhorst Fürstenfeldbruck findet eine weitere Gedenkveranstaltung statt. An diesem Ort ging die Geiselnahme vor 30 Jahren blutig zu Ende. Erwartet werden Bundesinnenminister

Otto Schily (SPD), sein bayerischer Kollege Günther Beckstein (CSU), die Vizepräsidentin des Zentralrats der Juden, Charlotte Knobloch, Alt-Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel (SPD) und der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees, Walther Tröger.