"Vögel des Glücks"
Kraniche rasten wieder zu Tausenden in Mecklenburg-Vorpommern
Wer den "Vögeln des Glücks" optisch und auch gedanklich etwas näher kommen, sich mit den Schutzbemühungen vertraut machen will, hat bei Ausstellungen und Vorträgen, aber noch mehr bei geführten Wanderungen und Exkursionen, Gelegenheit dazu. Dazu soll auch in diesem Jahr die "Woche des Kranichs" dienen. Sie findet vom 19. bis 26. September bereits zum sechsten Mal in der Region des Nationalparks "Vorpommersche Boddenlandschaft" statt und bietet eine Vielzahl von Veranstaltungen. Von Ausstellungen über Vorträge, Kreativarbeiten bis hin zu Beobachtungen an den Rastplätzen kann der Besucher sich sein "Erlebnis Kranich" schaffen.
Am Schaalsee in Westmecklenburg, in verschiedenen Feuchtgebieten der Mecklenburgischen Seenlandschaft, so am Rederang-See bei Waren und in den Langhägener Seewiesen im Landkreis Parchim, sowie vor allem im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft zwischen Rügen, Zingst und dem Festland nördlich von Stralsund fressen sich die Glücksbringer die Kraft- und Energiepolster an, die sie für ihren langen und nicht ungefährlichen Flug gen Südfrankreich, Spanien und Nordafrika brauchen.
Es ist ein grandioses Schauspiel für Auge und Ohr, wenn allabendlich riesige Schwärme der Zugvögel, die mit ihren Flügeln immerhin eine Spannweite von gut zwei Meter erreichen, über dem Horizont aufsteigen, um von ihren Futterplätzen zu den sicheren Schlafplätzen im seichten Flachgewässern zu fliegen. Im Morgengrauen ein gleiches Bild, wenn es zurück zur Futtersuche geht.
Auf den abgeernteten Feldern fressen die Kraniche Getreide, vor allem Mais und Gerste. Weithin sind dann auch die fremdartigen, trompetenähnlichen Rufe der scheuen Großvögel zu hören. Im September vergrößert sich tagtäglich wieder die Anzahl der Boten der Götter, die in Mecklenburg-Vorpommern für einige Wochen Hof halten. Bis zum Abflug in den warmen Süden Mitte bis Ende Oktober werden es insgesamt sicher wieder mehr als 50.000 sein.
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Am 26. Aug. 2004 unter:
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