Regierung ist wehrlos gegen Schmuggel von Lebewesen

Papua Neuguinea

Die Regierung des Inselstaates Papua Neuguinea ist nach eigenen Angaben unfähig, den Diebstahl und Schmuggel von Flora und Fauna aus dem Dschungel zu verhindern, berichtet das Südpazifik-Netzwerk PINA. Demnach fehle es an Ausrüstungsgegenständen, um den ungehinderten Schmuggel effektiv zu stoppen. Forscher vermuten in dem artenreichen Regenwald zahlreiche Pflanzen und Tiere, die für die Forschung von großer Bedeutung sind. Das Department of Environment and Conservation DEC ist für den Schutz der Flora und Fauna im knapp 465.000 Quadratkilometer großen Land zuständig, kann aber den Forderungen nach besserer Kontrolle wegen der Geldnot nicht nachkommen.

"Viele sehr seltene Bäume und Orchideen sind in den vergangenen Jahren aus Papua Neuguineas Regenwäldern ohne Einwilligung der Regierung entwendet worden", so Wesley Irima, Assistant Secretary vom DEC.

Doch beschränke sich dieser Diebstahl nicht nur auf Tiere und Pflanzen, sondern betreffe auch Menschen: So wurden in den 90-er Jahren vom Hagahai-Stamm unerlaubterweise Blutproben genommen. Die Blutproben tauchten schließlich in US-amerikanischen Labors auf. Sie dienten dazu, genetische Forschungen durchzuführen.

"Die meisten lokalen Pflanzen und Tiere werden im Namen der Wissenschaft mit genommen", so Barnabas Wilmot, Assistant Secretary for Wildlife Enforcement. Das entspreche ja den legalen Vorgaben.

Allerdings sei eine kommerzielle Nutzung illegal. Insgesamt gebe es in Papua Neuguinea fünf einzelne Gesetzeswerke, die die Ausfuhr von Lebewesen regeln. Die Regierung von Papua Neuguinea besteht auf das Eigentum von genetischem Material aus Tieren und Pflanzen, die innerhalb ihrer Landesgrenzen leben.