Auftrag für Airbus - Spatenstich für Daimler-Chrysler - Rede für Lufthansa

China-Reise

Während der China-Reise von Bundeskanzler Gerhard Schröder kam es nach Auskunft der Bundesregierung am Montag zur Unterzeichnung zahlreicher Wirtschaftsvereinbarungen. So liefere das DaimlerChrysler-Unternehmen Airbus 23 Flugzeuge an China Aviation Supplies Import & Export Group Corporation (CASGC). Das Auftragsvolumen betrage über eine Milliarde Dollar. Die Lieferung umfasse 23 Airbus vom Typ A320 für Kurz- und Mittelstreckenflüge. Am Montag hatte der Bundeskanzler auch die künftige Produktionsstätte von DaimlerChrysler besucht, in der 80.000 Autos jährlich produziert werden sollen. Vor dem Spatenstich lobte Schröder das Engagement deutscher Unternehmen in China. "Mit Produktion hier präsent zu sein, nutzt sowohl dem Markt und den Menschen in China, als auch denen in Deutschland. Deswegen ist es wichtig, wenn man von einer win-win-Situation spricht", so Schröder.

Zuvor war der Bundeskanzler Gastredner bei der Flugzeugwerft Ameco, dem ersten Joint-Venture in der Luftfahrtindustrie Chinas. Schröder wies darauf hin, dass es bei dieser Partnerschaft von Air China und der Deutschen Lufthansa nicht nur darum gehe, Waren im ausländische Markt zu exportieren, sondern dass gerade auch in Bildung und Qualifizierung investiert werde.

Das Hauptgeschäft von Ameco sei die Wartung, Reparatur und Instandhaltung von Flugzeugen und deren Komponenten, so die Bundesregierung. Auf dem Gelände von Ameco befände sich der größte Hangar Asiens. Der A4-Hangar umfasse ein Gebiet von 31.000 Quadratmetern mit einem Werkstattareal von 8.500 Quadratmetern.

Gegen das EU-Waffenembargo

In der Frage des EU-Waffenembargos blieb der Bundeskanzler bei seiner Haltung, die er zuletzt beim diesjährigen Besuch des chinesischen Ministerpräsidenten in Berlin am 3. Mai geäußert hatte: "Ich bin nach wie vor der Ansicht, dass es zu einer Aufhebung des Waffenembargos kommen sollte. Ich hoffe, dass der Gipfel zwischen der EU und China, der am Mittwoch in Den Haag stattfinden wird, auch ein wichtiges Signal in diese Richtung aussenden wird", so Schröder. Der Bundeskanzler setzte sich damit über einen Beschluss des Deutschen Bundestages hinweg. Das Parlament hatte sich klar gegen eine Aufhebung des Embargos ausgesprochen.

Der chinesische Ministerpräsident erklärte nach Angaben der deutschen Bundesregierung, "dass das Embargo im Widerspruch zur umfassenden strategischen Partnerschaft mit der EU stehe, die auf Respektierung, Vertrauen und Gleichberechtigung aufgebaut sei".