Greenpeace-Aktivisten protestieren in München

Weitere Atommülltransporte im November

Mit der Lieferung von 40 als Atommüll markierten Fässern protestierten Greenpeace-Aktivisten am Freitag in München vor die bayerische Staatskanzlei. Die 15 Umweltschützer errichteten mit den Fässern ein symbolisches Endlager. Die Organisation protestiere damit nach eigenen Angaben gegen die deutsche Atompolitik. Laut Greenpeace nehme Bayern mit jährlich ca. 120 Tonnen hochradioaktivem Atommüll den Spitzenplatz unter den Bundesländern ein.

Greenpeace fordert weiterhin, den Salzstock Vorleben als Standort für ein atomares Endlager aufzugeben. Damit dort künftig kein Atommüll eingelagert wird, müssten Atommülltransporte in das nur wenige hundert Meter entfernte Zwischenlager unterbleiben. Da der Salzstock in Gorleben kein durchgehendes Deckgebirge habe, könnten Verbindungen zwischen Lagerstätte und Grundwasser führenden Schichten nicht ausgeschlossen werden. Dadurch wäre es möglich, dass künftig radioaktive Substanzen freigesetzt würden.

In Bayern gibt es fünf Atomkraftwerke. Der Großteil des Atommülls endet über den Umweg der umstrittenen Wiederaufarbeitung im Ausland schließlich im Zwischenlager Vorleben. Am 11. November sollen weitere zwölf Behälter aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague nach Gorleben transportiert werden.